17.01.2017, 10:59
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Maschinenschaden: Frachter "Cape Leonidas" blockiert die Unterelbe
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  Wieder sitzt ein Schiff auf der Elbe fest
Die havarierte Indian Ocean ist wieder frei
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HAMBURG. Der Schiffsverkehr von und nach Hamburg ist seit dem frühen Morgen nördlich von Schwarztonnensand bei Drochtersen unterbrochen. Nach einem Maschinenschaden blockierte das Frachtschiff "Cape Leonidas" das Hauptfahrwasser vor Kollmar, teilte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) am Dienstagmorgen in Hamburg mit.

Das Schiff hatte nach dem Schaden um 4.15 Uhr zunächst Anker geworfen, war dann aber von vier Schleppern in die Hauptfahrrinne gezogen worden. Es liegt nicht auf Grund. "Es besteht keine Gefahr, dass Ladung oder Treibstoff in die Elbe gelangt", sagte Jürgen Behm vom Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg (WSA) dem TAGEBLATT. Nur Kleinschiffahrt könne das Schiff derzeit passieren, einige Frachter liegen auf Reede.

Der 292 Meter lange und 45 Meter breite Massengutfrachter (Tragfähigkeit: 180.149 Tonnen) war auf dem Weg zum Hansaport und ist mit 130.000 Tonnen Eisenerz beladen, nach einem Maschinenschaden warf der Kapitän die Anker. Mittlerweile wird das Schiff von Schleppern in der Fahrrinne gehalten.

Schiff ist in Bewegung

Nachmittags trieb das Schiff, gesichert mit Schleppern, bei auflaufendem Wasser in Richtung Hamburg, gegen 16 Uhr passierte es Stadersand. "Die Schiffsschraube dreht sich wieder leicht, die Maschine läuft wieder", sagt Behm. Ziel sei es, den Hansaport in Schlepperbegleitung zu erreichen - gegen 19 Uhr.

Das Schiff fährt unter der Flagge der Marshall Inseln, Heimathafen ist Majuro. Der Frachter ist 2010 gebaut worden. Er soll auf die niedersächische Seite gezogen werden, damit der Schiffsverkehr eingeschränkt weitergehen kann. Aufgrund seines Tiefgangs (15,10 Meter) kann der Frachter seine Fahrt - auch mit Schlepperhilfe - zurzeit nicht fortsetzen.

Laut WSA soll der Riese bei auflaufendem Wasser  - gegen 16 Uhr - von vier Schleppern nach Hamburg geschleppt werden. Um 19 Uhr soll die "Cape Leonidas" dann beim Hansaport ankommen.

Im Februar 2016 war die 400 Meter lange „CSCL Indian Ocean“ – mit einer Ladungskapazität von 19 000 Standardcontainern immerhin eines der größten Containerschiffe der Welt - vor Grünendeich nach einem Ruderschaden auf Grund gelaufen und konnte erst Tage später freigeschleppt werden. Das TAGEBLATT berichtete.

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