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TBuxtehuder Bühne: Das sind die Highlights der neuen Spielzeit

Katrin Filzen und Désirée Nick sorgen in der Komödie „Spiel gewinnt“ für heitere Bühnenmomente.

Katrin Filzen und Désirée Nick sorgen in der Komödie „Spiel gewinnt“ für heitere Bühnenmomente. Foto: Franziska Strauss

Das Plan für die neue Spielzeit in Buxtehude steht. Die städtische Bühne wartet mit großen Namen, berühmten Geschichten und einem neuen Format auf.

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Von Fenna Weselmann
Donnerstag, 23.04.2026, 08:00 Uhr

Buxtehude. Die Kulturförderung der Hansestadt Buxtehude hat ihr neues Theater- und Konzertprogramm für die Spielzeit 2026/27 herausgebracht. Das Publikum bekommt wieder eine Menge geboten: von Familiendramen, gesellschaftskritischen Stoffen und Komödien bis hin zu Konzerten und Sonderveranstaltungen. Für alle Altersgruppen ist etwas dabei.

Die Bühne nimmt gesellschaftliche Fragen in den Fokus

Gleich zum Auftakt der Spielzeit am 9. Oktober trifft das Schauspiel „Liebesjahre“ mit Saskia Valencia und Thorsten Nindel den Kern emotionaler Vergangenheitsbewältigung. In „Der Sohn“ thematisieren Hardy Krüger und Ensemble dann die Herausforderungen von Jugend, Familie und psychischer Belastung. Gesellschaftliche Fragen stehen auch im Mittelpunkt der Bühnenadaption des Films „Die fetten Jahre sind vorbei“ sowie dem Soloabend „This is a Man‘s World“ über Geschlechterrollen und „Sophia oder das Ende der Humanisten“ zu Künstlicher Intelligenz.

Thorsten Nindel macht den Spielzeit-Auftakt.

Thorsten Nindel macht den Spielzeit-Auftakt. Foto: Slavica

Bei der Programmgestaltung war es dem Team um Fachbereichsleiter Torsten Lange ein Anliegen, gesellschaftspolitische Themen verstärkt in den Fokus zu nehmen. „Theater schafft andere Zugänge und trägt so dazu bei, das Bewusstsein für Demokratie zu schärfen“, sagt Torsten Lange. Vorspiele und Nachbesprechungen unterstützten das Ziel der kulturellen Bildung.

Bei „Chor to go“ ist Mitsingen angesagt

„Am schönsten sind doch Abende, die lange nachhallen - bei denen man etwas mitnimmt und trotzdem heiter aus dem Theater geht“, so Andrea Fritz vom Kulturteam. Weil Begegnungen heute oft von Konfrontation und Spaltung geprägt seien, habe sie bewusst nach verbindenden Formaten gesucht, die vom Miteinander leben.

Die Veranstaltung „Chor to go“ mit dem Leiter des Hamburger Heaven Can Wait Chors etwa lädt das Publikum zum Miteinandersingen ein. Und Stephan Schad wirkt mit seinem humoristischen Plädoyer für ein „Come Together“ jenseits von polarisierenden Debatten. Sie empfiehlt zudem „Das Lehrerzimmer“. Die Geschichte lasse einen über sich selbst und das eigene Handeln nachdenken.

Buxtehude serviert große Namen und eine Premiere

Andrea Fritz freut eines besonders: „Mit ‚Vanya‘ feiert Oliver Mommsen bereits zum dritten Mal Tournee-Premiere in Buxtehude.“ In der an Tschechows „Onkel Wanja“ angelehnten Familiengeschichte verkörpert Mommsen alle acht Rollen. Andrea Fritz begeistert die große schauspielerische Leistung und legt Theatergängern die radikale Inszenierung der Komödie Winterhuder Fährhaus ans Herz: „Als einzelne Person schafft er es, die Bühne so lebendig werden zu lassen.“

Oliver Mommsen in „Vanya".

Oliver Mommsen in „Vanya". Foto: Franziska Strauss

Überhaupt ist das Programm geprägt von großen Namen: Michaela May und Sigmar Solbach sind beispielsweise in „Der Abschiedsbrief“ zu sehen. Bei „Sherlock Holmes: Der Fall Moriarty“ spielen Jan Sosniok und Katy Karrenbauer. Für einen der komödiantischen Höhepunkte kommt dazu noch Désirée Nick nach Buxtehude.

Ein neues Sonderformat sorgt für Spannung

Die Sondergastspiele setzen vielfältige Akzente: Die Live-Reportage von Lutz Jäkel gibt eindrucksvolle Einblicke in das heutige Syrien. Derweil bieten die Weihnachtsprogramme mit Annie Heger, Yared Dibaba und Werner Momsen sowie der A-cappella-Comedy von LaLeLu humorvolle Höhepunkte. Weil die Nachfrage beim letzten Mal so hoch war, steht auch der Loriot-Abend „Berta, das Ei ist hart!“ wieder auf dem Plan.

Ganz neu auf die Buxtehuder Bühne kommt dagegen der musikalische True-Crime-Abend „Es war Mord!“. Mit dem Live-Podcast verbindet Schauspieler Roman Knižka die Aufarbeitung wahrer Verbrechen mit Zeitgeschichte und Musik.

Hinzu kommt eine Bandbreite an Konzerten. Diese reichen von „Smith & West - Irgendwie die Beatles“ über einen Rolling-Stones-Abend mit Mick-Jagger-Doppelgänger Paul Ashworth bis hin zur Gustav-Peter-Wöhler-Band. Natürlich stehen auch die Konzerte des Jugend-Sinfonie-Orchesters Buxtehude wieder auf dem Plan.

Einen Familienabend voll Witz und Zauberei gestalten Marco Miele und Pablo Zibes mit "Pantomagic".

Einen Familienabend voll Witz und Zauberei gestalten Marco Miele und Pablo Zibes mit "Pantomagic". Foto: PantoMagic

Das junge Publikum darf sich auf abwechslungsreiche Theatermomente freuen. Möglich macht das die Förderung der Else und Heinrich Klindtworth-Stiftung. Stücke wie „Flausch“, „Die drei ??? Kids - Zirkus der Rätsel“ oder „Mutig, mutig!“ verbinden Theater, Musik und Interaktion auf kreative Weise. Auf dem Plan stehen dazu Klassiker wie „Emil und die Detektive“ oder „Hase und Igel“. Einen Abend für Familien voll Zauberei und Witz liefern Marco Miele - bekannt durch „Supertalent“ - und Pablo Zibes mit „Pantomagic“.

Vorverkauf für Abos und Einzelkarten läuft bis 15. Mai

Zurzeit läuft die schriftliche Bestellphase. Bis zum 15. Mai besteht die Möglichkeit, Abonnements zu buchen und sich frühzeitig Einzelkarten zu sichern. Der freie Vorverkauf startet erst später.

Nähere Infos zum Programm sind bei der Kulturförderung unter Telefon 04161/ 501-2323, im Servicecenter Kultur & Tourismus im Historischen Rathaus, Breite Straße 2, sowie unter buxtehude.de/kultur-stadtmarketing erhältlich.

Jan Sosniok als Sherlock Holmes.

Jan Sosniok als Sherlock Holmes. Foto: Franziska Strauss

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