TStades Rat beschließt: Neues Leben im ehemaligen Weinhaus am Fischmarkt
Der Rat hat gesprochen: Das ehemalige Weinlager am Fischmarkt soll von Stade Marketing genutzt werden. Foto: Strüning
Einstimmig hat der Rat der Stadt Stade den Weg freigemacht, damit Stade Marketing am Fischmarkt ein neues Domizil bekommt. Das war nicht das Einzige, was der Rat beschloss.
Stade. Per Eilantrag hatten SPD und CDU/WG das Thema in den Rat gebracht. Möglichst schnell wollten die Fraktionen die freien Flächen im Erdgeschoss des alten Weinlagers neu nutzen. Leerstand, so das Argument, an dieser exponierten Stelle hinterlasse keinen guten Eindruck.
Waage, Zollhaus, Weinlager - und jetzt die Tourist-Info
Wie berichtet, wird die Stadt das Haus mit der Gewerbefläche im Erdgeschoss und vier Wohnungen in den oberen Etagen kaufen. Zuletzt war hier ein Weinlager untergebracht. Früher diente es auch als Waage- und Zollhaus. Jetzt beginnt ein neues Kapitel.
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Einstimmig winkte der Rat den parteiübergreifenden Antrag am Montagabend im Königsmarcksaal des historischen Rathauses durch. Die Stade Marketing und Tourismus GmbH übernimmt und hat schon konkrete Vorstellungen, was mit dem neuen Domizil passieren soll, nachdem sie die Fläche bereits zur Weihnachtszeit bespielt hatte.

Die offizielle Tourist-Info ist noch an der Hansestraße untergebracht. Foto: Stehr
Die Tourist-Info soll Ende April hier einziehen, sagte Marketing-Geschäftsführer Dr. Andreas Schäfer am Dienstag auf TAGEBLATT-Anfrage. Sie ist bisher noch in direkter Nachbarschaft zu den Stadtwerken an der Hansestraße untergebracht. Der neue Standort ist deutlich zentraler und liegt an einem der touristischen Hotspots der Hansestadt. Die Büros am alten Strandort bleiben, aber ohne für die Öffentlichkeit zugänglich zu sein.
Linke kam mit ihren Anträgen nicht durch im Rat
Während bei diesem Thema Einigkeit herrschte, blieben die Mehrheiten bei anderen Themen wechselnd. Die Linke scheiterte mehrfach mit Anträgen. Die Fraktion wollte den Zugang beim geplanten Wohnquartier Gummi Schmidt als auch beim Umbau der „Schwingestufen“ am Schiffertorkreisel nahe der Altstadt barrierefrei gestalten lassen.
„Geht nicht“, hieß es bereits in den Fachausschüssen von der Verwaltung. „Kein Platz ist kein Grund“, hielt Fraktionsvorsitzender Tristan Jorde dagegen. Ohne Erfolg. Die deutliche Mehrheit stimmte jeweils dagegen. Erfolglos blieb ein weiterer Vorstoß.
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Die Linke wollte ein Konzept zur Umstrukturierung des Winterdienstes anschieben. Die lange Frostperiode habe gezeigt, dass die städtischen Betriebe überfordert gewesen seien. „Die Stadt war dafür nicht gerüstet“, sagte Jorde. Stadtrat Carsten Brokelmann sieht das anders.
Streit um den Winterdienst in der Stadt
Andere Kommunen schauten mit Respekt auf Stade, weil die Stadt es hinbekommen habe, den Busverkehr durchgehend aufrechtzuerhalten. Brokelmann sprach von einem „sehr professionell aufgestellten Winterdienst“. Dennoch würden einige Anregungen der Linken aufgenommen. Manche Kräfte seien seit 30 Jahren im Winterdienst beschäftigt, für jüngere Mitarbeiter sei es der erste richtige Winter überhaupt gewesen.
Brokelmann machte auf ein anderes Problem aufmerksam: Einige Betriebe und Anwohner seien mit ihren Räumpflichten nicht hinterhergekommen. Ein Flyer zum Thema sei in Arbeit. Wer dem nicht nachkomme, müsse mit einem Bußgeld rechnen.
Der kleine Friedhof am Hohenwedel wird zum Ende dieses Monats entwidmet. Damit vollzieht die Stadt einen Beschluss, der aus dem Jahr 1963 stammt. Bei der Umwandlung des Friedhofs zur Grünanlage werden unter anderem die Grabstätten in würdiger Form aufgelöst, so die Stadtverwaltung. Die Kosten hierfür werden auf 20.000 Euro geschätzt. Seit 2001 sind Beisetzungen auf dem Friedhof Hohenwedel nicht mehr möglich. Die Ruhefrist der jüngsten Grabstätte lief am 27. Juni 2025 ab.
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