Blaulicht

TDrama im Watt: Mann kollabiert vor Cuxhaven-Duhnen

Die Berufsfeuerwehr Cuxhaven war am Montag bei einem medizinischen Notfall im Watt vor Duhnen im Einsatz.

Die Berufsfeuerwehr Cuxhaven war am Montag bei einem medizinischen Notfall im Watt vor Duhnen im Einsatz. Foto: Feuerwehr

Der Mann musste rund 500 Meter vor der Küste reanimiert werden. Wattwanderer reagierten geistesgegenwärtig.

Von Tamina Francke 22.06.2026, 16:25 Uhr

Zu einem medizinischen Notfall ist es am Montagmittag im Watt vor Duhnen in Cuxhaven gekommen. Wie Michael Schriefer, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Cuxhaven, auf Nachfrage der „Cuxhavener Nachrichten“ berichtet, musste ein Mann rund 500 Meter vor der Küste im Watt reanimiert werden.

Der Notruf ging um 13.44 Uhr ein. Da die Einsatzstelle mit einem Rettungswagen nicht erreichbar war, rückte die Berufsfeuerwehr mit einem Wattfahrzeug aus. Zusätzlich wurde ein Quad-Ski des Nordseeheilbads Cuxhaven eingesetzt, um möglichst schnell ausreichend Rettungskräfte an die Einsatzstelle zu bringen.

Schwieriger Einsatz fernab befestigter Wege

„Bei einer Reanimation benötigt man viele Einsatzkräfte vor Ort“, erklärt Schriefer. Insgesamt waren rund zehn Personen, darunter auch ein Arzt, an dem Einsatz beteiligt. Die Rettungskräfte nahmen den Patienten im Watt auf und transportierten ihn anschließend an Land.

Nach Angaben von Schriefer verlief die Reanimation zunächst erfolgreich. Der Mann wurde anschließend in die Helios Klinik in Cuxhaven gebracht. Zum aktuellen Gesundheitszustand konnte die Feuerwehr keine Angaben machen.

Wattwanderer leisten vorbildliche Erste Hilfe

Besonders hob Schriefer das Verhalten einer Gruppe von Wattwanderern hervor. Diese hatte den Mann entdeckt und noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Unter telefonischer Anleitung der Leitstelle begannen die Ersthelfer umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen und setzten diese bis zur Übergabe an die Einsatzkräfte fort. „Das haben die Beteiligten ganz hervorragend gemacht“, lobt der Einsatzleiter.

Der Einsatz der Berufsfeuerwehr dauerte insgesamt etwa eineinhalb Stunden.

Wattwanderung bei Büsum endet ebenfalls dramatisch

Mit einem Hubschrauber hat die Feuerwehr bei Büsum (Kreis Dithmarschen) einen im Watt feststeckenden Menschen retten müssen. Die Einsatzkräfte seien am Sonntagmittag informiert worden, dass eine Person aus einer vierköpfigen Wandergruppe beim Wattwandern etwa 2,5 Kilometer von der Deichlinie entfernt Watt stecken geblieben sei, teilte die Freiwillige Feuerwehr Büsum in den sozialen Medien mit. Zuvor hatten Medien berichtet.

Am Wochenende ist ein Mensch im Watt stecken geblieben und musste gerettet werden. (Archivbild)

Am Wochenende ist ein Mensch im Watt stecken geblieben und musste gerettet werden. (Archivbild) Foto: Frank Molter/dpa

Vier Feuerwehrleute machten sich den Angaben zufolge daraufhin auf den Weg. Sie konnten durch das weiche Watt allerdings nicht bis zur in Not geratenen Person vordringen. Diese wurde daher mit einem Rettungshubschrauber mittels Winsch gerettet und an Land geflogen. Die Feuerwehrleute wurden mit einem speziellen Fahrzeug zur Wattrettung zurück ans Ufer gebracht.

Die Feuerwehr warnte in dem Zusammenhang erneut davor, ohne geeignete Ortskenntnisse ins Watt zu gehen. Wattflächen sollten nur mit erfahrenen Wattführern oder hinreichenden eigenen Kenntnissen betreten werden. Zudem sollten die Gezeiten sowie die Beschaffenheit des Wattbodens beachtet werden.

Nordsee: Fischkutter in Not

Ein Fischkutter ist in der Nacht zum Montag im Seegebiet Nordergründe zwischen Weser- und Elbmündung auf Grund gelaufen. Zudem meldete der Kapitän Rauchentwicklung im Maschinenraum. Die Seenotretter der Stationen Hooksiel, Deutsche Bucht/Helgoland und Horumersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rückten aus.

Gegen 23.55 Uhr rief die Besatzung des Kutters „Zenit“ über den internationalen UKW-Seefunk-Not- und Anrufkanal 16 die Rettungsleitstelle See der DGzRS, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Ihr etwa 15 Meter langes Fischereifahrzeug war im nördlichen Bereich der Nordergründe festgekommen - etwa 14 Seemeilen (rund 26 Kilometer) nordwestlich von Cuxhaven. Aus dem Maschinenraum drang den Angaben zufolge Rauch. Die beiden Fischer an Bord waren unverletzt.

Auf der Schleppreise zwischen Nordergründen und Weser geriet der Schleppverband in raue See: Bis zu zwei Meter hohe Wellen brachten den Fischkutter ins Rollen. Das wegen des Maschinenschadens nicht vollständig eingefahrene Fanggeschirr begann, gegeneinander zu schlagen.

In die Weser gefallener Bootsfahrer löst Alarm aus

Ein im Landkreis Nienburg in die Weser gefallener Motorbootfahrer hat zu einem größeren Notfallalarm geführt. Nach bisherigen Ermittlungen hatte der 52-Jährige an dem Schlauchboot mit Außenbordmotor ein Luftkissen befestigt, auf dem sich seine Ehefrau und eine weitere Frau befanden, wie die Polizei mitteilte. Kurz nach Fahrtbeginn am Samstag stürzte der Mann aus bislang ungeklärter Ursache zwischen Boot und Luftkissen ins Wasser.

Die beiden Frauen ließen sich daraufhin ins Wasser fallen. Das führerlose Schlauchboot drehte mit dem leeren Luftkissen mehrere Runden auf der Weser. Zeugen alarmierten die Einsatzkräfte wegen eines gekenterten Boots mit einer vermissten Person. In der Zwischenzeit hatten aber bereits zwei Jetski-Fahrer die drei Personen zur Marina Mehlbergen in Balge gebracht.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, konnten sie daher Entwarnung geben. Der 52-Jährige wurde durch die Bootsschraube leicht verletzt. Er kam ins Krankenhaus. (mit dpa)

Die Berufsfeuerwehr Cuxhaven war am Montag bei einem medizinischen Notfall im Watt vor Duhnen im Einsatz.

Die Berufsfeuerwehr Cuxhaven war am Montag bei einem medizinischen Notfall im Watt vor Duhnen im Einsatz. Foto: Feuerwehr

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