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Handball-Bundesliga

TBSV: Zwei feste Größen bleiben – Schmerzhafte Abgänge drohen

Packen mit gemeinsamen Kräften zu: Anika Hampel, Enna Oberländer und Johanna Andresen (von links).

Packen mit gemeinsamen Kräften zu: Anika Hampel, Enna Oberländer und Johanna Andresen (von links). Foto: Jan Iso Jürgens

Anika Hampel und Maj Nielsen verlängern beim Buxtehuder SV. Welche Rolle der künftige Trainer dabei bereits spielt - und warum nicht nur gute Nachrichten folgen.

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Von Tim Scholz
Dienstag, 10.02.2026, 06:55 Uhr

Buxtehude. Sportlich geht es beim BSV wieder aufwärts - mit drei Punkten aus den letzten zwei Spielen: erst das Unentschieden in Göppingen, anschließend der erste Saisonsieg gegen den VfL Oldenburg. Nun folgten die „ersten guten Nachrichten“ abseits des Feldes.


Wie der BSV am Montag mitteilte, bleiben die Leistungsträgerinnen Anika Hampel (22) und Maj Nielsen (23) dem Verein mindestens bis 2028 erhalten.

BSV ist zur sportlichen Heimat geworden

Hampel hat längst ihren Platz im Team gefunden. Die Spielmacherin steht meist über die komplette Spielzeit auf dem Feld, lenkt das Angriffsspiel und übernimmt Verantwortung in entscheidenden Phasen. Mit 72 Toren, davon 18 Siebenmetern, ist sie aktuell die beste Torschützin des BSV und zählt ligaweit zu den Top-Scorerinnen. Zudem belegt sie mit 31 Torvorlagen Platz zwei der internen Vorlagenstatistik.

Anika Hampel lenkt das Buxtehuder Angriffsspiel.

Anika Hampel lenkt das Buxtehuder Angriffsspiel. Foto: Jan Iso Jürgens

„Der Buxtehuder SV ist für mich in den vergangenen zwei Jahren zu einer echten sportlichen Heimat geworden“, sagt Hampel. „Ich fühle mich im Verein, im Team und im Umfeld sehr wohl und habe hier optimale Bedingungen, um mich weiterzuentwickeln.“

Hampel und Nielsen sicher beim Strafwurf

Nielsen spielt bereits ihre fünfte Saison für den BSV und ist auf Rechtsaußen eine feste Größe. In der laufenden Spielzeit kommt sie auf 55 Treffer, davon 24 Siebenmetern. Gemeinsam sind sie und Hampel die erfolgreichsten Schützinnen vom Strich.

Maj Nielsen spielt beim BSV auf Rechtsaußen.

Maj Nielsen spielt beim BSV auf Rechtsaußen. Foto: Jan Iso Jürgens

Nielsen, die bei der HSG Handewitt/Nord Harrislee mit Handball anfing und 2018 in die B-Jugend des BSV wechselte, spricht bei Buxtehude von ihrer „zweiten Heimat“. „In dieser Zeit konnte ich mich in einem sehr familiären Umfeld sportlich sowie menschlich stetig weiterentwickeln“, sagt sie.

Kaderplanung ist kein Selbstläufer

Die Freude über beide Vertragsverlängerungen ist groß beim BSV. „Maj übernimmt auf und neben dem Spielfeld immer mehr Verantwortung“, sagt Prior. „Wir freuen uns, den gemeinsamen Weg mit ihr fortzusetzen.“ Über Hampel sagt er: „Sie hat sich in den zwei Jahren in Buxtehude enorm gesteigert und ist mit 22 Jahren sicherlich noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung.“

Gleichzeitig deutet Prior an, dass die Kaderplanung kein Selbstläufer ist: „Wir sind aktuell voll dabei“, sagt er. Doch einige Vertragsverhandlungen gestalten sich sehr schwierig. „So wie es aktuell aussieht, wird es wohl leider auch schmerzhafte Abgänge geben.“ Mit Spannung wird erwartet, wie sich Nationalspielerin Jolina Huhnstock entscheidet, deren Vertrag zum Saisonende ausläuft.

Welche Rolle spielt der künftige Trainer?

Die Verhandlungen fallen in eine besondere Phase: Aktuell wird die Mannschaft noch bis zum Saisonende von Nicolaj Andersson trainiert, im Sommer übernimmt dann Jonas Schlender, der derzeit den Frauen-Zweitligisten Solingen-Gräfrath betreut. Prior bestätigt auf Nachfrage, dass Schlender bei den Vertragsgesprächen bereits eine entscheidende Rolle spielt: „Jonas ist voll involviert. Er hat schon eine klare Idee.“

Jonas Schlender übernimmt den BSV im Sommer.

Jonas Schlender übernimmt den BSV im Sommer. Foto: Christian Beier

Auf die Frage, wie die sportliche Lage die Gespräche beeinflusst, reagiert Prior mit Zuversicht: „Natürlich hat man das im Hinterkopf. Aber wir sind sehr fokussiert auf die erste Liga und sehr zuversichtlich, dass wir auch nächste Saison Bundesliga spielen.“ Zwar steht der BSV am Tabellenende, einen direkten Absteiger wird es in dieser Saison jedoch nicht geben.

Die Vertragssituation beim BSV

  • Bis 2025/26: Isabelle Dölle, Sophie Fasold, Jolina Huhnstock, Levke Kretschmann, Larissa Kroepel, Annie Linder, Lin Lück, Enna Oberländer, Tessa Pieperjohanns, Maja Schönefeld, Lina Steinecke, Isa Ternede, Teresa von Prittwitz
  • Bis 2026/27: Johanna Andresen, Lilli Frey, Oliwia Kaminska, Christin Kaufmann, Aida Mittag, Carina Senel
  • Bis 2027/28: Anika Hampel, Maj Nielsen

Quelle: alsco-hbf.de

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