TBuxtehude: Später Expertenrat verhindert frühes Scheitern
Das Experiment Bahnhofstraße wäre fast früh gescheitert, meint TAGEBLATT-Redakteur Karsten Wisser. Foto: Archiv
Wie können Busse und Radfahrer auf derselben Straße sicher koexistieren? Diese Frage soll ein Verkehrsversuch in Buxtehude in der Bahnhofstraße klären.
Buxtehude. Busse und Radfahrer sind in der Stadt wichtige Elemente der Verkehrswende. Beide sind zentral für klimafreundliche Mobilität. Sie teilen sich jedoch oft den knappen Verkehrsraum.
Konflikte und Sicherheitsrisiken, besonders für Radfahrer, sind daher alltäglich – auch in der Bahnhofstraße in Buxtehude.
In der Bahnhofstraße trauen sich kaum Radfahrer auf die Straße und nutzen stattdessen den Gehweg, den sie sich mit Fußgängern teilen. Die aktuelle Verkehrsführung verlagert das Risiko auf die Schwächsten. Auch zwischen Radfahrern, E-Scooter-Fahrern und Fußgängern kommt es zu Konflikten. Deshalb ist es richtig, in der Bahnhofstraße etwas zu ändern.
Busse und Autos nicht verdrängen
Drei von vier Busfahrten zu verhindern - und damit vielen älteren Menschen einen Teil ihrer Mobilität zu nehmen - darf nicht das Ergebnis sein. Der Versuch soll Rad- und Fußverkehr schützen, nicht die Busse verdrängen. Ebenso falsch wäre es, Autofahrer komplett auszuschließen. Handel, Gewerbe, Banken und Ärzte brauchen Erreichbarkeit. Ohne diese droht weiterer Leerstand.
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Nach dem späten Abschied vom Einbahnstraßenzwang für Busse gibt es eine brauchbare Grundlage, den Verkehr auf dieser zentralen Straße der Stadt neu zu ordnen und den Versuch zu starten.
Dass die Verwaltung die Busfachleute lange nicht einbezogen hat, hätte den Verkehrsversuch in der Bahnhofstraße beinahe schon in der Anfangsphase scheitern lassen.
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