TStader Stromausfall: Stadtwerke äußern sich zur Ursache
Die Ursache für den Stader Stromausfall war ein technischer Defekt in einem Mittelspannungskabel. (Symbolbild) Foto: picture-alliance/ dpa
Im Schnitt dauern Stromausfälle wenige Minuten, in Stader Haushalten ging am Dienstag teilweise über Stunden nichts. Die Stadtwerke erklären sich.
Stade. Die Auswirkungen waren deutlich spürbar, die Fehlersuche fieberhaft: Wie die Stadtwerke Stade am Mittwoch auf TAGEBLATT-Nachfrage bestätigen, ist der Strom am Dienstag mindestens für 70 Minuten ausgefallen. Dann seien die ersten Kunden wieder mit Strom versorgt gewesen, berichtet Olaf Schacht, Leiter Netze und Anlagen der Stadtwerke Stade.
Insgesamt dauerte der Stromausfall in Teilen der Stader Innenstadt, Stade-Hagen, Thun sowie in Teilen von Riensförde und Kopenkamp drei Stunden lang. Um 15.40 Uhr waren laut Mitteilung alle Netzkunden wieder mit Strom versorgt.
Zum Vergleich: Statistisch beträgt die Zeit ohne Strom pro Verbraucher elf bis 13 Minuten im Jahr. Das geht aus Daten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hervor.
„Manipulation kann ausgeschlossen werden“
Und die Ursache für den Stader Stromausfall? „Ursache war ein technischer Defekt in einem Mittelspannungskabel“, teilt Olaf Schacht mit. Der Schaden sei um 12.40 Uhr aufgetreten. Nach intensiver Fehlersuche habe die Versorgung schrittweise wiederhergestellt werden können.
Schacht betont: „Eine Manipulation kann ausgeschlossen werden.“
Die häufigsten Ausfälle entstehen durch Beschädigungen bei Tiefbauarbeiten sowie in Folge von Alterserscheinungen an den Leitungen. Die Stadtwerke Stade verstärken laut früherer Mitteilung in einer ersten Stufe noch bis zum Jahr 2027 das Stromnetz auf der Ebene der Mittelspannung. Die Energiewende führe zu höheren Anforderungen an die Stromnetze - „beispielsweise, weil mehr Wärmepumpen installiert, mehr Elektrofahrzeuge geladen und mehr Photovoltaikanlagen ans Netz genommen werden“, so Olaf Schacht.
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Mittel- und Hochspannung zu unterscheiden
Zu unterscheiden sind drei Hauptspannungsarten: Hochspannung, Mittelspannung und Niederspannung. Diese unterscheiden sich anhand der übertragbaren Strommenge und ihrer Entfernung zu den Verbrauchspunkten.
Hochspannung ist – wegen der Masten und Leitungen in der Landschaft – gut erkennbar. Mittelspannung hingegen ist weniger sichtbar. Sobald sie die Umspannwerke verlässt, fließt sie meist durch unterirdische Netze, die erst sichtbar werden, wenn sie die Verteil- und Niederspannungsverteilzentren in der Nähe der Verbraucher erreichen. Das auffälligste Merkmal eines nahegelegenen Mittelspannungsnetzes ist das Umspannwerk.
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