TTraumtore inklusive – Agathenburg/Dollern ist Meister
Wiederaufstieg gemeistert: SV Agathenburg/Dollern holt mit dem Sieg im Topspiel den Titel in der 1. Kreisklasse. Foto: Brunsch
Der SV Agathenburg/Dollern feiert die Meisterschaft und den Wiederaufstieg. Apensens Frauen unterliegen ihrem zukünftigen Trainer und müssen die Titelfeier aufschieben.
Landkreis. Zwei Spieltage vor dem Saisonende in der 1. Kreisklasse hat der SV Agathenburg/Dollern sein Ziel, den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga, erreicht. Nach teilweise holprigem Saisonverlauf, gerade in den Heimspielen, gab es im Topspiel gegen die SV Drochtersen/Assel IV einen 3:1-Erfolg.
Mit einer Serie von acht ungeschlagenen Spielen sicherte sich die Mannschaft von Trainer Carsten Junge gegen den ersten Verfolger verdient die Meisterschaft.
Zwei Traumtore bringen die Wende
Zunächst gingen die ersatzgeschwächten Kehdinger durch Florian Marx in Führung, doch Traumtore brachten den neuen Meister auf die Siegerstraße.

Agathenburgs Elias Pejas gelang der 1:1-Ausgleichstreffer per sehenswertem Fallrückzieher. Foto: Brunsch
Zunächst traf Elias Pejas per Fallrückzieher zum 1:1 und kurz vor dem Ende sah Justin Schüler kurz hinter der Mittellinie, dass Gästekeeper Nico von Rönn weit vor seinem Tor stand und versuchte es einfach mal. Die Kugel senkte sich hinter dem Schlussmann ins Netz. Endgültig jubeln konnten die Gastgeber in der Nachspielzeit, als Marc-Kevin Biedermann einen Konter zum 3:1 abschloss.
Zwei Treffer der Marke „Tor des Monats“ drehten die gute und spannende Begegnung. „Gleich zwei Treffer dieser Art kassiert man auch nicht immer. Wir machen weiter und haben noch alles in der Hand“, sagt D/A-Trainer Andre Matties. Die Spielvereinigung kann sich mit zwei Siegen die Vizemeisterschaft und den Aufstieg sichern, hat allerdings noch die SG Freiburg/Oederquart im Nacken.
Der FC Oste/Oldendorf II, aktuell Zweiter, kann nicht aufsteigen, da die eigene Erste aus der Bezirksliga in die Kreisliga runtergeht.
Im Abstiegskampf schien bereits alles klar zu sein
Schlusslicht TSV Apensen II steht als Absteiger fest. Doch mit dem 4:1-Derbysieg der SV Ahlerstedt/Ottendorf IV gegen Harsefeld, rückte die Mannschaft auf vier beziehungsweise fünf Punkte an den TSV Eintracht Immenbeck II und TSV Wiepenkathen II heran. Das Restprogramm der drei Mannschaften könnte noch für Dramatik sorgen. Während A/O IV in Burweg und gegen Apensen ran muss, spielt die Eintracht gegen Großenwörden und in Drochtersen. Auf Wiepenkathen warten zwar zwei Heimspiele, allerdings gegen D/A IV und Agathenburg/Dollern.
In der Landesliga Frauen bleibt der Titel vakant
Tabellenführer TSV Apensen verlor sein Heimspiel gegen den FC Oste/Oldendorf mit 0:2. Der FC avancierte damit zum Partycrasher und verhinderte die vorzeitige Meisterschaft des TSV Apensen.
Besonders dabei - die Trainerkonstellation: Harald Zerwas legt sein Traineramt nach dem Saisonende nieder und hat mit O/O-Trainer Maik Ratje seinen Nachfolger selbst ins Spiel gebracht. „Ich schätze Maik sehr und als ich mitbekommen habe, dass er bei O/O aufhört, habe ich sofort an ihn gedacht“, sagt der 66-Jährige.
Zerwas war während der Saison gesundheitlich angeschlagen und hat währenddessen seinen Entschluss gefasst. „Ich bin aber nicht aus der Welt und werde Maik auch während der Saisonvorbereitung helfen“, sagt Zerwas. Er hatte Ratje auch schon mal nach Wohnste als Trainer vermittelt.
„Das hat für mich vor dem Spiel gar keine Rolle gespielt, weil ich wirklich noch voll bei Oste/Oldendorf bin und wir bis zum Ende durchziehen wollen“, sagte Ratje nach dem Sieg. „Heute waren es zwei Standardsituationen, die zum Erfolg geführt haben.“
Eigentlich war Top-Torjägerin Laura Hellwege in Dauerbewachung von Gegenspielerin Alina Maack, verschaffte sich dann aber doch zwei Mal den Freiraum, um mit ihrem Doppelpack die Begegnung zu entscheiden (78. und 83.).
Fußball-Bezirksliga
T Große Enttäuschung in Deinste - Hammahs Trainer besiegelt den Abstieg
Apensen hat am letzten Spieltag in Hedendorf einen weiteren Matchball, um die Meisterschaft einzutüten. „Uns war klar, dass wir nach 13 ungeschlagenen Spielen irgendwann erwischt werden“, sagte Zerwas. „Natürlich sind alle enttäuscht, jetzt wollen wir in der nächsten Woche die Entscheidung erzwingen, wo wir unser Nervenkostüm besser in den Griff bekommen müssen.“ Ob der TSV einen Oberliga-Aufstieg annehmen würde, ist noch nicht final entschieden.
Hedendorf hält Jeddingen im Rennen
Apensens Titelkonkurrent MTV Jeddingen, hat zwei Punkte Rückstand, hat die VSV Hedendorf/Neukloster mit 4:2 besiegt. Hedendorf führte zwar, war dann aber chancenlos.
Die SV Ahlerstedt/Ottendorf II feierte gegen den TSV Stelle einen 4:3-Sieg. A/O tauschte dank des früh gesicherten Klassenerhalts immer wieder durch, um allen Spielerinnen eine gewisse Einsatzzeit zu ermöglichen. „Wir haben trotzdem immer wieder in die Ordnung zurückgefunden“, lobt Trainer Joachim Höft. „Im Großen und Ganzen haben wir es gut gemacht, was auch zeigt, dass wir einen richtig guten Kader haben und alle auf einem guten Weg sind.“
Showdown in der Kreisliga
Während in der Landesliga und Bezirksliga die Entscheidungen aus Kreissicht gefallen sind, steuert die Kreisliga auf einen mit Spannung erwarteten letzten Spieltag zu.
Der SSV Hagen (31 Punkte) hat sich im Abstiegskampf durch den Pflichtsieg in Hedendorf in Stellung gebracht. Mit einem Heimsieg gegen Bliedersdorf kann der SSV noch den Klassenerhalt schaffen.
Fußball-Kreisliga
T Noch ein Sieg für die Meisterschaft: Bützfleth schießt sich warm
Das macht zugleich den Titelkampf spannend. Denn Hagens direkter Konkurrent Bargstedt (33 Punkte) muss sein Heimspiel gegen Tabellenführer Bützfleth (59) gewinnen, weil aufgrund des schlechteren Torverhältnisses ein Remis zu wenig wäre.
Gleichzeitig treffen Stade II (59) und Wiepenkathen (57) aufeinander. Stade kann zwar aufgrund des Abstiegs der ersten Mannschaft nicht aufsteigen, doch Trainer Christoph Stahn hofft auf den Titel zu seinem Abschied. Wiepenkathen hat die Relegation sicher, könnte aber auch noch lachender Dritter im Titelkampf werden.
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