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Vor Stichwahl

TBürgermeisterwahl in Stade: Das Duell zwischen Koeser und Kramer

Für die Stader Bürgermeisterkandidaten Arne Kramer und Kai Koeser geht es in die Stichwahl.

Für die Stader Bürgermeisterkandidaten Arne Kramer und Kai Koeser geht es in die Stichwahl. Foto: Strüning

Kai Koeser (SPD) und Arne Kramer (CDU) haben den Kommunalwahlkampf in Stade geprägt. Beide kämpfen jetzt im direkten Duell um das Amt des Bürgermeisters. Es wird spannend.

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Von Lars Strüning
14.09.2026, 18:50 Uhr

Stade. Nach der Wahl ist vor der Wahl: Am 27. September treffen beide Kandidaten noch einmal aufeinander - bei der Stichwahl. Bis dahin steht für beide noch knapp zwei Wochen Wahlkampf unter Volldampf an. Denn: Es könnte knapp werden. Jede Stimme zählt.

Kai Koeser liegt knapp vor Arne Kramer

Wie vom TAGEBLATT bereits ausführlich am Montag auf tageblatt.de und im E-Paper berichtet, hat Kai Koeser (SPD) im ersten Wahlgang den höchsten Anteil der Stimmen erhalten: 34,6 Prozent. Arne Kramer (CDU) kommt auf 33,7 Prozent. Die beiden trennen etwa 300 Stimmen.

Die Auswahl am Sonntag war groß. Gleich sechs Bewerber wollten Bürgermeister und damit Nachfolger von Sönke Hartlef (CDU) werden. Die anderen vier hatten keine Chance und landeten abgeschlagen auf den Plätzen. Zwei erzielten dabei durchaus achtbare Ergebnisse.

Der in der Politik unerfahrene Jörg Baumann von der neuen Wählergemeinschaft Parteilos Stade wurde von 10,9 Prozent gewählt. Tristan Jorde, der für die Linke antrat, erhielt 9,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auffällig hier: Baumann schaffte nicht den Einzug in den Rat, Jorde schon.

Ein bitterer Abend für Enrico Bergmann (FDP)

Eher enttäuschend waren die 9,1 Prozent für Enrico Bergmann von der FDP. Er hatte sich deutlich mehr erhofft, sitzt aber immerhin im Rat der Stadt. Keine Rolle spielte der Pirat Richard Klaus mit 2,8 Prozent der Stimmen. Während dieses Quartett aus dem Rennen ist, hat bei CDU und SPD der Wahlkampf zur Stichwahl schon begonnen.

„Wir sind vorbereitet“, sagt Arne Kramer, der schon am Wahlabend neue Plakate präsentierte, die auf die Stichwahl hinweisen. Das Auto sei voll mit Werbematerial. „Es geht wieder los“, gibt sich Kramer kämpferisch. Dabei setzt er vor allem auch auf seine Qualifikation als Mann der Verwaltung. Kramer leitet das Verkehrsamt beim Landkreis Stade.

Arne Kramer zieht erneut in den Wahlkampf.

Arne Kramer zieht erneut in den Wahlkampf.

„Wir werden meine Stärken deutlich machen“, kündigt er an. Es komme auf Verwaltungserfahrung an in dem Job. Offenbar hat die CDU die Stichwahl fest eingeplant und zündet jetzt eine neue Stufe. Post an alle Haushalte ging schon raus, großflächige Werbung kommt.

Beide Parteien sind gut auf die Stichwahl vorbereitet

„Die Planung läuft, wir sind von einer Stichwahl ausgegangen“, sagt Kai Koeser. Es gibt neue Plakate, Infostände und Post an alle Staderinnen und Stader. „Wir setzen weiter auf das direkte Gespräch“, sagt Koeser, „das ist unsere Stärke.“ Sein gutes Abschneiden führt er unter anderem auf die Zeit zwischen den Wahlkämpfen zurück: „Auch da waren wir sehr präsent.“

Kai Koeser lag knapp vor Arne Kramer.

Kai Koeser lag knapp vor Arne Kramer. Foto: Privat

Rückenwind für das Duell gebe ihm das gute Abschneiden bei den Wahlen zum Bürgermeister und für den Rat der Stadt. Arne Kramer ist ihm jeweils dicht auf den Fersen.

Entscheidend wird sein, wer seine Wählerinnen und Wähler noch einmal mobilisieren kann zum 27. September. Und wie werden die entscheiden, die für andere Kandidaten gestimmt haben? Das waren immerhin gut 30 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das Gespräch wird gesucht werden Richtung Linke, FDP und Parteilos Stade. Kai Koeser fasst es mit einem Augenzwinkern zusammen: „Wir müssen die eigenen Leute motivieren und die Heimatlosen einsammeln.“

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