TTschüss! Der Sommer im Landkreis Stade ist wirklich vorbei, wenn...
Wenn diese Fratzen auftauchen, ist sicher Herbst. Foto: picture alliance / dpa
Haben Sie es bemerkt? Nein? Ist aber so: Der Sommer ist vorbei. Es ist schon längst Herbst, auch wenn uns Sonne und Wärme derzeit etwas anderes glauben machen wollen.
Stade. Jeder kann seine Geschichte erzählen, wann für ihn oder für sie der Sommer endgültig vorbei ist. Es gibt viele untrügerische Zeichen. Das TAGEBLATT listet eine Auswahl auf.
Wenn der Boden in der Harsefelder Eissporthalle gefriert und die Kufen wieder übers Eis gleiten. Tatsächlich beginnt die Eissaison am 11. Oktober. Eislaufen statt Eiscreme.
Das Eis ist wieder da in Harsefeld - und der Sommer Geschichte. Foto: Martin Elsen
Wenn die letzten Klappstühle auf dem Harsefelder Campingplatz eingepackt werden. Die Saison ist seit dem 30. September beendet.
Wenn Autos zu Nussknackern werden, weil so viele Walnüsse vom Baum fallen. Das Herankommen an die Frucht ist so eine Sache. Es gibt viele Möglichkeiten, im Erzgebirge gibt es sogar ein Museum zu den berühmten Nussknacker-Figuren.

Walnüsse - auch Botschafter des Herbstes. Foto: helee54/Pixabay
Ganz geschickt geht die Dohle vor, denn Krähenvögel sind halt erfinderisch. Sie wissen um die zerstörerische Kraft von Autoreifen, positionieren die Walnüsse gezielt auf der Straße und warten geduldig auf heranrollende Nussknacker. So wird der Asphalt zum gedeckten Tisch.

Sag mir, wo die Boote sind. Foto: Stehr
Wenn die Stege an Oste, Schwinge, Lühe und Este immer weniger belegt sind und die Freizeitskipper ihre guten Stücke zum Einwintern aufs Trockene holen.
Wenn sich die Fahrzeit vor allem auf dem Obstmarschweg im Alten Land deutlich verlängert, weil viele Trecker mit voll beladenen Hängern unterwegs sind. Die Äpfel müssen vom Baum und in die Lager. Dieses Jahr sollen es nach Schätzung an der Niederelbe gut 290.000 Tonnen werden. Das sind viele Treckerfahrten.

Trecker-Treff und lange Fahrzeiten während der Apfelernte. Foto: Stehr
Wenn die Spinnen ihre bezaubernden Netze weben und sich morgens silber glänzender Tau auf sie legt.

Spinnennetz - typisch Altweibersommer. Foto: Stehr
Wenn der „Spiegel“ mir vorrechnet, wie teuer das Heizen im Winter wird und die Diskussion über schlecht gefüllte Gaslager in Deutschland richtig hochkocht.
Wenn der Chef vorausschauend verlangt, dass der Urlaub fürs nächste Jahr in den Plan eingetragen werden soll.
Dunkel beim Aufstehen, dunkel zum Feierabend
Wenn es - apropos Job - noch dunkel ist, wenn der Wecker klingelt, und kurz nach Feierabend schon wieder.
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Wenn im Kleiderschrank nach warmen Klamotten gesucht wird, Zwiebellook angesagt ist, weil es gerade morgens noch sehr frisch ist und wenn ich zu Hause nicht mehr barfuß laufen mag, sondern mir Hausschuhe überziehe, obwohl die Heizung schon angestellt ist.

Deko auf dem Lühedeich. Mehr Frühherbst geht kaum. Foto: Stehr
Wenn es beim Bäcker Kürbisbrot gibt, allerorten wieder Kürbissuppe und Nippes für Halloween in die Läden kommt. Von Spekulatius oder Lebkuchen ganz zu schweigen.

Herbst ist auch die Zeit des Pilzesammelns. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
Wenn die Pilze sprießen, ob im Garten, bei Instagram oder im WhatsApp-Status.
Wenn auf Ausflügen heißer Kakao bestellt wird statt Aperol Spritz.
Wenn die Wäsche draußen nicht mehr trocknet.

Nonnengänse formieren sich zum Vogelzug. Foto: picture alliance / dpa
Wenn es am Himmel laut wird, weil die Vögel gen Süden ziehen. Bezaubernd und melancholisch zugleich.
Wenn die Katzen am Abend lieber kuschelig auf dem Sofa schmusen wollen, als draußen die Nacht zu erkunden.

Katzenglück auf dem Sofa. Foto: Stehr
Wenn voller Schreck und mal wieder viel zu spät die Frage aufkommt: „Was machen wir eigentlich Silvester?“
Wenn die Kinder mit ersten Wunschlisten zu Weihnachten um die Ecke kommen. Und Nikolaus ist ja auch noch.

Heute schon an Silvester denken. Foto: Roland Weihrauch/dpa/dpa-tmn
Wenn ich frühzeitig den Termin bei der Autowerkstatt zum Wechsel auf Winterreifen vereinbare und sich die Kollegin neue, rutschfeste Schuhe zulegt.
Wenn ein Gläschen Federweißer statt Grauburgunder oder Rhabarberschorle lockt.
Wenn auf dem Weg zur Arbeit das Fahrrad stehen bleibt und wieder das Auto bewegt wird, weil es morgens doch zu kalt ist.

Goldener Herbst. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Wenn sich die Blätter in die Ampelfarben Grün, Gelb, Rot wandeln und das Sonnenlicht wärmer wird, dann ist Goldener Herbst.
Wann ist für Sie der Sommer vorbei?
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