62 Unternehmen nach Hamburg geholt
Der Neustart der Hamburgischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (HWF) trägt Früchte. So hat sich die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze im vergangenen Jahr auf 1500 nahezu verdoppelt. Zuzüglich der durch Expansionshilfen gesicherten Jobs liege das Ergebnis der städtischen Gesellschaft sogar bei 7 400 Arbeitsplätzen, berichtete HWF-Geschäftsführer Rolf Strittmatter (2014: 4300).
Der Neustart der Hamburgischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (HWF) trägt Früchte. So hat sich die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze im vergangenen Jahr auf 1500 nahezu verdoppelt. Zuzüglich der durch Expansionshilfen gesicherten Jobs liege das Ergebnis der städtischen Gesellschaft sogar bei 7 400 Arbeitsplätzen, berichtete HWF-Geschäftsführer Rolf Strittmatter (2014: 4300).
Auch die ausgelösten Investitionen nahmen von 179 Millionen auf 333 Millionen Euro sprunghaft zu. „Wir haben in fast allen Bereichen zulegen können, insbesondere bei den zusätzlichen Arbeitsplätzen. Einmal mehr gilt, dass die Hansestadt Hamburg das wirtschaftliche Zentrum Nordeuropas ist.“ Strittmatter steht seit rund einem Jahr an der Spitze der Gesellschaft, die zuvor sinkende Ansiedlungszahlen vermeldet hatte.
62 Unternehmen wurden 2015 im Stadtstaat neu angesiedelt, dazu 44 Firmen von der HWF bei Betriebserweiterungen unterstützt und so von einem Wegzug abgehalten. Von den neuen Jobs gingen gut 300 auf Neuansiedlungen zurück, 1200 auf die Expansion von Bestandsfirmen. Die meisten Neuzugänge kamen wieder einmal aus China (12), gefolgt von Russland (9) und Deutschland (7).
Nach Hamburg lockten die Wirtschaftsförderer 2015 unter anderem die Industrial Commercial Bank of China, den Weltmarktführer für Containerbrücken ZPMC (ebenfalls China), die Airbus-Start-Up-Schmiede BizLab Aerospace Accelerator, die Nautische Zentrale der Kreuzfahrtreederei Costa, (Carnival Maritime, Italien) sowie den kanadischen Social-Media-Dienstleister Hootsuite.
2016 möchte Strittmatter weiter zulegen. Allerdings stelle der wachsende Bedarf an Wohnraum für die Wirtschaftsförderung eine besondere Herausforderung dar. „Die Hauptaufgabe besteht nicht darin, Nachfrage von Unternehmen zu generieren, sondern den Raum für Expansionen zu schaffen.“ Die HWF entwickele gerade Vorschläge, wie die Ziele vermehrter Firmenansiedlungen und die Wohnungsbauoffensive unter einen Hut passen. Ein Pfund könnte dabei das Industriegebiet Billbrook/Rothenburgsort werden, das im Zuge der Aufwertung des Hamburger Ostens größere Gewerbeflächen bereitstellen soll. Ausdrückliches Ziel der Wirtschaftsförderer ist es überdies, mehr Europazentralen großer Unternehmen an die Elbe zu holen.
Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) kündigte an, die Struktur des HWF besser auf die Anforderungen auszurichten. Die Gesellschaft werde zur „One-Stop-Agency“ umgebaut. Im Klartext: Ansiedlungswillige Firmen sollen nicht länger auf Odyssee durch den Behördendschungel gehen müssen, sondern alle Dienstleistungen über die HWF aus einer Hand erhalten.