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Buxtehude soll selbst bauen

Buxtehude soll selbst bauen

Linke: Normale Bürger können sich Leben in der Stadt nicht mehr leisten

Dienstag, 15.03.2016, 17:12 Uhr

„Die Wohnraumanalyse bestätigt die Politik der Linken in Buxtehude“, meint Klemens Kowalski, Ratsmitglied für Die Linke. Die Wohnraumanalyse der Firma ssr-dortmund wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung, Ortschaftsangelegenheiten und Umweltschutz vorgestellt (das TAGEBLATT berichtete) und enthält nach Ansicht der Linken kommunalpolitischen Sprengstoff. Kowalski: „Die Analysten haben herausgearbeitet, dass Erwerberhaushalte Buxtehude verlassen. Der normale Angestelltenhaushalt kann sich Buxtehude nicht mehr leisten.“

Ein Grund dafür sind nach Ansicht der Linken auch die Mietpreissteigerungen. Laut Studie steigen die Mietpreise pro Jahr in Buxtehude dreimal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

Benjamin Koch-Böhnke, Parteivorsitzender in Buxtehude: „Die Studie zeigt auch, dass Wohnraum für Niedrigverdiener nicht vorhanden ist. Immerhin gehören 17 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner zum Niedrigeinkommensbereich.“ Die Vertreter der Linken lassen kein gutes Haar an der politischen Konkurrenz. Kowalski: „Auf der letzten Ratssitzung hatten wir noch versucht, die Baulandpreise für das Baugebiet in Eilendorf massiv zu senken. Einmal für Familien mit Kindern und Nachlässe beim Baulandpreis von bis zu 75 Prozent, um sozialen Wohnraum zu schaffen. Alle anderen Parteien haben das abgelehnt und es für nicht nötig angesehen.“ Kowalski weiter: „Egal ob SPD, CDU, Grüne oder der Rest, sie können und wollen es einfach nicht.“ Koch-Böhnke macht auch der Verwaltungsspitze und der Bürgermeisterin schwere Vorwürfe: „Unser Ratsmitglied hatte bereits 2013 einen Antrag gestellt, um Bauland für Familien günstiger und gefördert zur Verfügung zu stellen. Aber die Spitze der Stadt hat keinen Finger gerührt die Vorlage durch die Gremien zu lassen. Man muss befürchten, dass die Spitze der Stadtverwaltung auch das geplante Baugebiet in der Giselbertstraße zu einem Luxusprojekt machen will. Dabei wäre es notwendig, dass die Stadt selbst Bauherr und Vermieter wird.“

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