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Großbrand zerstört Wohnhaus

Mit Hilfe der Drehleiter aus Stade bekämpften die Feuerwehrleute die immer wieder aufflackernden Glutnester im Reetdach. Foto Kordländer

Mit Hilfe der Drehleiter aus Stade bekämpften die Feuerwehrleute die immer wieder aufflackernden Glutnester im Reetdach. Foto Kordländer

Weithin sichtbar war der Feuerschein, als in der Nacht zu Freitag in Guderhandviertel ein reetgedecktes Wohnhaus lichterloh brannte. Gegen 2 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Mit über 90 Freiwilligen rückten die Brandschützer an.

Von Hans-Lothar Kordländer Freitag, 20.11.2015, 17:35 Uhr

Sie konnten das Gebäude allerdings nicht mehr retten. Den Sachschaden gab die Feuerwehr mit 300 000 Euro an. Menschen sind zum Glück nicht verletzt worden.

Wie Polizeisprecher Rainer Bohmbach berichtete, habe eine Frau einen lauten Knall gehört, sie sei so auf den Brand im Nachbarhaus aufmerksam geworden und habe sofort ihre mit im Haus lebenden Eltern geweckt. Auch den Bewohner des brennenden Hauses, der sich zu der Zeit mit seinem Hund im Wohnzimmer vor dem Fernseher befunden habe, schreckte der Knall auf. Als der 37-Jährige dann vor die Tür getreten sei, habe er Flammen und Rauch bemerkt. Über den Notruf alarmierte er dann die Feuerwehr.

„Wir wurden zu einem angeblichen Brand eines Autos neben dem Haus gerufen“, berichtete Feuerwehrsprecher Uwe Lutz. „Doch als wir am Einsatzort eintrafen, stand der Giebel bereits in hellen Flammen.“ Das Feuer habe sich rasend schnell über das gesamte Reetdach ausgebreitet. So hätten sich die Einsatzkräfte zunächst um den Schutz der nahe stehenden Nachbarhäuser gekümmert. Der Brand habe innerhalb von 30 Minuten so weit gelöscht werden können, dass keine Gefahr mehr für die Nachbarhäuser bestand. Jedoch hätten immer wieder aufflackernde Brandnester im Dach laufend abgelöscht werden müssen.

Alarm wurde für die Ortsfeuerwehren Guderhandviertel, Neuenkirchen, Mittelnkirchen, Steinkirchen und Grünendeich gegeben. Mehr als 90 Helfer rückten an. Zusätzlich angefordert wurde die Drehleiter des ersten Zuges der Stadt Stade. Hiermit konnten die Glutnester von oben gelöscht werden. Letztendlich wurde das brennende Haus in eine Schaumdecke eingehüllt.

Zeitweise musste während der Brandbekämpfung von den Helfern schwerer Atemschutz eingesetzt werden, um sie vor beißendem und vermutlich auch gefährlichem Rauch zu schützen. Da eine große Anzahl dieser Geräte benötigt wurde, forderte die Einsatzleitung rund um Gemeindebrandmeister Andreas Hölting auch einen Atemschutzcontainer an, mit dem der zweite Zug der Stadt Stade anrückte.

Die restlichen Löscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hinein. Ein Rettungswagen war wegen Gefahren beim Einsatz in Bereitstellung gegangen, die Mannschaft brauchte aber zum Glück nicht einzugreifen.

Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei bittet Zeugen, sich mit der Polizeistation in Steinkirchen unter 0 41 42 / 81 19 80 in Verbindung zu setzen.

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