TStadt Stade schließt Vertrag mit Ankerplatz-Verein
In welche Richtung geht es mit dem Ankerplatz? Stadt und Verein sollen jetzt einen Vertrag schließen. Foto: Strüning
Der Rat der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung mehrere Entscheidungen gefällt, auch zum umstrittenen Ankerplatz und zum Wärmenetz in der Altstadt.
Stade. Die Ratsmitglieder beschlossen, die Hansestadt Stade möge mit dem Ankerplatz-Verein einen Gestattungs- und Kooperationsvertrag abschließen. Im Rahmen des Vertrags verpflichtet sich die Stadt, die laufenden Kosten in Höhe von gut 5000 Euro für den Fahrradcontainer weiterhin zu übernehmen.
Verein darf Platz am Sande auf unbestimmte Zeit nutzen
Der Vertrag wurde mit dem Verein und der Stade Marketing und Tourismus GmbH abgestimmt und garantiert dem Ankerplatz-Verein die Nutzung des Platzes auf unbestimmte Zeit, mindestens bis zum Ende der Fördermittelbindung. Die Politik treibt die Sorge um, dass gewährte Gelder zurückgezahlt werden müssen, wenn der Ankerplatz vor dem Ablauf die Segel streicht.
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Ziel von Rat und Verwaltung ist es, den Platz dauerhaft zu beleben und das Veranstaltungsmanagement zu professionalisieren. Nach TAGEBLATT-Informationen steht dafür der Betreiber des benachbarten Schwingegold Cafés in den Startlöchern.
Außerdem sollen künftig die Stade Marketing und Tourismus GmbH sowie die Verwaltung das Projekt eng begleiten und auch das letzte Wort haben, wenn es um die Beteiligung kommerzieller Anbieter und Unternehmen zur Unterstützung des Betriebs geht. Das Ehrenamt soll damit entlastet werden. Eine hauptamtliche Kraft wird es dafür nicht geben.
Stadt Stade treibt das Wärmenetz voran
Das geplante Wärmenetz für die Stader Altstadt soll langfristig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung leisten. Mit einem nun gefassten Beschluss wird die Verwaltung beauftragt, die Konzession für Bau und Betrieb des Wärmenetzes EU-weit auszuschreiben und anschließend mit dem erfolgreichsten Anbieter einen Vertrag abzuschließen.
Energieversorgung
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Ziel ist, einen leistungsfähigen Betreiber für Planung, Bau und Betrieb des künftigen Netzes zu finden, das auf regenerativen Energiequellen basiert. Zugleich hat der Rat unter anderem beschlossen, dass städtische Gebäude im Versorgungsgebiet künftig Wärme aus dem neuen Netz beziehen sollen. Damit tritt die Stadt selbst als wichtiger Abnehmer auf und unterstützt die wirtschaftliche Grundlage des Projekts.
Bei dieser Planung ist daran gedacht, Wärme zum Beispiel aus der Schwinge zu gewinnen oder vom Klärwerk zu nutzen. Das geplante Holzkraftwerk auf Bützflethersand spielt dabei keine Rolle. Entscheidend für das Gelingen: Möglichst viele Bürger und Betriebe müssen sich für die zentrale Versorgung über das neue Wärmenetz entscheiden.
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