Flüchtlinge im Kreiswehrersatzamt
Das Kreiswehrersatzamt stand lange leer und wurde jetzt von der Stadt zu einer Asylunterkunft umgebaut. Donnerstag ziehen die ersten Menschen ein. Foto Strüning
Am Donnerstag werden die ersten Flüchtlinge in das ehemalige Kreiswehrersatzamt in Stade einziehen. Das hat Bürgermeisterin Silvia Nieber am heutigen Dienstag während eines Pressegesprächs bekannt gegeben.
Monatelang hatte die Stadt mit Erfolg versucht, die Asylbegehrenden dezentral in kleineren Wohneinheiten unterzubringen. Jetzt stößt sie mit dieser Vorgehensweise an ihre Grenzen. Innerhalb einer Woche werden ihr 150 neue Flüchtlinge zugewiesen, so dass die Zahl in der Stadt auf 820 steigt. Maximal 100 von ihnen werden im ehemaligen Kreiswehrersatzamt untergebracht. Zudem werden voraussichtlich bis zu 50 Flüchtlinge im Boardinghouse in Ottenbeck wohnen. Gleichzeitig treibt die Stadt Neubauten voran. Zwei „Schlichtwohnheime“ werden im Sophie-Scholl-Weg ebenfalls in Ottenbeck gebaut. Sie sind Ende Juni bezugsbereit. Hier können insgesamt 100 Menschen einziehen.