TA/O schiebt großen Frust - Hammah und Bliedersdorf atmen auf
Zwei Tore von Malcolm Brunkhorst genügten A/O nicht, die SV verlor 3:4. Foto: Struwe (Archiv)
Landesligist A/O hadert mit einem gebrauchten Abend. Hammah und Bliedersdorf nutzen ihre Nachholspiele, um Luft im Abstiegskampf zu bekommen.
Landkreis. Landesliga Lüneburg
FC Hagen/Uthlede – SV Ahlerstedt/Ottendorf 4:3.
Diesen Abend wird die SV Ahlerstedt/Ottendorf in keiner guten Erinnerung behalten: Der Landesligist musste sich nicht nur dem FC Hagen/Uthlede geschlagen geben, sondern kassierte am Gründonnerstag auch noch drei Platzverweise. Die Spielvereinigung haderte vor allem mit den Entscheidungen des Unparteiischen.
Denn die Gäste fanden zuvor gut in die Partie, nachdem Marcel Brunsch einen Fernschuss im Kasten unterbrachte (3.). Erst kurz vor der Pause schlug Hagen/Uthlede mit einem direkten Freistoß von Arne Birreck zurück (45.). Nach dem Seitenwechsel dann der erste Aufreger: Nach einem Foulspiel von Samuel Eßer sah Luqman Krugmeier für seinen zaghaften Protest gegen dessen Verwarnung selbst die Ampelkarte (51.).
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„Damit“, betont A/O-Coach Kevin Speer, „hat der Schiedsrichter das Spiel völlig hektisch gemacht.“ Aus dem folgenden Freistoß kassierten seine Schützlinge den Rückstand durch Frederik Nagel (53.), nur eine Minute später legte Lasse Thielebeule nach einem weiteren ruhenden Ball nach (54.).
„Wir sind stolz auf die Truppe, dass sie sich gewehrt und nicht aufgesteckt hat“, sagt Speer. „Wir waren auch mit zehn Mann die bessere Mannschaft.“ Ahlerstedt verkürzte durch Malcolm Brunkhorst gleich zwei Mal (64., 88.), die Hausherren hatten aber durch einen Distanzschuss von Doppelpacker Thielebeule noch mal erhöht (73.). Weil Hagens Torhüter Tom Rode in der Folge des letzten Tores minutenlang behandelt wurde, entfachte die nur vierminütige Nachspielzeit die nächste A/O-Empörung.
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Ein grobes und dann auch mit Rot geahndetes Foulspiel von Daniel Brunsch löste in unruhigen Schlussminuten eine Rudelbildung aus, Bruder Marcel eilte ihm zu Hilfe und geriet dabei in die Spielertraube. „Er wird umgeschubst und sieht Gelb-Rot“, poltert Speer. „Insgesamt sind alle 50:50-Entscheidungen gegen uns gefallen - das war heute schon heftig.“
Tore: 0:1 (3.) M. Brunsch, 1:1 (43.) Birreck, 2:1 (53.) Nagel, 3:1 (54.) Thielebeule, 3:2 (64.) Brunkhorst, 4:2 (73.) Thielebeule, 4:3 (88.) Brunkhorst.
Nächstes Spiel: A/O – Treubund (Sbd., 11. April, 15 Uhr)
Bezirksliga Lüneburg 4
MTV Hammah – TuS Harsefeld II 3:1.
Der Partie war durchaus anzumerken, dass für beide Duellanten eine Menge auf dem Spiel stand: Zunächst gelang es Harsefeld noch den Rückstand zu egalisieren. Im zweiten Durchgang bog der MTV aber durch Kapitän Jakob Kötz auf die Siegerstraße ab, der im Gewühl am schnellsten schaltete - Routinier Florian Nagel beantwortete vom Punkt die offenen Fragen.
„Wir waren in den entscheidenden Momenten einfach giftiger und galliger“, sagt Trainer Pascal Voigt. „Genau das hat den Unterschied gemacht.“ Während Hammah einen wichtigen Dreier für den Klassenerhalt einfährt, setzt sich Harsefelds Talfahrt trotz vier Landesliga-Leihgaben weiter: Mittlerweile wartet der TuS seit zwölf Spielen auf einen Sieg und steht nur zwei Zähler vor einem Abstiegsplatz. Tore: 1:0 (21., FE) Pye, 1:1 (24.) Aygör, 2:1 (76.) Kötz, 3:1 (90., FE) Nagel.
Deinster SV – Rot-Weiß Cuxhaven 1:4.
Die Deinster legten eigentlich einen ordentlichen Auftritt hin, mussten aber letztlich doch die individuelle Klasse der Rot-Weißen anerkennen. Der regionalligaerfahrene Sturmhüne Luca Mittelstädt erzielte alle vier Tore für die Cuxhavener, obwohl zuvor das Kellerkind am Drücker war. „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen“, sagt Trainer Filippo Callerame. „Wenn du so einen Stürmer hast, macht das den Unterschied – wir haken das Spiel schnell ab.“ Tore: 0:1 (34.), 0:2 (45.), 0:3 (57.) und 0:4 (87.) alle Mittelstädt, 1:4 (90.)
Kreisliga Stade
MTV Himmelpforten – FSV Bliedersdorf/Nottensdorf 0:2.
Bliedersdorfs Danylo Lapenko spekulierte nach einem langen Ball richtig und bestrafte einen Absprachefehler der Hausherren mit dem Führungstor, Jan Ehlers legte nur sieben Zeigerumdrehungen später entscheidend nach. Während der FSV noch vor dem Osterwochenende Bargstedt zurück auf den Abstiegsplatz schiebt, verpasst Himmelpforten einen großen Schritt aus dem Abstiegskampf heraus.
„Ein gebrauchter Tag für uns“, sagt MTV-Coach Sandro Vollmers, der drei Mal verletzungsbedingt wechseln musste und drei Aluminiumtreffer zählte. „Die Tore fallen dann durch zwei individuelle Fehler von uns.“ Tore: 0:1 (66.) Lapenko, 0:2 (73.) Ehlers.
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