TVfL Stade zeigt sein Potenzial - der BSV holt zwei Titel
Maite Kira Conseil, Carlotta Reichert und Linn Hartlef (von links) freuten sich über persönliche Bestleistungen. Foto: Verein
Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Bremen konnten sich die Athleten des VfL Stade mit Bestleistungen steigern. Der Buxtehuder SV feierte sogar zwei Titel.
Landkreis. Die Norddeutschen Meisterschaften wurden für Männer und Frauen sowie die Altersklasse U18 ausgetragen. Der Buxtehuder SV war mit sieben Athletinnen und Athleten vertreten. Luzie Knebel (U18) holte den Titel über 1500 m und Jolea Langhoff wurde Meisterin der Frauen im Speerwerfen.
Luzie Knebel (U18) vom Buxtehuder SV, hier bei der DM, wurde jetzt norddeutsche Meisterin. Foto: Verein (Archiv)
Nach taktisch geprägtem Rennen auf den ersten 1000 m bei 32 Grad, setzte sich Luzie mit einer Tempoverschärfung an die Spitze des Feldes. 300 m vor dem Ziel zog sie ihren Endspurt an und siegte mit 20 m Vorsprung in 4:50,21 min. Die U16-Athletin Emily Messerschmidt freute sich in ihrem zweiten 1500 m Lauf über ihre neue Bestzeit mit 5:24,59 min.
Jolea Langhoff wollte sich in diesem Jahr mehr auf die Sprintdisziplinen konzentrieren, fand aber bei den Hamburger Meisterschaften wieder Gefallen an der Wurfdisziplin. Gleich im ersten Versuch legte sie in Bremen 37,67 m vor und setzte sich an die Spitze. An dieser Weite biss sich die übrige Konkurrenz die Zähne aus.
Gute Bedingungen mit noch zulässigem Rückenwind
Das nutzten die BSV-Sprinterinnen. Anna Ropers lief im Vorlauf der Frauen 12,54 sek und konnte sich für die Zwischenläufe qualifizieren. Ebenfalls in der Frauenklasse gefiel Larissa Weber, die sich über 200 m auf 26,85 sek steigerte und über 100 m in 13,04 sek nahe an ihre Bestzeit herankam. In der U18 wurde Amelie Fritsch mit einem neuen persönlichen Rekord belohnt. Sie ist nun bei 13,59 sek angelangt.
Die Leichtathletinnen und Leichtathleten des VfL Stade haben in Bremen acht persönliche Bestleistungen und fünf Platzierungen unter den besten Acht errungen.
Ein Ausrufezeichen setzte Bernice Amofa über 100 m Hürden der Frauen. Bei den Deutschen Meisterschaften hatte die niedersächsische Landesmeisterin mit 14,86 sek noch das Aus in der Vorrunde hinnehmen müssen.
T Clara Passauer schafft es in zwei Endkämpfe bei der DM
In Bremen steigerte sie sich im Vorlauf auf 14,37 sek und unterbot damit ihre bisherige Bestzeit. Im Finale wurde sie mit 14,18 sek Vierte. Wegen des zu starken Rückenwinds zählt diese Zeit allerdings nicht für die Bestenlisten. Im Hochsprung übersprang Amofa sicher 1,60 Meter und wurde Sechste.
Weitere VfL-Athleten steigern sich
Deutlich verbessert zeigte sich Noah Bölke (U18) über 110 m Hürden. Nachdem er bei der DM knapp am Halbfinale vorbeigeschrammt war, lief er nun eine neue Bestzeit von 14,83 sek und wurde Sechster.
Zur erfolgreichsten VfL-Athletin avancierte die erst 16-jährige Linn Hartlef, die sich gleich in drei Disziplinen steigerte. Über 100 m verbesserte sie sich von 12,98 auf 12,67 sek und wurde im Finale mit 12,69 sek Fünfte, über 200 m unterbot sie ihre Bestzeit in 27,02 sek. Den Höhepunkt aber setzte sie über 100 m Hürden: Nach 14,89 sek im Vorlauf steigerte sie sich im Finale auf 14,50 sek und wurde Fünfte in einem starken Feld. Mit dieser Zeit hätte sie die Norm für die deutschen U18-Meisterschaften unterboten.
Zwei weitere Bestzeiten steuerte Maite Kira Conseil bei: Über 100 m blieb sie erstmals unter 13 sek, über 200 m steigerte sie sich auf 26,44 sek. Sehenswert war auch der Auftritt der erst 14-jährigen Carlotta Reichert, die sich gegen die ältere U18-Konkurrenz behauptete und über 100 m in 13,18 sek ihre Bestzeit um 53 Hundertstel verbesserte.
Im Speerwurf erreichte Maxim Reich (U18) mit 41,75 m den Endkampf und wurde Siebter – an seine Bestweite von 45,49 m kam er nicht heran.
Der Stader 4x100 m-Mixedstaffel unterlief ein Wechselfehler, der zur Aufgabe führte.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.