TTrikolore und Flusslauf: Buxtehude wird zum Schaufenster neuer Kunst
Flagge zeigen für die Demokratie: Marlene Apmann präsentiert Werke aus ihrer Serie „schwarz-rot-gold“. Foto: Weselmann
Eine neue Ausstellung in Buxtehude zeigt das aktuelle Kunstschaffen in der Region - mit ungewöhnlichem Blick auf Bundesflagge und Este.
Buxtehude. Im Marschtorzwinger ist ab sofort wieder eine bunte Mischung aus Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie zu sehen. Bis zum 13. September präsentieren 19 Kunstschaffende aus der Region hier ihre neuesten Werke. Die reichen von thematisch virulenten Arbeiten bis hin zu einer unmittelbar auf den Ausstellungsort bezogenen Idee.
Fotoserie rückt die Bundesflagge in den Fokus
Die Stader Künstlerin Marlene Apmann stellt Werke ihrer Fotoserie „schwarz-rot-gold“ aus. Ihre Arbeit nimmt die Bundesflagge und ihre Bedeutung in den Fokus. „In Zeiten, in denen unsere Demokratie Schutz vor extremistischen Angriffen sucht, gilt es zu verhindern, dass Symbole demokratischen Ursprungs wie die Bundesflagge vereinnahmt werden“, erklärt Apmann ihre Motivation.
T Bespuckt und angegriffen: Provokante Künstlerin kommt nach Agathenburg
Während das Schwarz-Weiß-Rot des Kaiserreichs und des Nationalsozialismus an autoritäre Herrschaft und menschenverachtende Diktatur erinnern, stünden die Farben der Bundesflagge für Demokratie, Verfassungspatriotismus und Offenheit. Mit ihrer künstlerischen Auseinandersetzung zum symbolischen Gehalt der Trikolore zeigt sie auf ungewohnte Weise Flagge für die Demokratie. Dafür hat sie die Flagge heftiger Bewegung ausgesetzt und mit langen Belichtungszeiten in neues Licht gerückt.
Kunstschaffende von Buxtehude bis Bremerhaven
Bei Ingeborg Steinhage und Imke Korth-Sander geht es derweil um Veränderung und Vergänglichkeit. Die eine aus Bremerhaven, die andere aus Buxtehude, markieren die beiden gleichzeitig die Reichweite dieser Gemeinschaftsausstellung vom Bund Bildender Künstler und Künstlerinnen Stade-Cuxhaven. Alle zwei Jahre gibt sie Einblick in das künstlerische Wirken der Mitglieder und macht die unterschiedlichen Positionen und Ausdrucksformen der Beteiligten sichtbar.

Künstlerin Imke Korth-Sander zeigt ihre Wegstrecken. Foto: Weselmann
Steinhages Werk offenbart Spuren, die das Vergehen von Zeit hinterlässt. So werden beispielsweise verwitterte Plakate zur Grundlage ihrer Bilder. Korth-Sanders Arbeiten sind immer geprägt von Bewegung, wobei sie Wege zum Ausgangspunkt macht. Das gilt etwa für den Flusslauf der Este, den sie auf die Fenster des Zwingers gebracht hat.
Ausgestellt werden außerdem Werke von Jutta Bastian, Dirk Behrens, Ulrike Brockmann, Jens Brückmann, Ingeborg Dammann-Arndt, Akkela Dienstbier, Heide Duwe, Juliette Eckel, Gerten Goldbeck, Birgit Jaenicke, Britta Lange, Kristof Meyer, Helmut Morsbach, Ute Seifert, Barbara Uebel und Elfi Wiese.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei
Vernissage ist am Sonnabend, 8. August, um 15 Uhr. Eröffnet wird die Ausstellung von Christian Krüger, stellvertretender Bürgermeister der Hansestadt Buxtehude. Die bildende Künstlerin Ute Seifert gibt einen Überblick zu den gezeigten Werken.
Der Eintritt zur Ausstellung im Marschtorzwinger am Liebfrauenkirchhof ist frei. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag, von 15 bis 18 Uhr sowie Sonnabend und Sonntag, von 11 bis 18 Uhr.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.