T„Schicksalsschläge“: Neue Chefs für Traditionsrestaurant
Nach rund zwei Jahrzehnten nimmt Carola Klindworth nun Abschied: Die 750 Jahre alte Kloster-Mühle hat sie zum 1. März verkauft. Foto: Hahn
Nach mehr als 20 Jahren wechselt die Führung bei der „Zur Kloster-Mühle“ im Stader Nachbarkreis. Die neuen Betreiber konnten überraschend schnell gefunden werden.
Sittensen. Carola Klindworth führte das Hotel seit 2003 und das Restaurant seit 2009. Nun hat die am Niederrhein aufgewachsene Unternehmerin die Gebäude und das Inventar verkauft. Bereits vor drei Jahren hat die Hotelfachfrau begonnen, eine Nachfolgelösung zu suchen. „Dieses Haus ist seit 1900 eine Gaststätte und ich wollte jemanden finden, der die lange Tradition des Hauses wertschätzt“, erklärt sie in der „Zevener Zeitung“.
Mehrere Bewerber habe es gegeben, sie alle hätten das Potenzial dieses schönen Ortes gesehen. Dennoch habe sie damit gerechnet, dass diese Suche gut fünf Jahre oder mehr andauern würde. Nun kommt der Abschied auch für Klindworth schnell. „Mit Familie Schneider habe ich eine junge, erfahrene Gastronomenfamilie gefunden, die bereits einen eigenen Betrieb in Süddeutschland führt.“
Abschied nach zwei Jahrzehnten leidenschaftlichen Unternehmertums
Als Grund für ihren Rückzug gibt die 58-Jährige an: „Schicksalsschläge in meinem engsten Kreis haben mir verdeutlicht, wie schnell vieles vorbei sein kann. Trotz all dem Stress, den die Unternehmensleitung mit sich bringt, bin ich bis heute gesund und möchte mir das erhalten.“ Da ihre Kinder andere berufliche Wege eingeschlagen hätten, war eine Staffelübergabe innerhalb der Familie nicht möglich. Nach eigenen Worten blickt sie auf Jahre mit viel Verantwortung und gemeinsamen Herausforderungen im Team zurück. Zusammen hätten sie mit viel Leidenschaft das Restaurant und das Hotel zu dem gemacht, was es heute ist. „Kuhmühlen hat mich geprägt und mir gezeigt: Es gibt so schöne, versteckte Orte. Ich werde das hier vermissen“, sagt die Unternehmerin.

Die idyllisch gelegene Kloster-Mühle in Kuhmühlen bekommt neue Besitzer. Foto: Meike Goebel
In Klindworths Zeit wurde die Kloster-Mühle über Jahre immer weiter restauriert und erweitert, ohne den historischen Charakter des Ensembles aus dem Blick zu verlieren. Architekt Gerhard Klindworth wirkte daran maßgeblich mit.
Ausrichtung als Tagungshotel und neue Zielgruppen
„Durch das Engagement des TouRow, die Nordpfade und den Fahrradweg Hamburg Bremen wurde unser Haus auch vermehrt durch Touristen genutzt. Das war wichtig“, erzählt die Fachfrau, denn: „Es ist heute schwer, mit Essen Geld zu verdienen.“
Weniger Mehrwertsteuer
Gastronomie hofft nach sechs schweren Jahren auf Aufschwung
Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie sei das Haus vornehmlich als Hochzeitslocation bekannt gewesen und genutzt worden. „Inzwischen sind wir ein bundesweit ausgezeichnetes Tagungshotel“, erklärt sie. Zielgruppen zu entdecken und gezielt anzusprechen, sei neben fundierten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen heute absolute Voraussetzung für einen Erfolg in der Branche.
Veranstaltungen und Zukunftsperspektive
Klindworth ist davon überzeugt, dass die neuen Eigentümer mit ihrer Erfahrung die Zukunft mit frischen Impulsen gestalten werden. Sicher ist bisher: Gebuchte Veranstaltungen wie Firmenfeiern, Tagungen oder standesamtliche Hochzeiten werden geplant stattfinden. „Ich würde mir wünschen, dass das, was dieses Haus seit 1900 geprägt hat, bewahrt bleibt.“
Bereits ausgestellte Gutscheine können noch bis zum 28. Februar vor Ort oder für Bestandsweine eingelöst werden. In Ausnahmefällen werden Gutscheine, bis Ende Mai 2026 zurückerstattet. Anfragen und Reservierungswünsche erreichen das Haus, auch ab dem 1. März weiterhin unter: Telefon 04282/59 419-0, E-Mail: info@hotel-kloster-muehle.de.

Nach rund zwei Jahrzehnten nimmt Carola Klindworth nun Abschied: Die 750 Jahre alte Kloster-Mühle hat sie zum 1. März verkauft. Foto: Hahn
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