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Baumaßnahmen

140 Jahre alt: Wie Stade die Luthereiche rettet

Die Luthereiche ist rund 140 Jahre alt.

Die Luthereiche ist rund 140 Jahre alt. Foto: Pressestelle Stadt Stade

Mehr Platz benötigt die Luthereiche in der Nähe des Stader Bahnhofs. Was die Hansestadt unternimmt, um den 26 Meter hohen Baum zu erhalten.

Von Redaktion 24.10.2026, 10:30 Uhr
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Stade. Die Kommunalen Betriebe Stade (KBS) haben fünf bisher gepflasterte Parkplätze zwischen der Eisenbahnstraße und der Straße Am Burggraben entfernt, um die Standortbedingungen des Baumes zu verbessern. Durch die Entsiegelung erhält das Wurzelwerk mehr Platz und kann Wasser und Nährstoffe besser aufnehmen. „Die Wurzeln der Eiche hatten sich so weit ausgebreitet, dass sie das Pflaster der Parkplätze anhoben. Dadurch drohten Stolperfallen“, erklärt André Tiedemann, Baumkontrolleur der Kommunalen Betriebe Stade.

Von Gutachter empfohlen

Ein unabhängiger Baumgutachter hatte die Luthereiche im März dieses Jahres eingehend untersucht und ihr trotz vorhandener Schäden eine sehr gute altersentsprechende Vitalität bescheinigt. Die Eiche weist einen älteren Blitzschaden auf, der nach und nach durch neues Holz überwachsen wird. Um den natürlichen Heilungsprozess zu unterstützen und die Widerstandskraft gegen holzzersetzende Pilze zu erhalten, empfahl der Gutachter, die versiegelte Fläche unterhalb der Baumkrone zurückzubauen.

Bereits 2019 war die Eiche untersucht worden. Daraufhin hatten die KBS Baumpflegemaßnahmen durchgeführt.

„Die Luthereiche ist einer der markantesten Bäume unserer Innenstadt und aus dem Stadtbild kaum wegzudenken“, betont Jens Driessen von der Abteilung Umwelt und Freiraumplanung der Hansestadt Stade.

Zum Geburtstag von Luther gepflanzt

Die Luthereiche hat nicht nur eine ökologische, sondern auch eine historische Bedeutung. Gepflanzt wurde sie am Sonntag, 11. November 1883, anlässlich des 400. Geburtstags des Reformators Martin Luther. Nach einer Festrede des Seminardirektors Carl Diercke auf dem Pferdemarkt zog die Festversammlung über die Hohentorsbrücke zum heutigen Standort, um dort die Eiche zu pflanzen. Mehr als 140 Jahre später ist daraus eine rund 26 Meter hohe Eiche mit einem Stammumfang von mehr als vier Metern geworden. Finanziell unterstützt wird die Maßnahme durch das KfW-Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“.

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