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Fußball-Kreisliga

TTraumstart nach Zittersaison: So will Bargstedt sorgenfrei bleiben

Thomas Lamann (Zweiter von links) während der Verabschiedungen nach der vergangenen Saison. Nach einem Jahr als Co-Trainer ist er nun Cheftrainer.

Thomas Lamann (Zweiter von links) während der Verabschiedungen nach der vergangenen Saison. Nach einem Jahr als Co-Trainer ist er nun Cheftrainer. Foto: Berlin

Zwei Topteams stehen verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Dazu gesellt sich der Fastabsteiger der Vorsaison. Warum hat der TuS Eiche Bargstedt bisher so überrascht?

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Von Jan Bröhan
20.08.2026, 18:05 Uhr

Bargstedt. Klar, es sind gerade einmal zwei Saisonspiele gespielt. Dass sich aber der TuS Eiche Bargstedt mit sechs Punkten behauptet hat, fällt da dennoch positiv auf beim Standardblick auf die Tabelle. Die beiden Bezirksliga-Absteiger und Titelkandidaten Deinster SV und FC Oste/Oldendorf wurden da erwartet.

Zudem traf Bargstedt in den ersten beiden Spielen auf die SG Lühe (3:1) und den FC Mulsum/Kutenholz (2:1). Beides Teams, die zu potenziellen Aufstiegskandidaten zählen. „Starke Klopper“, nennt TuS-Trainer Thomas Lamann die bisherigen Gegner.

Was macht also den Unterschied?

„Da gibt es mehrere Faktoren“, sagt Lamann. Zum einen seien die Strukturen nun klarer, Verantwortungen sind klar verteilt. Er, Lamann, ist nach dem Rücktritt von Maik Ohlandt vom Co- zum Cheftrainer geworden. Thomas Höhrmann ist Teammanager. Ohlandt sei noch „wertvoller Ratgeber“.

„Die Kommunikation ist gut, wir stimmen im Hintergrund alles ab“, sagt Lamann. Die Mannschaft nehme alles auf und ziehe voll mit. „Und auch hier ist der Austausch mit der Mannschaft sehr gut“, sagt Lamann.

In der Vorbereitung hat der TuS den Fokus auf das Defensivverhalten gelegt. „Das hat man in den ersten Spielen schon gesehen“, sagt Lamann. Das taktische Verhalten soll insgesamt optimiert werden.

Teamgeist und Psychologie zwei weitere Punkte

„Tendenziell sind wir schlanker aufgestellt als in der Vorsaison“, sagt Lamann. Die Geschlossenheit und der Teamgeist seien aber sehr gut. Die zwei Siege sind da natürlich zudem förderlich.

„Und auch wenn es sich plump anhört“, so Lamann, „wir denken ganz bewusst nur noch von Spiel zu Spiel.“ In der Vorsaison habe es zu oft „diese Muss-Spiele“ gegeben, Spiele, die unter Erfolgsdruck gewonnen werden mussten. Als Paradebeispiel nennt Lamann da die Niederlage gegen Hammah II - es war der einzige Sieg, den der überforderte Aufsteiger in der vergangenen Saison holte.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass Bargstedt sich in der vergangenen Saison schon in der Rückrunde stabilisierte und durch Siege gegen klare Favoriten wie Mu/Ku und Wiepenkathen noch mit dem einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsregion rettete. Am letzten Spieltag war allerdings der Abstieg noch möglich. Eine Zittersaison.

In Bargstedt und beim TuS neue Heimat gefunden

In der Rückrunden-Tabelle rangierte Bargstedt mit sieben Siegen auf Platz 7, nach der Hinrunde sah der TuS mit nur drei Erfolgen wie ein klarer Absteiger aus. „Klar, hätten wir diese Siege, auch gegen Mu/Ku und Wiepenkathen, nicht geholt, wären wir abgestiegen“, sagt Lamann.

Der 37-Jährige ist jetzt erst das zweite Jahr bei der ersten Mannschaft, ist motiviert und will etwas zurückgeben. „Ich wurde im Verein mit offenen Armen aufgenommen“, sagt der C-Lizenzinhaber, der „auch gerne die B-Lizenz machen würde“.

Lamann stammt aus der Nähe zur niederländischen Grenze, nach dem Studium ist er dann in Hamburg gelandet. Aus familiären Gründen zog es ihn ins Ländliche und so landete er vor wenigen Jahren in Bargstedt.

In der Kreisliga erwartet der TuS mit Estebrügge und Bliedersdorf „zwei weitere knackige Gegner“, wie Lamann sagt. Die Devise ist klar: Von Spiel zu Spiel denken und jeden Punkt für eine sorgenfreie Saison mitnehmen. Das ist das Ziel des Fastabsteigers.

Die anstehenden Topspiele

Mu/Ku fordert als Gastgeber schon am Freitag (19.30 Uhr) den Deinster SV. Am Sonntag will Bliedersdorf seinen ersten Dreier gegen Himmelpforten einfahren und in Immenbeck kommt es zum Buxtehuder Derby gegen Hedendorf II (15 Uhr).

In der Bezirksliga strebt Wiepenkathen gegen D/A III den ersten Sieg an (So., 15 Uhr). „Da sollte was möglich sein, die Formkurve nach der schwierigen Saisonvorbereitung zeigt nach oben“, sagt TSV-Trainer Nils Zielesniak.

Der TSV Apensen kann gegen Sievern seine Erfolgsserie auf drei Siege ausbauen (So., 15 Uhr).

In der Landesliga kommt es am Auetal zum absoluten Gradmesser für A/O. Am Freitag (20 Uhr) kommt Meisterschaftsfavorit Bornreihe.

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