TWahnsinn im Pokal: D/A erzielt Traumtore und Siefkes hält Elfer
Jannes Wulff (vorne) hat das 1:0 erzielt. Foto: Struwe
D/A steht im Finale des Niedersachsenpokals und träumt von der vierten DFB-Pokalteilnahme. In Oldenburg erzielte D/A drei wunderbare Tore und zeigte den nötigen Biss.
Drochtersen. Im Halbfinale des Niedersachsenpokals treffen am Samstagabend mit D/A und dem VfB Oldenburg zwei Schwergewichte der Regionalliga aufeinander. Und es entwickelt sich von Beginn an das intensive Duell, das im Vorfeld erwartet wurde.
Trainer Oliver Ioannou schickt im Marschwegstadion folgende Startelf aufs Feld. Torhüter Patrick Siefkes, Tjorve Mohr, Liam Giwah, Nico von der Reith, Jannes Elfers, Robin Kölle, Matti Steinmann, Dennis Rosin, Jorik Wulff, Jannes Wulff und Haris Hyseni.
Im Hinspiel der Regionalliga hatte D/A mit 4:3 einen Auswärtssieg gefeiert. Mohr erzielte den späten Siegtreffer, zuvor hatten Jannes Wulff und Hyseni (2) getroffen.
VfB-Stürmer Mats Facklam hat im Pokalspiel schon nach einem ersten sehenswerten Angriff das 1:0 auf dem Fuß. Da hat D/A Glück, dass der Oldenburger aus zentraler Position im Strafraum nicht platzierter schießt. Das Tempo ist gleich hoch, die Mannschaften suchen die Offensive. Es wird sich ein sehenswerter Schlagabtausch in der ersten Halbzeit entwickeln.
VfB hat Chancen und D/A macht es sehenswert und effektiv
D/A sorgt nach einem Freistoß für echte Gefahr. Dann muss Siefkes bei einem Schuss von Rafael Brand nachfassen. Großchance entschärft.
In der 19. Minute muss Elfers ein taktisches Foul ziehen. Er sieht Gelb und verletzt sich. Matti Cebulla muss ihn ersetzen. Der folgende Freistoß rauscht an den Pfosten, den anschließenden Kopfball fischt Siefkes runter. Das ist Unterhaltung. Kurz darauf ist Facklam schon wieder durch, aber Siefkes ist zur Stelle.

Matti Cebulla ersetzte den verletzten Jannes Elfers und erhöhte auf 2:0 vor der Pause. Foto: Struwe
Was täuscht: D/A ist durchaus im Spiel und ebenbürtig. Und dann schlagen die Drochterser in der 26. Minute zu. Jannes Wulff veredelt einen schönen Angriff zum 1:0. Sehenswert auch die Übersicht von Hyseni, der einen Pass durchlässt und die VfB-Abwehr so vor Probleme stellt.
In der Folge hat der VfB noch zwei Großchancen, D/A hat bei dem Abschluss von Drilon Demaj das nötige Glück, der Ball rauscht knapp am Pfosten vorbei.
Fußball-Regionalliga
T Neuzugang: D/A holt einen Torjäger aus der Nachbarschaft
In der Nachspielzeit zelebrieren die Drochterser dann Kurzpassspiel im gegnerischen Strafraum - schlicht lehrbuchmäßig - und Cebulla erhöht auf 2:0, auch das gekonnt.
Nach dem Seitenwechsel ist Kampf angesagt
Der VfB gibt sich vor 4103 Fans natürlich noch lange nicht geschlagen. Nach der Pause setzen die Gastgeber D/A ordentlich unter Druck. Erst nach zehn Minuten haben die Drochterser die erste längere Ballbesitzphase.
Dann verletzt sich auch noch Kapitän von der Reith, für ihn kommt Nikola Serra.
Nach der ersten richtig guten VfB-Chance, knapp vorbei, fährt D/A einen lehrbuchreifen Konter, den Rosin nach Querpass zum 3:0 (61.) vollendet. In der Folge verpufft der ganz große Druck des VfB.
Doch in der 73. Minute bekommen die Oldenburger einen Foulelfmeter zugesprochen. Mit dem Anschluss wären noch ganz heiße 20 Minuten auf die Drochterser zugekommen. Siefkes hält aber den schwach geschossenen Ball und der Nachschuss verfehlt das Tor um Weiten. D/A feiert die Aktion wie ein Tor.
Der VfB bleibt bemüht, doch D/A ist abgeklärt. Die Zeit läuft für die Kehdinger.
Kurz vor Spielende gelingt Taritas der 1:3-Anschlusstreffer (89.). Den Sieg gefährdet das nicht mehr.
D/A steht wieder im Finale und träumt von der vierten DFB-Pokalteilnahme.
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