Versuchter Totschlag vor Gericht
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Kaum gestartet, wurde der Prozess wegen versuchten Totschlags vor dem Stader Landgericht schon unterbrochen.
Da der psychiatrische Sachverständige beim Auftakt nicht dabei sein konnte, wurde am Freitag nur die Anklage verlesen. Verantworten muss sich ein 63-jähriger Stader. Er soll im Dezember des vergangenen Jahres seinen Mitbewohner mit einer Küchenwaage und einem Messer attackiert haben, nachdem dieser sich über zu lautes Fernsehen beschwert hatte. Dabei soll der 63-Jährige seinem Opfer einen 21 Zentimeter langen Schnitt am Hals und einen tiefen Stich in den Oberkörper versetzt haben. Anschließend soll er versucht haben, den Mitbewohner mit einem Kissen zu ersticken. Der Beschuldigte habe erst von seinem Opfer abgelassen, als Nachbarn und Polizei an der Tür klopften. Der Prozess wird am Donnerstag, 16. Juni, fortgesetzt.