TStarke Abwehr und emotionales Comeback: BSV holt ersten Play-off-Sieg
BSV-Torhüterin Oliwia Kaminska zeigte einen starken Auftritt in der zweiten Halbzeit. Foto: Jan Iso Jürgens
Lange war das Spiel in Neckarsulm offen, dann setzte sich der BSV immer deutlicher ab. Am Ende trafen sogar die Torhüterin und eine Rückkehrerin.
Buxtehude. In der 40. Minute stand Maja Schönefeld an der Seitenlinie bereit. Wenige Sekunden später betrat sie das blaue Spielfeld der Ballei-Sporthalle in Neckarsulm und war sofort mitten im Geschehen, sowohl vorne als auch hinten.
Die 22-jährige Rückraumspielerin hatte lange auf diesen Moment gewartet. Kreuzbandriss 2023, Fuß-Operation 2024, Meniskus-OP 2025 - am Samstag stand sie nach langer Zeit erstmals wieder auf der Bundesliga-Bühne und feierte mit dem Buxtehuder SV einen deutlichen 32:24 (14:13)-Erfolg gegen die Sport-Union Neckarsulm.
Enges Spiel in der ersten Halbzeit
Dank einer starken Abwehrleistung fuhr der BSV seinen ersten Sieg im zweiten Play-off-Spiel ein und vergrößerte den Vorsprung auf den Tabellenletzten Halle-Neustadt vorerst auf drei Punkte; der Letzte muss am Saisonende in die Relegation. „Wir haben eine überragende Abwehr gestellt. Ich bin wahnsinnig stolz“, sagte Spielmacherin Anika Hampel.
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Vor 1025 Zuschauern lieferten sich Neckarsulm und Buxtehude ein enges Spiel. Der BSV geriet früh in Rückstand. Trainer Andersson kritisierte in einer Auszeit die schwachen Abschlüsse: „Das geht einfach nicht.“ Die Gäste lagen mit 3:7 hinten, kämpften sich aber mit einem 4:0-Lauf zurück.
Huhnstock erzielt knappe Pausenführung
Vor allem die bewegliche Abwehr hielt den BSV im Spiel. Neckarsulm blieb zwischenzeitlich sieben Minuten ohne eigenen Treffer. Allerdings konnte sich der BSV nicht absetzen. Mit der Schlusssirene traf Jolina Huhnstock zur knappen 14:13-Halbzeitführung.
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Eine starke erste Halbzeit zeigte Rückraumspielerin Johanna Andresen, die für die verletzte Isa Ternede in die Startformation gerückt war. Ternede war in der Vorwoche gegen Metzingen auf die Hüfte gefallen und hat Probleme mit dem Oberschenkel. Andresen war bis zur Pause mit vier Treffern beste Werferin des BSV.
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Unterstützt wurde das Team von fünf mitgereisten Fans, die hinter dem Tor für Stimmung sorgten.
Hektik und Unsicherheit bei Neckarsulm
In der zweiten Halbzeit übernahm der BSV die Kontrolle und setzte sich allmählich ab. Eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Gäste mit fünf Treffern vorne (23:18).
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Der BSV baute die Führung auf bis zu acht Tore aus. Bei den Gastgebern herrschten dagegen viel Hektik und Unsicherheit. Vor allem ließ die Buxtehuder Deckung dem gegnerischen Angriff kaum Raum für Distanzwürfe - genau davor hatte Andersson vor der Partie gewarnt.

BSV-Handballerin Maja Schönefeld. Foto: Jan Iso Jürgens
Rückkehrerin Schönefeld traf kurz vor Schluss per Heber. Erst vor etwas mehr als zwei Monaten hatte sie ihr Comeback in der zweiten Mannschaft des BSV gegeben. Zudem konnte Teresa von Prittwitz im Tempospiel immer wieder Nadelstiche setzen und war mit insgesamt sieben Treffern die beste Werferin.
Kaminska mit starker Leistung gegen Ex-Club
Ein entscheidender Faktor war auch Torhüterin Oliwia Kaminska, die kurz vor der Pause eingewechselt wurde und neun ihrer elf Paraden in der zweiten Halbzeit zeigte. In der 49. Minute traf sie sogar ins leere Tor ihres Ex-Clubs. Ihre Torwartpartnerin Annie Linder, die im Sommer nach Neckarsulm wechseln wird, kam auf zwei Paraden.
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Nach vier Niederlagen in Folge konnte der BSV am Samstag erstmals wieder einen Sieg feiern. „Wir haben richtig stark verteidigt. Ich bin stolz, wie wir gespielt haben“, sagte Trainer Nicolaj Andersson. In der kommenden Woche (2. Mai) geht es in der dritten von sechs Play-off-Partien in der Halle Nord gegen den VfL Oldenburg.
BSV: Kaminska (11 Paraden), Linder (2 Paraden); von Prittwitz 7, Huhnstock 5, Dölle 5, Hampel 4/3, Andresen 4, Senel 3, Nielsen 2, Schönefeld 1, Mittag, Gabriel, Frey, Lück.
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