Zähl Pixel
Archiv

Wisch: Bebauungsplan soll aufgestellt werden

Diese Karte zeigt den Ort, in dem der neue Bebauungsplan liegen soll. Rot markiert ist das denkmalgeschützte Hauptgebäude des Resthofs am Burweg 9. Karte: Google Maps

Diese Karte zeigt den Ort, in dem der neue Bebauungsplan liegen soll. Rot markiert ist das denkmalgeschützte Hauptgebäude des Resthofs am Burweg 9. Karte: Google Maps

Nach vielen Kontroversen um die Bauvoranfrage eines Investors, der einen denkmalgeschützten Resthof am Burweg in Wisch zu einer Wohnanlage für 13 Parteien umbauen möchte, hat der Jorker Rat sich jetzt doch entschieden, einen Bebauungsplan (B-Plan Nr. 60) aufzustellen.

Von Anping Richter Donnerstag, 27.10.2016, 19:27 Uhr

Der Geltungsbereich, der sowohl einen bisher als landwirtschaftlich sowie einen als Dorfgebiet/ Mischgebiet ausgewiesenen Bereich umfasst, soll komplett zu einem Mischgebiet entwickelt werden, um sowohl Wohnen als auch gewerbliche Nutzung zu ermöglichen. Während die Ratsfraktionen sich im Vorwege keineswegs einig waren, erfolgte der Beschluss nun einstimmig; die voraussichtlichen Planungskosten werden auf 5000 Euro geschätzt. „Für uns ist das aber nicht im Stein gemeißelt“, merkte Ernst Tilsner für die SPD-Fraktion an. Er bemängelte, dass die Ratsmitglieder zu spät informiert worden seien. Die Vorlage sei erst tags zuvor zugänglich gewesen.

Eine Veränderungssperre ist mit dem B-Plan – bisher – nicht verbunden. Dafür hatte die Ladungsfrist nicht ausgereicht, berichtete Bürgermeister Gerd Hubert.

Wie berichtet, hofft Eigentümer Werner Behr, das unter Denkmalschutz stehende Haus von 1664 bald an den ernsthaft interessierten Hamburger Investor verkaufen zu können, der eine umfangreiche Sanierung plant. Der Sanierungsbedarf sei dringend. Sollte eine Veränderungssperre kommen, will Behr rechtlich prüfen lassen, ob sein Haus herausgenommen werden könne.

Der Entwurf des B-Plans, der nun ins Verfahren geht, sieht so aus: Das denkmalgeschützte Gebäude sowie ein Gebäude südlich und eines östlich davon sollen von Baugrenzen umfasst werden, um die historische Hofstelle im Bestand zu sichern. Im südlichen Bereich könnte eine Stellplatzanlage entstehen. Im nordöstlichen Bereich wird ein Wohngebäude mit maximal drei Wohneinheiten vorgesehen.

In dieser Jorker Verwaltungsvorlage markiert die gestrichelte Linie das Gelände des Resthofs und den Geltungsbereich des zukünftigen Bebauungsplans. Die blau umrandeten Gebäude markieren die in ihrem Bestand zu sichernde Hofstelle, die rot durchkreuzten Nebengebäude dürften demnach zukünftig entfallen.

Die gestrichelte Linie markiert das Gelände des Resthofs und den Geltungsbereich des zukünftigen Bebauungsplans. Die blau umrandeten Gebäude markieren die in ihrem Bestand zu sichernde Hofstelle , die rot durchkreuzten Nebengebäude dürften

Die gestrichelte Linie markiert das Gelände des Resthofs und den Geltungsbereich des zukünftigen Bebauungsplans. Die blau umrandeten Gebäude markieren die in ihrem Bestand zu sichernde Hofstelle , die rot durchkreuzten Nebengebäude dürften

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.