Neueröffnung

T„Apropos“: Das ist neu in der Stader Kneipe - und das bleibt beim Alten

Am Mittwochabend wird die Kultkneipe Apropos in Stade neu eröffnet. Hauptinitiator der Genossenschaft dahinter ist Lasse Kluge.

Am Mittwochabend wird die Kultkneipe Apropos in Stade neu eröffnet. Hauptinitiator der Genossenschaft dahinter ist Lasse Kluge. Foto: Haardt

Das Apropos steht vor einem Umbruch. Am Mittwochabend öffnet die Kneipe erstmals unter Leitung einer Genossenschaft ihre Türen. Was wird aus der legendären Currywurst?

Von Rebecca Haardt 15.07.2026, 11:50 Uhr

Stade. „Die Currywurst bleibt erhalten”, sagt Lasse Kluge, Hauptinitiator und Vorstandsmitglied der Genossenschaft, die ab Mittwoch das Apropos betreiben wird. Der Jurastudent arbeitet seit 2024 hinter dem Tresen der Bar und wird dem Apropos auch in Zukunft erhalten bleiben. Er übernimmt dort zukünftig die Donnerstagsschicht.

Das Apropos stand Anfang des Jahres kurz vor dem Aus, da der langjährige Kneipier Thomas Mäkel keinen Nachfolger fand. Jetzt übernimmt die Genossenschaft das Ruder.

Der Mittagstisch geht - die Currywurst bleibt

„Was das Essen angeht, gehen wir back to the roots”, sagt Kluge. Außer Currywurst stehen im Apropos verschiedene Baguettes auf der Karte. „Die gab es vor Corona schon einmal.”

Ab Mittwoch können Stader wieder vor dem Apropos sitzen und Baguettes oder Currywurst essen.

Ab Mittwoch können die Stader wieder vor dem Apropos sitzen und Baguettes oder Currywurst essen. Foto: Haardt

Die Karte wurde im Gegensatz zu vorher etwas abgespeckt, ebenso die Öffnungszeiten. Geöffnet hat das Apropos mittwochs bis samstags ab 18 Uhr. Dementsprechend gibt es keinen Mittagstisch mehr. Am Laufen halten den Laden acht Minijobber, vier hinter dem Tresen und vier in der Küche.

Stammgäste bleiben wichtig für das Apropos

Was sich im Apropos nicht verändert, ist die gemütliche Kneipenatmosphäre. Denn die Genossenschaft hat dem vorherigen Besitzer das gesamte Inventar abgekauft. Kluge hofft außerdem, dass viele Stammgäste der Kneipe treu bleiben werden.

Die seien für den Erhalt der Kneipe wichtig. „Viele kennen das Apropos aus ihrer Jugend in den Achtzigern. Die meisten Stammgäste sind mittlerweile Genossen.” Dementsprechend kommen die meisten Genossenschaftsmitglieder aus Stade und Umgebung, erklärt Kluge.

Doch das Apropos hat auch Freunde, die weiter weg wohnen: Eine Genossin kommt sogar aus Frankreich.

Breites Programm für alte und neue Gäste

Wie gehabt werden im Apropos weiterhin Veranstaltungen wie Poetry-Slams und Konzerte stattfinden. Am Samstag, 18. Juli, spielt das Duo rekkorder unplugged das allererste Konzert im neuen Apropos.

Außerdem wird es regelmäßig einen Tanzabend und ein Kneipenquiz geben. „Beim Programm wollen wir breit aufgestellt sein und ältere sowie jüngere Leute ansprechen”, sagt Lasse Kluge.

So funktioniert die Genossenschaft

Die größte Neuerung im Apropos ist, dass die Kneipe nicht mehr privat, sondern von einer Genossenschaft betrieben wird. Wer Mitglied werden will, muss drei Anteile für je 50 Euro kaufen. Das Apropos ist nicht auf Gewinn ausgelegt. Von dem Betrieb müsse niemand mehr leben, sagt Kluge. Allerdings sollen Genossenschaftsmitglieder von Vorteilen profitieren, zum Beispiel durch bestimmte Events.

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Mittlerweile sind knapp 180 Menschen Teil der Genossenschaft. „Die finanziellen Ziele, die wir hatten, waren hoch gesteckt. Wir haben auf jeden Fall genug, um den Laden zu finanzieren”, erklärt Kluge.

Der Vorstand der Genossenschaft ist vollständig ehrenamtlich tätig. Nur das Servicepersonal des Apropos ist angestellt. Die restlichen Aufgaben, wie Putzen, Einkaufen oder Aushelfen in der Kneipe, werden von Ehrenamtlichen übernommen, so Kluge.

Die Genossenschaft ist demokratisch organisiert, das heißt, die Mitglieder dürfen mitbestimmen bei Geschäftsentscheidungen. Damit alle über aktuelle Entscheidungen informiert sind, wird es demnächst alle drei Monate einen Newsletter geben.

Eröffnung mit einem „Softstart”

Die Getränke sind kaltgestellt und die Speisekarten sind in die schwarzen Mappen geheftet: Für die Eröffnung am Mittwochabend ist alles vorbereitet. Die wird laut Kluge ein „Softstart”. „Wir wollten kein großes Event direkt zu Beginn, da wir Angst hatten, überrannt zu werden.“

Das Team vom Apropos öffnet die Kneipe mittwochs bis samstags ab 18 Uhr.

Das Team vom Apropos öffnet die Kneipe mittwochs bis samstags ab 18 Uhr. Foto: Kluge

Kluge hofft, dass die Kneipe viele Besucher anziehen wird und freut sich über jedes neue Genossenschaftsmitglied: „Wir können jede Unterstützung gebrauchen.” Wer Mitglied werden möchte, kann dies über die Website des Apropos (apropos-meine-kneipe.de) beantragen.

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