Koordinatorin für Flüchtlinge
Cosma Lemmen.
Cosma Lemmen vermittelt für die Handwerkskammer Asylsuchende in Betriebe.
Flüchtlinge in eine Ausbildung im Handwerk zu vermitteln ist das Ziel des „Integrationsprojekts Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA)“, das das niedersächsische Wirtschaftsministerium mit den Handwerkskammern ins Leben gerufen hat. Seit Jahresbeginn gibt es dafür in Stade eine Koordinatorin: Cosma Lemmen.
Sie wählt Flüchtlinge aus, die für eine „Kompetenzfeststellungsmaßnahme“ in Frage kommen, vermittelt sie in Betriebe und unterstützt bei Bewerbungsunterlagen. „Wir erwarten in den kommenden Monaten eine steigende Nachfrage aus den Handwerksbetrieben, die Flüchtlinge beschäftigen wollen, umgekehrt auch aus den Kommunen und Flüchtlingseinrichtungen, die Flüchtlinge in unserem Projekt unterbringen wollen“, sagt Kammerhauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer.
Die Einstellung der neuen Ansprechpartnerin sei ein wichtiger Schritt, um auf diese Nachfrage zu reagieren. Cosma Lemmen ist Diplom-Übersetzerin für Spanisch und Portugiesisch. Sie hat beruflichen Erfahrungen in der Projektarbeit im Bereich der Akquise, der Fortbildung und der Integration von ausländischen Fachkräften in den Arbeitsmarkt. Als Koordinatorin im Projekt IHAFA vermittelt die 33-Jährige zwischen Flüchtlingen und Betrieben. Gleichzeitig unterstützt sie die Vernetzung mit der Agentur für Arbeit und den weiteren Netzwerkpartnern in der Region.
Bereits im März startet die erste Maßnahme im Technologiezentrum der Handwerkskammer in Stade. Sie umfasst neben berufsbezogenem Deutschunterricht jeweils einen dreiwöchigen fachpraktischen Teil in den Werkstätten sowie ein fünfwöchiges Betriebspraktikum. Hierfür werden aktuell noch Betriebe gesucht, die bereit sind, einen Flüchtling aufzunehmen. Auch Kommunen und Flüchtlingseinrichtungen können sich an die neue Mitarbeiterin der Handwerkskammer wenden. Cosma Lemmen: 0 41 41 / 60 62 49, lemmen@hwk-bls.de.