Zähl Pixel
Militär

Briten testen neue Waffe zur Drohnenabwehr

Das System nutzt nach britischen Angaben Funkwellen, um wichtige elektronische Komponenten in Drohnen zu stören oder zu beschädigen.

Das System nutzt nach britischen Angaben Funkwellen, um wichtige elektronische Komponenten in Drohnen zu stören oder zu beschädigen. Foto: Ministry Of Defence/PA Media/dpa

Kampfdrohnen verändern den Krieg - das zeigen auch die Kämpfe in der Ukraine. Großbritannien setzt nun auf ein neues System, das ganze Schwärme außer Gefecht setzen soll.

Von dpa 17.04.2025, 13:30 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

London. Großbritannien entwickelt eine neue Waffe zur Drohnenabwehr. Das System soll Schwärme von Kampfdrohnen mit elektromagnetischen Wellen außer Gefecht setzen. Es sei in Wales erfolgreich getestet worden, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Es sei die bisher größte Übung der britischen Armee zur Drohnenabwehr gewesen.

Das System nutze gezielt Funkwellen, um wichtige elektronische Komponenten in Drohnen zu stören oder zu beschädigen, hieß es in der Mitteilung. Das führe dazu, dass sie abstürzten oder nicht mehr richtig funktionierten.

Die britische Regierung verweist auch auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, wo Drohnen zunehmend an der Front eingesetzt würden. Geheimdienste gingen davon aus, dass sich die Ukraine im vergangenen Jahr gegen mehr als 18.000 Drohnen habe verteidigen müssen, schreiben die Briten.

Bei geschätzten Kosten von zehn britischen Pence (knapp neun Cent) pro Schuss könne das System, wenn es bis zur Einsatzreife entwickelt werde, eine kostengünstige Ergänzung zu herkömmlichen Raketensystemen sein, schrieben die Briten. Großbritannien arbeitet auch an einem Laser zur Bekämpfung von Drohnen („Dragonfire“).

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Erde steuert laut UN auf 2,8 Grad Erwärmung zu

Die Erde steuert den Vereinten Nationen zufolge mit der aktuellen weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Jeder Bruchteil eines Grades über 1,5 Grad erhöhe das Risiko für tödliche Fluten, Hitzewellen (...).

Trump-Gesandter Witkoff reist nach Russland

Erst traf er den ukrainischen Präsidenten und europäische Verbündete in Oslo, nun geht es weiter nach St. Petersburg. Dort will US-Unterhändler Witkoff den Russen neue Friedensvorschläge vorlegen.

Hape Kerkeling: „Bleiben Sie mutig“

Der Komiker setzt sich unerbittlich für die freiheitliche Demokratie in Deutschland ein. Er sagt: Es braucht Mut, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

Hausgeburt mit Feuerwehr

Die Besatzung eines Rettungswagens wird in eine Hamburger Wohnung gerufen. Doch statt eines Krankheitsfalls erwartet sie eine Hausgeburt.