T Buxtehude verliert beim THC: Ex-BSV-Spielerinnen machen den Unterschied
Thüringens Sabrina Tröster attackiert BSV-Kapitänin Nele Franz. Foto: Eibner-Pressefoto/Martin Herbst
Einst spielten Laura Kuske und Levke Kretschmann im BSV-Trikot. Jetzt ärgern sie ihren Ex-Verein. So verliert Buxtehude das Ehemaligentreffen zum Saisonauftakt.
Buxtehude. Der Buxtehuder SV startet mit einer Niederlage in die neue Saison der Handball-Bundesliga der Frauen. Beim Thüringer HC unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Jonas Schlender mit 27:34 (10:15). Vor über 1300 Zuschauern in der Salza-Halle zeigte der BSV eine couragierte Leistung.
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Für Schlender war es das erste Bundesligaspiel als Cheftrainer, für mehrere Buxtehuderinnen ebenfalls die Premiere. Nach technischen Fehlern zu Anfang fand der BSV dennoch ins Spiel und lag nach zehn Minuten nur mit 5:6 zurück. Die von Schlender geforderte Einsatzbereitschaft war erfolgreich. Aber ganz zufrieden war er nicht.
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„Das war ein verdienter Sieg für den THC. Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil wir nicht alles so umgesetzt haben, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagt Schlender nach der Partie.
Laura Kuske entpuppt sich als entscheidender Faktor
Im Fokus des ersten Ligaspiels beider Teams standen die ehemaligen Buxtehuderinnen: Jolina Huhnstock, Teresa von Prittwitz, Levke Kretschmann, Lotta Heider und Torhüterin Laura Kuske.
Von Prittwitz erzielte in der elften Minute mit einem Heber ihr erstes Tor gegen ihren Ex-Verein und kam auf insgesamt vier Treffer. Huhnstock fiel in der Defensive auf. Sie war aufmerksam und kam dennoch auf zwei Tore und eine Vorlage. Zusätzlich hatte die neue Nummer 45 des THC einen Block, sowie einen Steal. Heider traf erst in der Schlussphase.
Kuske war früh ein entscheidender Faktor. Die ehemalige BSV-Torhüterin parierte unter anderen einen Siebenmeter von Anika Hampel und hatte bereits zur Pause zehn Paraden gesammelt.
Neuzugang Van der Vorst hält Buxtehude im Spiel
In der 15. Minute brachte Schlender Torhüterin Nikki van der Vorst für Sophie Fasold in die Partie. Die neue BSV-Keeperin feierte ihr Bundesliga-Debüt und hielt gleich in der ersten Aktion einen Siebenmeter. Insgesamt parierte sie vier Strafwürfe in der ersten Halbzeit und hielt Buxtehude im Spiel. Zuvor hatte Thüringen auf 12:6 erhöht. Die starke Abwehr des THC stellte den BSV vor Probleme. Ballverluste nutze der THC konsequent für schnelle Gegenstöße aus. „In den offensiven Zweikämpfen müssen wir konsequenter werden“, analysiert Schlender.
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Bis zur Pause stabilisierte sich der BSV etwas. Der THC hielt Buxtehude dennoch auf Abstand. U20-Weltmeisterin Aida Mittag kam in der 25. Minute erstmals zum Einsatz und erzielte zwei Treffer. Auch Kretschmann kam in Trefferlaune. Der THC ging mit einer 15:10 Führung in die Pause.
Buxtehude macht nacht der Pause Tempo
Nach der Pause kam Buxtehude mit mehr Tempo zurück, besonders über die rechte Seite. Mittag war mit sechs Treffern aus sieben Würfen die beste BSV-Torschützin. Beim 21:17 brachte sie den BSV erneut auf vier Tore heran. Auch defensiv kämpfte der BSV und blieb im Spiel.
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Vorne fehlte jedoch der entscheidende Schritt. Nach einer Parade von van der Vorst hatte Buxtehude die Chance, auf drei Tore zu verkürzen. Ein Fehler im Aufbau brachte jedoch einen weiteren Gegenstoß des THC. Thüringen erhöhte auf 26:21.
Buxtehude war nah dran, aber nutze die Chancen zur Aufholjagd nicht. „Gerne hätten wir Thüringen noch etwas länger geärgert“, sagte der BSV-Trainer. „Wir nehmen das aber als Lernprozess mit.“
Kretschmann bleibt eiskalt - vor allem beim Strafwurf
Zur entscheidenden Figur wurde Levke Kretschmann. Die ehemalige BSV-Rückraumspielerin, die im Sommer nach Thüringen wechselte, verwandelte sechs von sechs Würfen, davon fünf vom Siebenmeterpunkt. Immer wieder trat sie gegen van der Vorst und Kaminska an und blieb souverän. Von Prittwitz scheitere derweil an Nikki van der Vorst und Lotta Heider erzielte in der 56. Minute ihr erstes und einziges Tor.
Buxtehude gab sich nicht auf. Schlender blieb kommunikativ und stellte seine Mannschaft in den Auszeiten neu ein. Gleichzeitig waren bei der neu zusammengestellten Mannschaft noch kleine Abstimmungsprobleme zu erkennen.
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In der Schlussphase zog Thüringen erstmals auf zehn Tore davon. Anika Hampel verkürzte noch einmal, am Ende stand jedoch ein 34:27 für den THC auf der Anzeigetafel der Salza-Halle.
Wurfquote ausbaufähig - Aber BSV zeigt Potenzial
Der BSV kam auf eine ausbaufähige Wurfquote von 56 Prozent. Aus sechs Metern verwandelte Buxtehude sechs von sieben Würfen. Mittag traf sechs mal, Hampel viermal, Lilli Frey, Johanna Andresen und Maj Nielsen jeweils dreimal.
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Die Einsatzbereitschaft, die Schlender forderte, war vorhanden. Gegen einen Favoriten blieb der BSV lange dran. Ausgerechnet die ehemaligen Leistungsträger des BSVs hatten große Anteile daran, dass der BSV ohne Punkte aus Thüringen abreist. Trotz Niederlage richtet Schlender seinen Blick bereits nach vorn: „Wir haben für nächste Woche gegen Leipzig das klare Ziel, unser Heimspiel zu gewinnen“.
Am Samstag, 5. September, um 16 Uhr empfängt der BSV dann den HC Leipzig zur Heimeröffnung in der Halle Nord.
Korrektur: Der BSV bestreitet sein nächstes Bundesligaspiel am kommenden Samstag (5. September) - und nicht, wie fälschlicherweise zuerst geschrieben, am Sonntag.
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