TFemizid in Apensen: Mann bekommt für Mord an Ehefrau lebenslänglich
Trauer in Apensen im Dezember 2025: Eine Frau wurde von ihrem Ehemann in ihrer Wohnung an der Stader Straße erstochen. Foto: Vasel
Das Urteil im Gerichtsprozess um die im Dezember 2025 getötete 40-jährige Apensenerin steht fest. Demnach ermordete der 57-Jährige seine Ehefrau aus Heimtücke mit einem Messer.
Apensen. Am Morgen des 19. Dezembers 2025 ermordete der 57-jährige Täter seine von ihm getrennt lebende Ehefrau (40) an deren Wohnungstür an der Stader Straße in Apensen. Dafür muss der Beckdorfer mit aserbaidschanischer und ukrainischer Staatsbürgerschaft eine lebenslängliche Freiheitsstrafe verbüßen.
Zu diesem Urteil kam die 4. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stade am Donnerstagnachmittag. Die Strafverteidigung hatte auf Totschlag plädiert.
Mordmerkmal Heimtücke: Ermordete Apensenerin konnte sich nicht wehren
Der 57-Jährige nutzte die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst aus, erklärt die Kammer ihr Urteil. Zur Wohnung der 40-Jährigen fuhr er, um sich mit seiner Ehefrau zu versöhnen. Der Versöhnungsversuch endete im Streit, in dessen Folge der Täter mit seinem feststehenden Messer auf die Ehefrau einstach. Er verletzte sie mit 15 Stich- und Schnittverletzungen, unter anderem in Brustkorb, Rücken und Oberschenkel, tödlich. Das Opfer erlag im Elbe Klinikum Buxtehude seinen Verletzungen. Der Täter flüchtete, stellte sich aber acht Tage nach der Tat selbst.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Innerhalb einer Woche kann gegen das Urteil Revision eingelegt werden.
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