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TTraktor-Unfall: 20.000-Liter-Güllefass kippt kopfüber in Graben

Das mit etwa 20.000 Litern gefüllte Güllefass reißt von der Zugmaschine ab und landet in den Altendorfer Straßenwettern.

Das mit etwa 20.000 Litern gefüllte Güllefass reißt von der Zugmaschine ab und landet in den Altendorfer Straßenwettern. Foto: Lange

Es sind spektakulärere Bilder in Osten/Hemmoor, als ein Traktor-Fahrer in einer Kurve nicht gut genug manövriert.

Von Jürgen Lange Freitag, 06.03.2026, 13:20 Uhr

Osten. Der Fahrer eines Lohnunternehmens war am Donnerstagnachmittag gegen 17.40 Uhr mit einem Traktor und einem etwa 20.000 Liter gefüllten Güllefass auf der Straße Altendorf in Osten in Richtung B495 unterwegs. Kurz vor einer Rechtskurve kam er mit dem Güllefass nach rechts in den Grünstreifen.

Das schwere Güllefass sackte tief in den aufgeweichten Randstreifen ein, entwurzelte einen Baum und kippte letztendlich in die wasserführende Altendorfer Straßenwettern.

Zum Glück hatte sich das Güllefass von der Zugmaschine abgetrennt, sodass der Fahrer den Trecker auf der Straße zum Stehen bringen konnte und nicht auch in die Wettern fiel. Der Fahrer blieb dadurch unverletzt.

Mit einem Radlader wird die Wettern mit Erde aufgestaut, damit sich die Gülle nicht ausweiten kann.

Mit einem Radlader wird die Wettern mit Erde aufgestaut, damit sich die Gülle nicht ausweiten kann. Foto: Lange

Stundenlange Bergungsarbeiten

Umgehend wurde die Feuerwehr gerufen. Die Straße Altendorf wurde halbseitig gesperrt. Zunächst wurde mit einem Radlader die Straßenwettern mit Erde in beide Richtungen aufgestaut, sodass die zum Teil ausgelaufene Gülle sich nicht ausweiten konnte.

Das schwere Güllefass entwurzelt einen Baum und kippt in die wasserführende Wettern.

Das schwere Güllefass entwurzelt einen Baum und kippt in die wasserführende Wettern. Foto: Lange

Mit mehreren Güllefässern wurde die Gülle aus dem umgekippten Gülleanhänger abgesaugt und abtransportiert.

Die Altendorfer Straße wurde gereinigt und ausgelaufene Betriebsstoffe mit Bindemitteln entfernt. Die Bergung des umgekippten Güllefasses übernahm das Lohnunternehmen mit eigenen Maschinen. Sie dauerte bis in die späten Abendstunden. Die Polizei und Feuerwehr sicherten die Einsatzstelle ab.

Aufgeweichte Seitenräume sind tückisch

Es entstand hoher Sachschaden sowie hoher Flurschaden in bisher unbekannter Höhe. Im Einsatz waren die Feuerwehren Osten und Warstade und die Polizei Hemmoor.

Zuletzt war im November des vergangenen Jahres ein Traktor samt Gülleanhänger auf der K12 in Drochtersermoor in Not geraten. Damals kam allerdings der leere Gülleanhänger von der Straße ab. Im Spätherbst und Frühjahr sind die Flächen der Straßenränder häufig sehr aufgeweicht und matschig. Das macht es so tückisch.

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