TBSV verpasst Punkt gegen Schlusslicht Halle - Zu viele Fehler im Angriff
BSV-Spielmacherin Anika Hampel glänzte erneut als Torschützin und Vorlagengeberin. Foto: Jan Iso Jürgens
Wieder mal Drama in der Halle Nord: Der BSV vergibt spät die Chance auf einen Punkt im letzten Hauptrundenspiel gegen Halle. Das ist der erste Play-off-Gegner.
Buxtehude. Als Kapitänin Teresa von Prittwitz den Ball abfängt und per Gegenstoß ins Hallenser Tor trifft, erheben sich die 1500 Zuschauer in der Halle Nord. Noch zwei Minuten auf der Uhr. Der BSV liegt mit einem Tor zurück und hofft zumindest noch auf ein Unentschieden.
Die Abwehr des BSV blockt den Ball. Noch 15 Sekunden. Trainer Nicolaj Andersson nimmt eine Auszeit, brüllt gegen den Höllenlärm in der Arena an, ermahnt seine Mannschaft zum Zuhören. Doch am Ende vergibt Maj Nielsen den letzten Wurf.
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Am Samstagabend verlor der BSV mit 29:30 (10:12) gegen den SV Union Halle-Neustadt und beendete die Hauptrunde auf dem vorletzten und zehnten Tabellenplatz. Beste BSV-Werferin war Anika Hampel mit zehn Treffern.
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Die 1500 Zuschauer in der ausverkauften Halle Nord sahen einen BSV, der viel Mühe im Angriff hatte. Die Buxtehuderinnen vergaben beste Chancen, spielten Bälle ins Aus. 18 Fehlwürfe standen in der ersten Halbzeit zu Buche.
Vorne schwach, hinten kämpferisch
Eine Ausnahme bildete wie vor einer Woche in Bensheim die Achse Anika Hampel/Jolina Huhnstock: Spielmacherin Hampel glänzte mit drei Toren und drei Vorlagen in der ersten Hälfte, Kreisläuferin Huhnstock nutzte jede ihrer vier Möglichkeiten bis zur Pause.
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In der Defensive gab der BSV ein anderes Bild ab. Kämpferisch und mit vereinten Kräften zwang die Buxtehuder Deckung die Hallenserinnen immer wieder zu hektischen Abschlüssen und Ballverlusten. Ein wenig Glück war auch dabei, als die Gäste in der zehnten Minute zuerst den Pfosten und im Nachwurf die Latte trafen.
„Wir denken zu viel - nicht so viel denken“
Es war eine Partie auf Augenhöhe. Doch BSV-Trainer Nicolaj Andersson war das zu wenig. In einer Auszeit kurz vor der Pause wurde er deutlich: „Ihr verteidigt verdammt gut, aber vorne macht ihr zu viele Passfehler. Wir denken zu viel - nicht so viel denken, einfach fucking machen!“
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Nach der Ansage passierte jedoch genau das Gegenteil. Der BSV rannte mit der siebten Feldspielerin das Gästetor gefühlt minutenlang an, kreierte zahlreiche Chancen, ließ aber genauso viele liegen. Halle spielte auch nicht fehlerfrei - und so lag Buxtehude zur Pause nur mit 10:12 zurück.
Unmut auf der Buxtehuder Bank
Im Hinspiel hatte der BSV noch ein Debakel in Halle erlebt (24:33). Und am Samstag? Halle wirkte konsequenter im Abschluss, erspielte sich einfache Tore und lag mit zwei bis drei Treffern in Führung. Auf der BSV-Bank kam kurzzeitig Unmut auf: Coach Andersson ermahnte Betreuer Andreas Gubernatis, nachdem dieser eine Gelbe Karte wegen Meckerns kassiert hatte.
Der BSV ließ den Anschluss nicht abreißen. Mit ihrem fünften Treffer erzielte Nationalspielerin Huhnstock das 17:18 (40.), wenig später holte sie einen Siebenmeter heraus - Hampel verwandelte sicher zum Ausgleich. Die Halle kochte. War es nur eine Phase oder die Wende?
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Offensiv gab der BSV nach der Pause ein besseres Bild ab, scheiterte aber ein ums andere Mal an der Hallenser Defensive um Keeperin Nicola Czaja. Buxtehude geriet schnell wieder mit drei Toren ins Hintertreffen und dezimierte sich dazu noch durch einen Wechselfehler.
Dritte Halbzeit
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Auch gegen Halles Rückraumspielerin Lynn Molenaar, die in der Schlussphase immer wieder die Lücken in der Buxtehuder Defensive fand und neun Treffer erzielte, fand der BSV kaum Mittel. Der BSV kam kurz vor Schluss noch bis auf ein Tor heran. Danach jubelten die Gäste.
BSV verliert gegen Halle
So geht es für den BSV weiter
Nach dem letzten Hauptrundenspieltag stehen die Paarungen für die Play-offs um die Plätze fünf bis elf fest. Der BSV wird am 18. April (16 Uhr) zunächst die TuS Metzingen empfangen und wie alle anderen Teams insgesamt drei Heim- und drei Auswärtsspiele bestreiten. Der Vorverkauf beginnt laut BSV unmittelbar nach Ostern.
Die Dritte Halbzeit
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BSV: Kaminska, Linder; Nielsen 3, Frey, Stolle, von Prittwitz 1, Senel, Huhnstock 6, Mittag, Hampel 10/5, Dölle 5, Oberländer, Andresen 2, Ternede 2, Lück.
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