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TNeue Grundschule in Hollern: Vier Baufirmen sind im Rennen

So soll die neue Schule in Hollern im Jahr 2029 aussehen.

So soll die neue Schule in Hollern im Jahr 2029 aussehen. Foto: Architektenkontor

Nach den Weihnachtsferien 2029/30 soll der Unterricht in der neuen Grundschule in Hollern starten. Das könnte klappen. Vier potenzielle Generalunternehmer wollen bauen.

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Von Björn Vasel
16.07.2026, 09:50 Uhr

Steinkirchen. Anfang Juni hatte die VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH aus Berlin die europaweite Ausschreibung für den Neubau der 1969/70 errichteten Appelsnut Grundschool und die Sanierung der Turnhalle in Hollern veröffentlicht.

Die Altländer Kommune rechnet mit Kosten in Höhe von voraussichtlich 17,1 Millionen Euro - inklusive der Kosten für den Umbau und Einrichtung der Übergangsschule in Hörne. Um das Projekt Ganztagsschule zu finanzieren, muss die Samtgemeinde Lühe kräftig Schulden aufnehmen.

Vier Bauunternehmen wollen Schule in Hollern bauen

Mehrere Bauunternehmen wollen die neue Schule in Hollern bauen. Sechs hatten bei dem Teilnehmerwettbewerb ihr Interesse bekundet. Vier sind nach der Bewertung im Rennen. Das hat Samtgemeindebürgermeister Timo Gerke (parteilos) bestätigt. Diese Firmen haben eine Chance, im Zuge des Vergabeverfahrens den Auftrag zu bekommen.

Der Rathaus-Chef freut sich über das Interesse: „Damit können wir aktuell am festgelegten Zeitplan für den Neu- und Umbau der Grundschule in Hollern-Twielenfleth festhalten.“ Das heißt: Nach den Weihnachtsferien 2029/30 könnte der Unterricht im Neubau starten.

Während des Neubaus ziehen die Kinder und Lehrer Anfang 2027 in die Alte Schule in Hörne um. Die Bauarbeiten sind angelaufen. Übrigens: Obwohl die Samtgemeinde viel Geld in die Elektro- und Malerarbeiten und neue Fluchttreppen steckt, will die Gemeinde Hollern-Twielenfleth diese bei dem geplanten Verkauf der Ex-Schule und -Kita nicht am Erlös beteiligen.

Übergangsstandort: In der Alten Schule in Hörne soll die Grundschule Hollern-Twielenfleth während des Neubaus untergebracht werden.

Übergangsstandort: In der Alten Schule in Hörne soll die Grundschule Hollern-Twielenfleth während des Neubaus untergebracht werden. Foto: Vasel

Der Total- beziehungsweise Generalunternehmer muss „auf der Grundlage von bereits erstellten Planungsunterlagen“ alle erforderlichen Planungs- und Bauleistungen für den Neu- und Umbau erbringen - aus einer Hand. Hinzu kommen der Abbruch der Bestandsgebäude, die Erstellung der Außenanlagen sowie die Sanierung der Turnhalle für den Schul- und Vereinssport, heißt es in den unter anderem auf dem Deutschen Vergabeportal veröffentlichten Informationen.

Millionenspritze für Investitionen aus Hannover

Doch Kämmerin Henrike Lühders wird sich weniger Geld bei den Banken und Sparkassen pumpen müssen. Das Land Niedersachsen wird der Samtgemeinde etwa 3,78 Millionen Euro überweisen. Diese Finanzmittel stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes.

Knapp 4,7 Milliarden Euro fließen pauschal an die Kommunen, über das Niedersächsische Kommunalinfrastrukturfördergesetz hat die rot-grüne Landesregierung die Verteilung geregelt. Insgesamt hat die CDU/SPD-Koalition den Ländern 100 Milliarden für Investitionen zur Verfügung gestellt.

Dass die 3,78 Millionen Euro allein in Hollern investiert werden sollen, monierte CDU-Ratsherr Marco Hartlef bei der Sitzung des Samtgemeinderats. Der Bürgermeister der Gemeinde Guderhandviertel regte an, das Geld „allen Mitgliedsgemeinden“ zur Verfügung zu stellen. Bei der Verabschiedung des Nachtragshaushalts 2026 wurde diese Förderung letztlich weiter dem Projekt Grundschule Hollern-Twielenfleth zugeordnet.

Samtgemeindebürgermeister Gerke hofft, dass die Kommune weitere Fördermittel einwerben kann. Er verweist auf das Beispiel Jork. Die Gemeinde hatte sich für ihren Neubau der Grundschule in Jork eine Million Euro für besonderen Energiestandard „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ bei der KfW-Förderbank sichern können. Im Auge habe die Verwaltung das Förderprogramm für den Neubau im Effizienzhausstandard EH 55. Dafür müsste dieses Förderprogramm verlängert werden.

Zum 30. Juni 2026 konnten die Altländer keinen Antrag mehr stellen. Voraussetzung ist eine Baugenehmigung. Des Weiteren hoffen die Altländer auf Fördermittel für die energetische Sanierung der alten Turnhalle in Hollern-Twielenfleth.

Mehrheit gegen Notbremse-Antrag

Doch nicht nur in Hollern, sondern auch an den Grundschulstandorten Guderhandviertel und Steinkirchen müssen die Altländer kräftig investieren - auf Pump. Inge Massow-Oltermann (FWG) hatte deshalb für die FWG Lühe beantragt, noch einmal zu prüfen, ob in Hollern der Rotstift angesetzt werden könne. Schließlich zeichne sich ab, dass die Kinderzahlen weiter sinken. Die Kommune sollte deshalb die „Notbremse ziehen“ und kleiner planen, war sich Gerd Dehmel (CDU) mit Massow-Oltermann und Hans-Juergen Kusel (FWG) einig. Das mit der Machbarkeitsstudie für Guderhandviertel und Steinkirchen beauftragte Büro habe gute Arbeit geleistet, dieses sollte auch Hollern durchleuchten. Einsparungen in Millionenhöhe seien denkbar.

Der FWG-Antrag komme eineinhalb Jahre zu spät, so Stefan Schimkatis (SPD) und Gerd Grunwald (Grüne). Eine Änderung der Pläne könnte die Samtgemeinde Lühe „teuer zu stehen kommen“, warnte Dirk Thobaben (CDU). Regress seitens der interessierten Bauunternehmen drohten, schließlich laufe das EU-weite Vergabeverfahren. Mit 8:7-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

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