TGroßeinsatz in Buxtehude: Vier Verletzte bei Feuer in Mehrfamilienhaus
In einem Buxtehuder Mehrfamilienhaus ist ein Feuer ausgebrochen. Foto: Vasel
Großalarm für die Feuerwehr in Buxtehude: Aus einem Mehrfamilienhaus müssen mehr als 25 Bewohner evakuiert werden, vier Menschen werden verletzt.
Buxtehude. Am Mittwochabend ist kurz nach 21 Uhr im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Sagekuhle in Buxtehude ein Feuer ausgebrochen. Dunkle Rauchschwaden waren weithin sichtbar.
Vier Menschen ins Elbe Klinikum gebracht
Beim Eintreffen der beiden Züge der Ortsfeuerwehr Buxtehude und der Ortswehr Neukloster hatte sich ein Bewohner auf den Balkon gerettet. Aus der Wohnung „war heller Feuerschein zu sehen“, so die Feuerwehr.
Der Brand sei in der Wohnung einer 29-jährigen Bewohnerin im Obergeschoss des zweistöckigen Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Sie habe sich mit ihren beiden Kindern und dem Hund über das Treppenhaus ins Freie retten können. „Ihr 26-jähriger Lebensgefährte konnte nur noch auf den Balkon flüchten und dort um Hilfe rufen“, sagte Polizeisprecher Daniel Kraus.
Durch diese Hilferufe wurde ein 35-jähriger Bewohner eines Nachbarhauses auf ihn aufmerksam. Er reagierte schnell, betonte Kraus. Er holte umgehend eine Leiter heran und konnte ihn, noch vor dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte, aus seiner Notlage befreien, lobte Stadtbrandmeister Nils Krugmeier. Es soll sich um einen Schulhausmeister handeln. Zu dem Zeitpunkt stand die Wohnung der Familie bereits im Vollbrand.
Feuerwehrleute und Hausmeister retten Bewohner
Auf einem weiteren Balkon entdeckten die Feuerwehrleute eine blinde Frau. „Ihr wurde eine Flucht- und Rettungshaube aufgesetzt, anschließend wurde sie durch das verrauchte Treppenhaus gerettet“, berichtete Feuerwehrsprecher Thies Esch dem TAGEBLATT.
Das Feuer fraß sich durch die Wohnungstür - in den Hausflur. Den 70 Feuerwehrleuten gelang es, unter Atemschutz das Ausbreiten des Feuers auf weitere Wohnungen zu verhindern. Doch Rauch- und Rußschäden machten die angrenzenden Wohnungen unbewohnbar.

Feuerschein: Einsatzkräfte und Hausmeister retten zwei Personen - über den Balkon und über das Treppenhaus. Foto: Vasel
Notarzt und Notfallsanitäter untersuchten die Bewohner. Vier Menschen wurden schließlich mit einer Rauchgasvergiftung ins Buxtehuder Elbe Klinikum gebracht. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Stade-Wiepenkathen löste ManV-Alarm (Massenanfall an Verletzten) aus. Die Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes waren mit neun Rettungswagen vor Ort.
Großeinsatz in Buxtehude
Das Mehrfamilienhaus wurde evakuiert, 24 Bewohner wurden zeitweise von der Stadt in der Grundschule Rotkäppchenweg untergebracht - betreut von der DRK-Bereitschaft. Mehrere Katzen werden vermisst, so Bewohner. Zwei Tiere seien laut Kraus und Esch aus der brennenden Wohnung gerettet worden.
Die Einsatzkräfte machten sich nach dem Löschen mit Hilfe von Wärmebildkameras auf die Suche nach Glutnestern.

Von der Drehleiter aus verschaffen sich Feuerwehrleute einen Überblick. Foto: Vasel
Erster Stadtrat Ralf Dessel war vor Ort, mit seinen Kollegen organisierte er noch in der Nacht die Unterbringung der Hausbewohner - unter anderem in städtischen Immobilien. Außerdem holte Dessel die Bauakte mit den Plänen des Wohnhauses Sagekuhle/Ecke Konopkastraße aus dem Archiv. Das Feuer wütete in dem Bereich des umgebauten Billard-Cafés Clip.
Brandursache laut Polizei noch offen
Die Brandursache und die Schadenshöhe sind laut Polizei noch unklar, die Tatortgruppe nahm die Ermittlungen auf. Die Wohnung der Familie brannte vollständig aus. Es entstand laut Polizei ein Sachschaden von mindestens 250.000 Euro. Kraus: „Weitergehende Untersuchungen werden durch spezialisierte Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Stade in den kommenden Tagen durchgeführt.“
Die Konopkastraße musste im Zuge des Einsatzes - zwischen BBS und Sagekuhle - für die Lösch- und Rettungsarbeiten voll gesperrt werden.
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