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Bauarbeiten

TSuedlink: Hier lagern die Riesenkabeltrommeln für den Kreis Stade

Das Kabelzwischenlager Zeven: Von hier aus werden die nördlich und südlich angrenzenden Bereiche beliefert.

Das Kabelzwischenlager Zeven: Von hier aus werden die nördlich und südlich angrenzenden Bereiche beliefert. Foto: Kratzmann

Der Suedlink wächst weiter. Nach dem Elbtunnel bei Wischhafen kommen auch an Land die Kabelstränge in die Erde.

Von Thorsten Kratzmann 18.09.2026, 05:50 Uhr

Zeven. Der Bau der Stromautobahn von Wilster in Schleswig-Holstein nach Grafenrheinfeld in Bayern ist in 15 Abschnitte geteilt. Der nördlichste Abschnitt A endet bei Lauenbrück. Als Unterabschnitt A4 wird der Bereich zwischen Farven an der Kreisgrenze zu Stade und eben Lauenbrück bezeichnet. Dort liegen die vier Erdkabel im Boden. Der 37 Kilometer lange Teilabschnitt ist der erste, den der Bauherr Tennet Anfang Juli fertiggestellt hat.

Von der Bundesstraße 75 zwischen Scheeßel und Lauenbrück aus arbeitet sich Tennet derzeit an Bartelsdorf und Brockel vorbei gen Heidekreis. Südlich Jeddingens passieren die Suedlink-Trasse die Kreisgrenze. Dieser Teilabschnitt wird als Baulos 5 im Abschnitt B1 bezeichnet. Der 68 Kilometer lange Abschnitt B1 endet bei Schwarmstedt an der Grenze des Heidekreises zur Region Hannover. Durch den Heidekreis verläuft das Baulos 6.

Obgleich die Erdarbeiten östlich Zevens nahezu vollständig beendet sind und die Karawane weitergezogen ist, so fällt aufmerksamen Bewohnern der Region auf, dass das in Aspe errichtete Containerdorf der mit den Arbeiten beauftragten belgischen Firma De Romain noch steht. Auch das vor drei Jahren eingerichtete, mit S-Draht gesicherte Gelände des Kabelzwischenlagers an der Straße Zur Reege in Zeven ist mitnichten geräumt.

140 Kabeltrommeln im Zwischenlager umgeschlagen

Dort reihen sich die gigantischen blauen Kabeltrommeln. Auch die Containerbrücke, mit der die zwölf Meter langen, vier Meter hohen und 100 Tonnen schweren Kolosse von und auf Schwerlasttransporter gehoben werden, steht nach wie vor neben den weißen Containern. Acht solcher Kabelzwischenlager hat Tennet entlang der 700 Kilometer langen Suedlink-Trasse eingerichtet.

Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass aus Zeven mehr als der Bauabschnitt A4 mit Kabeln versorgt wird. Die Trommeln mit jeweils zwei Kilometer Kabel werden von Zeven aus zu nachtschlafender Zeit sowohl gen Norden als auch gen Süden gefahren. Sowohl der südliche Bereich des Suedlink-Abschnitts A3 im Kreis Stade als auch der Trassenabschnitt bis zur Grenze Rotenburg/Heidekreis werden aus Zeven beliefert. Zwischen den Endpunkten liegen mehr als 70 Kilometer. Wenn das Lager in Zeven im Verlauf des nächsten Jahres geräumt ist, dann sind dort rund 140 Kabeltrommeln umgeschlagen worden.

Das Containerdorf in Aspe wird sich hingegen in den kommenden Wochen leeren. Die De Romain-Mitarbeiter in ihren knallroten Fahrzeugen haben noch Restarbeiten im Abschnitt A4 zu erledigen. Dann ist Schluss. Nördlich und südlich vergraben andere Tiefbaufirmen den Suedlink.

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