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Auf Motorrad

Verurteilter Mörder flieht bei begleitetem Freigang

Ein verurteilter Mörder ist bei einem begleiteten Freigang mit einem Motorrad geflohen. (Symbolbild)

Ein verurteilter Mörder ist bei einem begleiteten Freigang mit einem Motorrad geflohen. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Plötzlich brauste er mit dem Motorrad davon: Einem Straftäter ist trotz Begleitung die Flucht gelungen. Die Ermittler warnen und bitten die Bevölkerung um Mithilfe.

Von dpa Mittwoch, 17.06.2026, 20:00 Uhr

Hannover/Peine. Ein verurteilter Mörder ist bei einem begleiteten Freigang in Peine geflohen. Wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes Niedersachsen mitteilte, fuhr der Mann am Dienstagnachmittag auf seinem eigenen Motorrad davon. Der JVA-Mitarbeiter, der den Gefangenen begleitete, konnte das offenbar nicht verhindern. 

Nach Angaben des Justizministeriums in Hannover hatte der Straftäter während seines Freigangs gemeinsam mit dem Begleiter die Wohnung seiner Mutter besucht. „Nach ersten Erkenntnissen nutzte der Gefangene gegen 14.30 Uhr einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um sich mit seinem in dieser Garage abgestellten Motorrad zu entfernen“, teilte das Ministerium mit. Demnach war es der 38. Begleitausgang des Strafgefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge seien beanstandungslos verlaufen.

Er wurde wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung verurteilt

Da die Suche nach dem 192 Zentimeter großen und etwa 130 Kilogramm schweren Straftäter bislang erfolglos war, startete das Landeskriminalamt eine Öffentlichkeitsfahndung – mit Fotos, Namen und Personenbeschreibung des Mannes. Demnach trug der 42-Jährige bei seiner Flucht eine schwarze Motorradjacke, ein schwarzes T-Shirt mit Schriftaufdruck „Metallica“, eine schwarze Cargohose und schwarze Schuhe. 

Der Geflohene mit kurzen Haaren und Bart verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Das Landgericht Hildesheim stellte die besondere Schwere der Schuld fest, wie das Ministerium mitteilte. Der Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft ist demnach seit Oktober 2010 in Haft. 

Wer den Geflohenen sieht, soll sich ihm nicht nähern, sondern über den Notruf die Polizei verständigen. Nach Angaben des Landeskriminalamtes ist möglich, dass sich der Gesuchte bevorzugt in den Städten Peine und Kassel aufhält.

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