TTage im Eis sind vorbei: Elbfähre Wischhafen fährt wieder
Wieder in Fahrt: Die FRS Elbfähre hat ihren Betrieb nach der Eisgang-Betriebspause wieder aufgenommen. Foto: Hellwig
Die Tage im Elb-Eis und im Stillstand sind beendet. Die Elbfähre zwischen Wischhafen und Glückstadt fährt wieder. Vor der ersten Abfahrt rückte Hilfe an.
Wischhafen. Nach zwölf Tagen Eis-Pause sind die Elbfähren nun wieder in Fahrt. Als am Donnerstagmorgen die erste Fähre im Morgengrauen wieder ablegte, endete damit für viele Pendler über die Elbe eine echte Leidenszeit.
Immer wieder waren während der Eisgang-Betriebspause auch Lkw-Fahrer mit internationalen Kennzeichen am Anleger in Wischhafen gestrandet, weil sie die wetterbedingte Außerbetriebnahme der Fähren nicht rechtzeitig registriert hatten.
Umweg von 130 Kilometern
Sie mussten umdrehen und zur nächsten Elbquerung über Hamburg fahren - ein erheblicher Umweg. Wer zum Beispiel ins Industriegebiet Brunsbüttel will, ist von Wischhafen mit der Elbfähre insgesamt 57 Minuten unterwegs, die Strecke ist 31 Kilometer lang. Über Hamburg sind es von Wischhafen aus 160 Kilometer - und weit über zwei Stunden Fahrtzeit.
Die Elbfähren sind wieder in Fahrt, darüber freute sich auch die Crew. Zum Gruß ließ sie gleich morgens das Schiffshorn erklingen, als sich in der Süderelbe zwei der vier Fährschiffe begegneten. Die Wilhelm-Krooss hatte im Eis der Süderelbe pausiert, ebenso die Wischhafen, die an den Dalben vor dem gesperrten Anleger vertäut gewesen war.
Ostwind drückt Wasser aus der Süderelbe
Frost, Ostwind und massiver Eisgang hatten den Verkehr auf der Elbe über längere Zeit vollständig zum Erliegen gebracht. Niedrigwasser in der verschlickten Süderelbe und zusammengedrückte Eisschollen in der Zufahrt zum Anleger hatten seit Ende Januar jede Überfahrt verhindert.
Bei kräftigem Ostwind ist der Wasserstand in der verschlickten Wischhafener Süderelbe zu niedrig. Die Bauart der Fähren und das nötige Drehen vor den Anleger verschärfen bei Eisgang das Problem noch, weil die Eisschollen dadurch zusammengeschoben werden.
Schlepper als Eisbrecher unterwegs
Die Reederei FRS hatte Schlepper beauftragt, die Eisdecke in der Süderelbe immer wieder durch Fahrten aufzubrechen. Noch am Mittwoch und auch am Donnerstagmorgen machte ein Schlepper als Eisbrecher den Weg in der Süderelbe für die Fährschiffe noch einmal frei.
Die Reederei weist aber darauf hin, dass sich aufgrund der Eissituation Abfahrten noch immer verzögern können. Im Einsatz sind derzeit zwei Fähren im Pendelbetrieb.
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