TWiepenkathen geht am Stock und sieht sich nicht mehr als Titelkandidat
TSV Wiepenkathen war in Immenbeck etwas anfällig in der Defensive - vor allem bei Standards. Foto: Struwe (Archiv, nomo)
Das Titelrennen spitzt sich in der Kreisliga zu. Die Favoriten punkteten. Nur Wiepenkathen patzte. Das hat Gründe. Der TSV sieht sich selbst nicht als Aufstiegskandidaten.
Landkreis. TSV Eintracht Immenbeck - TSV Wiepenkathen 3:1.
Durch die Niederlage ist Wiepenkathen auf den dritten Platz abgerutscht. Stade II und Mu/Ku sind nun die Gejagten. Bützfleth und Lühe können und wollen zudem im Aufstiegskampf noch mitmischen.
Die Wiepenkathener Auswechselbank glich in Immenbeck einem Trauerspiel. Zwei Ersatzspieler saßen da. Schon in der 34. Minute musste Trainer Nils Zielesniak dann auch noch verletzungsbedingt den ersten Wechsel vornehmen. „Von großer Personalnot zu sprechen, ist noch harmlos ausgedrückt“, sagt Zielesniak.
Immenbeck feiert einen 3:1-Erfolg. Foto: FuPa/Schmietow (Archiv)
Der eigentliche Titelkandidat sei „blank“, was den Kader betrifft. „Das wird uns noch wochenlang beschäftigen“, sagt Zielesniak, weil Rückkehrer nach Verletzungen oder Krankheiten halt nicht gleich wieder bei 100 Prozent sind. Tom Martens beispielsweise spielte in Immenbeck, nachdem er aufgrund einer Weisheistzahn-OP zwei Wochen gefehlt hatte.
Kein Anspruch mehr, im Titelkampf mitzumischen
Angesprochen auf den sich zuspitzenden und spannenden Titelkampf reagiert der sonst kämpferische Zielesniak ein wenig resignierend. „In unserer Situation ist es nicht realistisch, im Titelrennen noch mitzumischen“, so der Trainer, „wir können nicht den Anspruch haben, ganz vorne zu stehen.“
Sollten die Wiepenkathner nach ihrer Personalnot noch in Schlagdistanz sein, wären sie froh, so Zielesniak. Große Hoffnungen will er sich da aber nicht machen. Das hört man zwischen den Zeilen heraus.

Timo Weseloh profitierte beim 2:1 von einem verstolperten Ball eines Wiepenkatheners. Foto: FuPa/Schmietow (Archiv)
In Immenbeck begegneten sich die beiden Bezirksliga-Absteiger in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Das Spiel war kein Leckerbissen, vieles spielte sich vornehmlich zwischen den beiden Strafräumen ab.
Der Gastgeber hatte zunächst aber ein klares Chancenplus. Otis Mürmann traf sehenswert aus der Distanz zum 1:0 (17.). Wiepenkathen ließ dann zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich liegen.
Nach dem Seitenwechsel wollte Wiepenkathen das Spiel mit Druck und Macht drehen. Das gefiel Zielesniak. „Wir waren da galliger am Ball.“ Manuel Detje gelang dann auch der schnelle Ausgleich nach einem Freistoß.
Ein Lattenkracher aus der Distanz brachte dann Immenbeck zurück ins Spiel. Der Gastgeber war fortan druckvoller und aggressiver. Timo Weseloh profitierte beim 2:1 von einem verstolperten Ball an der Strafraumgrenze. Bei Standards waren die Wiepenkathener in der Defensive oft am Schwimmen. Timo Dietrich traf folgerichtig nach einer Ecke zum 3:1. Immenbeck hätte auch höher gewinnen können.
„Wir hätten es trotz unserer Situation besser machen können“, sagte Zielesniak. „Wir hatten nur wenige gute Momente.“ Zudem brach der Rumpfkader konditionell ein. Der TSV Wiepenkathen muss eine schwierige Phase überstehen - und den eigentlich angepeilten Wiederaufstieg wohl begraben.
Tore: 1:0 (17.) Mürmann, 1:1 (48.) Detje, 2:1 (61.) Weseloh, 3:1 65.) Dietrich.
Fußball-Regionalliga
T Rosin und Mohr schießen D/A zum Sieg gegen die beste Abwehr der Liga
MTV Himmelpforten - VfL Güldenstern Stade II 2:3.
MTV-Keeper Calvin Plath hielt einen Strafstoß und damit Himmelpforten im Spiel, das nach dem Seitenwechsel mit einem Doppelschlag von Christoph Löh zurückschlug. Trotz der Niederlage sah Trainer Sandro Vollmers eine „gute Reaktion auf das Debakel von letzter Woche“ und „eines der guten Spiele meiner Mannschaft.“ Stade hingegen übernimmt aufgrund des Ausrutschers von Wiepenkathen den Platz an der Tabellenspitze. Tore: 0:1 (14.) Junge, 0:2 (34.) Hartmann, 1:2 (54.) und 2:2 (55.) beide Löh, 2:3 (70.) Hartmann.
SV Ahlerstedt/Ottendorf III - FC Mulsum/Kutenholz 4:5.
Eine gute Anfangsphase und eine dominante Schlussphase half A/O nicht zu wichtigen Zählern im Kampf um den Klassenerhalt. „Die Mentalität zum Schluss war top, wir haben Mu/Ku an die Wand gespielt“, sagt Trainer Tom Luka Stelling. „Leider haben wir die Kugel nicht oft genug über die Linie bekommen.“ Tore: 1:0 (2.) Haas, 1:1 (31.) F. Marzog, 1:2 (26.) Gerken, 1:3 (40.) N. Marzog, 1:4 (57.) Holst, 1:5 (60.) Müller, 2:5 (63.) Nikutowski, 3:5 (81.) und 4:5 (90.+1) beide Haas.
MTV Hammah II - SG Lühe 1:4.
Die SG Lühe feiert innerhalb von nur drei Tagen den zweiten Sieg und bleibt ein fester Bestandteil des oberen Tabellendrittels. Mit einem Dreierpack war Tom-Lennart Junge der Mann des Nachmittags aus Altländer Sicht. Hammah bewies sich zwar als konkurrenzfähig, bleibt aber dennoch abgeschlagener Kreisliga-Letzter. Tore: 0:1 (4.) Neufang, 0:2 (22.), 0:3 (31.) und 0:4 (38.) alle Junge, 1:4 (70.) Jafari.
TuSV Bützfleth - VSV Hedendorf/Neukloster II 4:1.
Die VSV reaktivierten ihren ehemaligen Bezirksliga-Knipser Jan-Hendrik Scheppeit, trotzdem erfüllte Bützfleth die Favoritenrolle mühelos. Süleyman Yaman traf dreifach, sodass Bützfleth oben dran bleibt, Hedendorf hat weiterhin ein kleines Polster nach unten. Tore: 1:0 (4.) S. Yaman, 1:1 (11.) Jaidi, 2:1 (15.) Henn, 3:1 (37.) und 4:1 (75.) beide S. Yaman.
SSV Hagen - FC Wischhafen/Dornbusch 3:1.
Nach der Führung schöpfte Wischhafen kurz Hoffnung, ein Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt setzen zu können. Letztlich drehte der SSV Hagen das Geschehen jedoch und klettert auf den achten Platz. Wischhafen ist als Vorletzter nur noch mit einer schnell eintretenden Siegesserie zu retten. Tore: 0:1 (8.) Schütt, 1:1 (29.) Ruiz Cortes, 2:1 (36.) Peintak, 3:1 (48.) Offermann.
Kreisliga Hamburg
Buxtehuder SV - SV Wilhelmsburg 8:1.
Der BSV erledigt die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenvorletzten, schraubt das Ergebnis aber erst in der Schlussphase deutlich in die Höhe. „Das war kein Glanzspiel von uns“, sagt Trainer Salim Aichaoui. „Die erste Halbzeit hat mir überhaupt nicht gefallen, danach haben die Jungs dann aber Gas gegeben.“ Damit bleibt er BSV weiterhin als enteilter Ligaprimus auf Bezirksliga-Kurs. Tore: 1:0 (12.) Tarkocin, 2:0 (19.) Kalpaktsis, 2:1 (46.) Sadat, 3:1 (51.) Tarkocin, 4:1 (65.) Arab, 5:1 (74.) Faruke, 6:1 (75.) Aydin, 7:1 (85.) und 8:1 (90.) beide Mulweme.
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