Grundstück ist reif für die Bebauung
V Anstatt Gras und Büsche soll auf dem Fredenbecker Baugrundstück bald ein Mehrgenerationen-Wohnpark wachsen. Foto: Kordländer
Der Fredenbecker Mehrgenerationspark zwischen Fredenbeck und Deinste ist jetzt baureif.
Gemeindedirektor Ralf Handelsmann und Investor Dr. Wolfgang Röhr haben während der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend die Vereinbarungen zwischen Kommune und Unternehmer unterzeichnet, nachdem die Ratsmitglieder die Satzung beschlossen hatten.
Jetzt können die Bauarbeiten beginnen. Das ganze Bauleitverfahren musste im vergangenen Jahr neu aufgelegt werden, da der neue Investor Wolfgang Röhr die Häuser entgegen alten Planungen jetzt grundsätzlich nach Süden ausrichten will. Aufstellungsbeschluss, Abwägungsbeschluss und Satzungsbeschluss hatte der Rat deswegen neu anzuschieben. Auf dem zweieinhalb Hektar großen Grundstück, auf dem bislang nur Büsche und Gras sprießen, soll ein moderner und zeitgemäßer Mehrgenerationen-Wohnpark mit öffentlichen Einrichtungen entstehen, wie es ihn im Landkreis Stade bislang noch nicht gibt. In das Projekt sollen mehr als 30 Millionen Euro investiert werden. Bis zu 8o Arbeitsplätze könnten nach Fertigstellung neu geschaffen werden, so die jetzigen Planungen.
Das „Quartier am Golfplatz“ soll mehr als eine Wohnsiedlung mit Häusern und Gärten werden. Die geplanten Wohnungen sollen zwischen 55 und 140 Quadratmeter groß werden. Ideengeber und Visionär Thomas Osterkamp möchte auf dem Grundstück zusammen mit Röhr generationsübergreifendes Wohnen mit ineinander ragendem Service schaffen.
In dem Unternehmen von Röhr hat Osterkamp einen Investor gefunden, der dessen Visionen in die Realität umsetzen möchte. Es ist geplant, das Projekt bis Ende 2017 festiggestellt zu haben.
Visionär Osterkampf wünscht sich, dass ein Wohnkonzept quer durch die Generationen mit Altenheim, Arztpraxen, einer Apotheke, einem Café und weiteren Angeboten erstellt wird.
Gebaut werden sollen rund 70 Appartements in sechs Wohnvillen sowie knapp 60 Pflegeappartements, die barrierefrei in die bereits vorhandene Infrastruktur des Ortes und die umgebende Natur eingebettet werden.
Investor Röhr liegt besonders am Herzen, dass die Wohnungen zusammen mit den Serviceangeboten den Menschen bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Gleichzeitig sollen aber auch mit speziellen Angeboten junge Familien – mit und ohne Kinder – besonders attraktive Wohnungen vorfinden. Die Fredenbecker Samtgemeinde plant, in das „Quartier“ einen neuen Kindergarten einzubinden. Im Umfeld der Wohnungen sollen Wellnessbereiche, ein Pflegebereich, Tagespflege und ein Pflegenhotel für ältere Menschen, Spielplatz für Kinder, Mobilitätsstationen sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen geschaffen werden. Erste Interessenten haben sich bereits vormerken lassen.
Investor Röhr hat die zu bebauende Fläche längt gekauft. Projektentwickler ist die „Villa Vitalia AG“ mit Sitz in Hamburg.
Röhrs bezeichnete während der Planungsphase des Fredenbecker Baugrundstück einmal als als „Idealen Ort“ für Mehrgenerationen-Wohnen. „Es gibt im Umfeld des Dorfes viel Natur und im Ort viele nette Menschen.“