Mehr Verkehrstote in Niedersachsen und Hamburg
Ein Motorrad und ein Fahrrad liegen am 18. September 2014 in Hamburg nach einem Unfall auf der Straße. Bei dem Zusammenstoß im Stadtteil Lohbrügge wurden zwei Menschen verletzt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen und Hamburg ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen. 2014 kamen auf den Straßen Niedersachsens 446 Menschen ums Leben, in Hamburg waren es 38.
In Niedersachsen waren es acht Prozent mehr als im Jahr 2013, wo mit 412 Menschen ein historischer Tiefstand seit Einführung der amtlichen Verkehrsunfallstatistik 1953 erreicht wurde. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit. Damit lag der Anstieg in Niedersachsen deutlich über dem bundesweiten Zuwachs im vergangenen Jahr, wo im Schnitt aller Bundesländer 0,9 Prozent mehr Menschen im Straßenverkehr starben, genau 3368.
Auf den Straßen in Hamburg sind im vergangenen Jahr 38 Menschen tödlich verunglückt. Das waren 12 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 46,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Unter den Bundesländern verzeichnete nur Bremen einen stärkeren Anstieg, allerdings auf einem sehr viel niedrigeren Niveau in absoluten Zahlen. Im Vergleich der Stadtstaaten sind Hamburgs Straßen mit 22 tödlich Verunglückten je eine Million Einwohner deutlich gefährlicher als die in Berlin mit einer Quote von nur 15 und in Bremen mit 18 Verkehrstoten. Insgesamt verunglückten im vergangenen Jahr 9854 Menschen in Hamburg, eine Zunahme von 4,3 Prozent im Vergleich zu 2013. (dpa/st)