TBuxtehude erhält 3,6 Millionen Euro für neues Innovationszentrum
Blick von der Harburger Straße: Der geplante Erweiterungsbau der Hochschule 21 in Buxtehude soll auf dem von der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule als Sportplatz genutzten Gelände entstehen. Foto: akyol kamps Architekten
Die höchste Einzelförderung des Programms „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ geht an: die Hochschule 21 in Buxtehude. Welche Branche von dem neuen ITN profitiert.
Buxtehude. Melanie Walter (SPD), Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, übergab am Freitag den Scheck in Höhe von 3,6 Millionen Euro für den Bau des neuen Innovationszentrums an Hochschulpräsident Professor Ingo Hadrych und Geschäftsführer Marcus Hübner.
Das Geld fließt in das „ITN - Zentrum für Innovative Technologien zur Nachhaltigen Entwicklung“. Das Projekt wird im Rahmen des niedersächsischen Förderprogramms „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ gefördert. Es ist die bisher höchste Einzelförderung des Programms.
Förderung ist ein starkes Signal für die Hochschule 21
„Wir freuen uns sehr über die Förderung unseres neuen Zentrums, das das erste neue Hochschulgebäude an unserem Standort seit über 30 Jahren ist“, sagte Ingo Hadrych. „Ohne die Unterstützung des Landes wäre dieses Projekt nicht möglich. Die Förderung ist ein starkes Signal für unsere Hochschule und die gesamte Region Süderelbe.“
Ministerin Walter betonte: „Mit diesem Projekt stärken wir gezielt die Innovationskraft der Region. Gerade bei Themen wie nachhaltigem Bauen, Ressourceneffizienz und Digitalisierung brauchen wir Orte, an denen Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis zusammenarbeiten.“
Das zahlen Buxtehude und der Landkreis Stade dazu
Zur Scheckübergabe kamen Thorsten Heinze, Erster Kreisrat des Landkreises Stade, Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, die Landesbeauftragte für Regionalentwicklung Lüneburg, Karin Beckmann, und Olaf Krüger, Vorstand der Süderelbe AG.
Der Landkreis Stade und die Hansestadt Buxtehude kofinanzieren das Projekt mit 222.000 Euro beziehungsweise 444.000 Euro. Der Landkreis stellt zudem das Grundstück neben der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule an der Harburger Straße über einen Erbbaupachtvertrag zur Verfügung.

Gruppenbild mit Scheck: Marcus Hübner, Birgit Butter, Karen Beckmann (Leiterin des Amt für regionale Landesentwicklung), Thorsten Heinze, Katja Oldenburg-Schmidt, Ministerin Melanie Walter, Ingo Hadrych und Olaf Krüger. Foto: Wisser
Die Hochschule 21 finanziert zusätzlich 1,7 Millionen Euro über einen Kredit. Insgesamt stehen rund sechs Millionen Euro für das neue Innovationszentrum bereit. H21-Präsident Hadrych kündigte an, dass die Ausschreibung und Vergabe noch in diesem Jahr erfolgen sollen. Der Baustart ist für das dritte Quartal 2027 geplant. Zum Wintersemester 2029 sollen die Studenten das Gebäude nutzen können.
Chance für Unternehmen aus der Baubranche
„Das neue Zentrum ist ein großer Gewinn für unseren Hochschul- und Wirtschaftsstandort. Es bietet Unternehmen der Baubranche die Chance, innovative und nachhaltige Technologien kennenzulernen, zu testen und anzuwenden. Damit stärken wir Buxtehude als Ort für Innovation und Wissenstransfer“, sagte Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. Olaf Krüger hob die Bedeutung gemeinsamer Projekte hervor: „Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht allein lösen.“
„Mich erfüllt dieser Tag mit Freude und Stolz, denn es zeigt, Buxtehude und die Hochschule 21 werden in Hannover gesehen und das Land investiert Millionen in unseren Standort“, sagte Birgit Butter, CDU-Landtagsabgeordnete aus Buxtehude. „Das ITN bringt Forschung und innovative Technologien direkt zu uns nach Buxtehude. Ich werde das Projekt weiter auf allen Ebenen - Land, Kreis und Stadt - begleiten und unterstützen.“
So groß wird der neue Hörsaal in Buxtehude
Das ITN wird Wissen und Expertise zu nachhaltigen Technologien und Ressourcenschonung bündeln und zugänglich machen. Das Zentrum bietet Raum für Forschungsprojekte, wissenschaftliche Begleitung, Fort- und Weiterbildung, Fachveranstaltungen sowie die Unterstützung von Ausbildung und Studienprojekten. Das Gebäude wird neben Labor- und Büroräumen auch einen Hörsaal für 250 Personen umfassen.
Das Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ soll die Zusammenarbeit von Landkreisen und Städten fördern, um Regionen zukunftsfähig zu machen. Die „Zukunftsregion Süderelbe“ umfasst die Landkreise Harburg, Stade und Lüneburg sowie Lüneburg und die Süderelbe AG, die das Management übernimmt. Für die 14 Zukunftsregionen stehen 96 Millionen Euro bereit.
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