Schwerer Unfall überschattet Blütenfest in Jork
Bei einem Verkehrsunfall sind am Sonnabend kurz nach 12.30 Uhr in Jork auf der K26 vier Personen schwer verletzt worden. Die Kreisstraße war mehr als zwei Stunden lang voll gesperrt, nachdem zwei Pkw zusammengestoßen waren. Einer der Pkw bohrte sich in eine Hauswand.
Ein Hamburger (32) war mit seinem fast 500 PS starken Audi RS6 auf der Kreisstraße K26 in Richtung Autobahn A26 unterwegs. Auf der Kreuzung der Straßen "Jorkerfelde, Am Fleet, Westerminnerweg" rammte ein Skoda-Fahrer (69) einen Audi. Der Skoda-Fahrer wollte mit seinem schwarzen Kombi vom Festplatz auf die K26 abbiegen. Dabei nahm der Rentner aus dem Landkreis Cuxhaven dem Hamburger die Vorfahrt, so die Polizei.
Allerdings hatte der Audi-Fahrer nach Aussage von Zeugen an der Ampel noch einmal kräftig Gas gegeben, als diese von "Grün" auf "Gelb" umsprang.
Der Audi kam durch die Wucht des Aufpralls von der Straße ab und schoss über den Gehweg. Der Audi rammte einen geparkten Polo, das löste eine Kettenreaktion aus; zwei weitere Pkw wurden beschädigt. Der Audi bohrte sich in eine Hauswand, im Schlafzimmer wurde der Heizkörper aus seiner Verankerung gerissen. Glücklicherweise hielt sich niemand in dem Zimmer auf, die Carrera-Autorennbahn der Kinder stand direkt an der Hauswand.
Im Audi saß nur der Fahrer (32). Im Skoda saßen drei Personen. Alle vier wurden laut Polizei schwer verletzt und nach der Erstversorgung durch zwei Notärztinnen und Notfallsanitäter des DRK ins Krankenhaus gebracht - nach Buxtehude, Stade und Harburg.
Der Skoda kam direkt am Fleet zum Stehen und drohte ins Wasser zu rutschen, die Feuerwehr sicherte den Pkw.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Jork, Ladekop und Hove mit 50 Freiwilligen. Sechs RTWs waren im Einsatz, insgesamt mussten acht Personen versorgt werden. Mehrere Anwohner und Zeugen erlitten einen Schock.
Der alarmierte Rettungshubschrauber konnte wieder abdrehen.
Der Blütencorso konnte stattfinden, Feuerwehrkameraden aus Ladekop übernahmen die Absicherung, so dass die Jorker sich weiter um den Unfall kümmern konnten.
Mehr zum Unfall lesen Sie am Sonntagabend im Abo-Bereich von tageblatt.de und am Montag im TAGEBLATT.