TProtze bleibt Chef der SPD-Kreistagsfraktion – Neuer Posten für Nieber
Der Chef der SPD-Kreistagsfraktion, Björn Protze. Foto: Wisser
Die SPD-Kreistagsfraktion bestätigt Björn Protze als Vorsitzenden und setzt auf Bürgerbeteiligung, während Grüne und Volt eine neue Gruppe bilden.
Landkreis. Björn Protze bleibt Chef der SPD-Kreistagsfraktion. Der 45-Jährige aus Stade wurde beim ersten Treffen der neu gewählten Abgeordneten im Amt bestätigt. Damit vermied die SPD eine Kampfabstimmung um den Vorsitz. Zuvor hatte die ehemalige Stader Bürgermeisterin Silvia Nieber Interesse an der Position gezeigt. Sie wurde nun zur Geschäftsführerin der Fraktion gewählt. Nieber hatte mit rund 2700 Stimmen das beste Ergebnis der Sozialdemokraten im Landkreis Stade erzielt.
Das sind die Stellvertreter von Björn Protze
Nach der Kommunalwahl vom 13. September 2026 haben sich die SPD-Abgeordneten im Landkreis Stade zur neuen Kreistagsfraktion zusammengeschlossen und die organisatorischen Grundlagen für die kommende Wahlperiode gelegt. Protze stehen künftig Frauke Langen aus Harsefeld und Jan Büther aus Drochtersen als Stellvertreter zur Seite.
Die SPD musste bei der Kreistagswahl herbe Verluste hinnehmen. Sie büßte 5,73 Prozentpunkte ein, und die Fraktion schrumpfte von 16 auf 12 Abgeordnete.

Die Sitzverteilung im Stader Kreistag. Es gibt 62 gewählte Abgeordnete. Landrat Kai Seefried gehört dem Gremium als 63. stimmberechtigtes Mitglied an. Foto: Kdo Votemanager
Beim ersten Treffen der Fraktion lag der Fokus auf den kommenden fünf Jahren. Die SPD will rasch in die inhaltliche Arbeit einsteigen und die Ziele ihres Kreiswahlprogramms in konkrete Initiativen für den Landkreis Stade umsetzen.
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Grundlage dafür ist der Entstehungsprozess des Wahlprogramms: In mehreren Zukunftsforen hatte die SPD Bürger eingeladen, ihre Ideen und Erwartungen einzubringen. Viele dieser Anregungen flossen ins Programm ein.
Lebensqualität der Menschen vor Ort verbessern
„Unser Ziel ist es, diesen Beteiligungsprozess konsequent fortzuführen und die gemeinsam entwickelten Ideen in konkrete Politik zu übersetzen“, erklärt Fraktionschef Protze. „Wir wollen in den nächsten fünf Jahren eigene Akzente setzen, Lösungen für die Herausforderungen im Landkreis entwickeln und die Lebensqualität der Menschen vor Ort verbessern.“

So haben die Wähler bei der Kreistagswahl abgestimmt. Foto: Kdo Votemanager
Die Fraktion plant, Bewährtes weiterzuentwickeln, neue Themen aufzugreifen und konstruktiv mit anderen demokratischen Kräften im Kreistag zusammenzuarbeiten. „Die Wahl ist vorbei – jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Wir freuen uns darauf, Verantwortung für die Zukunft unseres Landkreises zu übernehmen“, betont der Fraktionsvorstand.
Grüne schnappen sich einen Einzelabgeordneten
Auch bei den Grünen gibt es Neuigkeiten: Bündnis 90/Die Grünen und der Einzelabgeordnete Karsten Klie (Volt) haben sich zur Gruppe „Grüne Volt“ zusammengeschlossen. „Uns verbindet eine breite thematische Schnittmenge, vor allem der Wille zur zügigen Umsetzung der Mobilitätswende sowie zu Klimaschutz und Klimaanpassung“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Britta Sanders führt gemeinsam mit Verena Wein-Wilke die Gruppe Grüne/Volt an. Foto: privat
Volt, mit 1,57 Prozent erstmals im Kreistag vertreten, und die Grünen, die 3,3 Prozentpunkte und einen Sitz verloren haben, kommen zusammen auf acht Abgeordnete. Das könnte ihnen bei der Ausschussbesetzung einen zusätzlichen Sitz verschaffen. Die Gruppenführung übernimmt die bewährte Doppelspitze der Grünen: Britta Sanders aus Jork und Verena Wein-Wilke aus Horneburg.
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Stärkste Kraft im Stader Kreistag ist die CDU mit 18 Sitzen. Sie hat zwei Sitze verloren. Nummer drei nach der CDU und SPD ist die AfD mit elf Sitzen. Die Freie Wählergemeinschaft (6 Sitze), Die Linke (4 Sitze), die FDP (2 Sitze) und das BSW (1 Sitz) sind ebenfalls im Kreistag vertreten.
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