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Kürzere Wege zum Recht

Justizfachwirtin Eileen Marucha (links) und Rechtspflegerin Kathrin Schröter wechseln sich mit fünf Kolleginnen bei der Beratung im Bürgerbüro ab. Foto Helfferich

Justizfachwirtin Eileen Marucha (links) und Rechtspflegerin Kathrin Schröter wechseln sich mit fünf Kolleginnen bei der Beratung im Bürgerbüro ab. Foto Helfferich

Das Amtsgericht Stade hat als eines der ersten Gerichte in Niedersachsen ein Bürgerbüro eingerichtet. Seit Anfang Dezember gibt es für Ratsuchende in Eingangsnähe eine zentrale Anlaufstelle.

Freitag, 11.12.2015, 14:50 Uhr

Das Amtsgericht Stade hat als eines der ersten Gerichte in Niedersachsen ein Bürgerbüro eingerichtet. Seit Anfang Dezember gibt es für Ratsuchende in Eingangsnähe eine zentrale Anlaufstelle.

Als unübersichtlich und wenig behindertengerecht erlebt auch Amtsgerichtsdirektor Willi Wirth das altehrwürdige Gerichtsgebäude mit seinen Anbauten am Wilhadikirchhof. Die Orientierung soll mit dem Bürgerbüro erleichtert werden. Es befindet sich gleich links vom Eingang in den Zimmern 7 und 8, in unmittelbarer Nähe des über den Hof erreichbaren Fahrstuhls. Im Raum 9 wurde zudem eine Wartezone eingerichtet, sowohl für das Bürgerbüro als auch für den Sitzungssaal 10.

Im Bürgerbüro werden Dinge erledigt, die ohne Spezialkenntnisse und ohne Akten zu bearbeiten sind. „Sobald Akten im Spiel sind, ist man hier falsch“, schränkt Wirth ein. Dann müssen sich die Ratsuchenden direkt an die Geschäftsstelle wenden. Wo diese ist, erklären die aber auch die Mitarbeiterinnen im Bürgerbüro.

Geht es um Grundbuchauszüge, Anträge nach dem Gewaltschutzgesetz, einen Beratungshilfeschein oder etwa einen Räumungsschutzantrag, sind die Besucher im Bürgerbüro richtig. „So sollen weite Wege in dem komplizierten Gebäude erspart werden“, erklärt der Amtsgerichtsdirektor, „wir werden publikumsfreundlicher, auf der anderen Seite reduzieren sich die Störungen für die Mitarbeiter.“

Das Bürgerbüro ist jeden Vormittag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Am Donnerstag ist zudem der Anwaltsverein vor Ort und bietet Bürgern mit geringem Einkommen eine Rechtsberatung.

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