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TSchwerer Wildunfall auf der K44 im Rüstjer Forst bei Horneburg

Blick auf die Unfallstelle: Bei dem Wildunfall auf der K44 überschlug sich ein Ford zwischen Horneburg und Deinste.

Blick auf die Unfallstelle: Bei dem Wildunfall auf der K44 überschlug sich ein Ford zwischen Horneburg und Deinste. Foto: Vasel

Alarm für die Ortsfeuerwehr Horneburg: Gegen 20.30 Uhr gingen die Melder der Feuerwehrwehrleute. Mitten im Rüstjer Forst hatte sich ein Kleinwagen überschlagen.

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Von Björn Vasel
Montag, 23.02.2026, 21:50 Uhr

Horneburg. Die Feuerwehrleute waren schnell vor Ort. „Wir hatten Übungsdienst“, sagte Harald Prigge. Was war passiert? Ein Altländer (20) war mit seinem Ford in Richtung Helmste unterwegs. In einer Kurve verlor der 20-Jährige die Kontrolle über seinen Kleinwagen. Wild sei plötzlich über die Straße gelaufen. Der junge Mann habe das Lenkrad verrissen und schließlich die Kontrolle über den Ford verloren.

Auto überschlägt sich

Der Kleinwagen rutschte nach rechts über den Fuß- und Fahrradweg in den Wald, das Fahrzeug überschlug sich. Letztlich landete der Pkw auf der Fahrerseite - mitten auf dem Radweg. „Der Fahrer konnte das Fahrzeug selbstständig über die Beifahrerseite verlassen“, sagte ein Polizist vor Ort.

Wildunfall: Ein Polizist bei der Unfallaufnahme auf der K44 zwischen Horneburg und Deinste.

Wildunfall: Ein Polizist bei der Unfallaufnahme auf der K44 zwischen Horneburg und Deinste. Foto: Vasel

Notfallsanitäter des DRK untersuchten den Mann im Rettungswagen. Er wollte nicht mit ins Krankenhaus, damit gilt er offiziell als leicht verletzt.

Zwölf Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Ortsfeuerwehr Horneburg sicherte die Unfallstelle ab, der Verkehr wurde im Wechsel an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Die K44 ist ein Schwerpunkt bei Wildunfällen, von dem Wild selbst fehlte in der Nacht jede Spur.

Die Checkliste bei Wildunfällen

  • Reduzierte Geschwindigkeit entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder.
  • Besonders gefährlich sind neue Straßen durch Waldgebiete, da das Wild seine gewohnten Wege beibehält.
  • Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, bei Nacht und bei Nebel.
  • Steht ein Tier am Straßenrand: abblenden, hupen, bremsen.
  • Ein Tier kommt selten allein – Autofahrer sollten stets mit Nachzüglern rechnen.

Was ist nach einem Wildunfall zu tun?

  • Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warndreieck aufstellen und Polizei anrufen.
  • Aufgrund der Infektionsgefahr niemals tote Tiere ohne Handschuhe anfassen. Abstand halten zu lebenden Tieren.
  • Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.
  • Einem geflüchteten Tier nicht folgen. In der Unfallmeldung die Fluchtrichtung mitteilen. So kann der Jäger das verletze Tier leichter finden.
  • Für die Versicherung Wildunfallbescheinigung von Jäger oder Polizei ausstellen lassen.

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