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Flüssiggasimporte

TDarum verlässt der LNG-Tanker Stade kurz mal wieder

Das schwimmende LNG-Terminal Energos Force, hier beim Anlegen im Industriehafen Stade-Bützfleth.

Das schwimmende LNG-Terminal Energos Force, hier beim Anlegen im Industriehafen Stade-Bützfleth. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Die Energos Force ist ab Freitag schon wieder unterwegs. Diesmal soll es eine kurze Abwesenheit werden: Warum es für eine Woche nach Rotterdam geht.

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Von Anping Richter
23.10.2026, 09:15 Uhr

Stade. Seit die Energos Force am 15. März 2024 zum ersten Mal in Stade ankam, ist das schwimmende LNG-Terminal schon einige Male verschwunden. Doch diesmal ist die Abwesenheit geplant und soll nicht lange dauern, teilt die staatliche Betreibergesellschaft Deutsche Energy Terminal (DET) mit. Die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme seien auf der Zielgeraden. Doch bevor die schwimmende Regasifizierungsanlage (FSRU) loslegen kann, muss sie erst einmal heruntergekühlt werden, und zwar in Rotterdam.

Der sogenannte Cool-down ist ein wichtiger Schritt, erklärt Pressesprecher Andreas van Hooven auf Nachfrage. Wenn längere Zeit kein LNG in den Tanks ist, werden sie warm. LNG ist aber extrem kalt. Erdgas, also Methan, wird nämlich erst bei knapp minus 162 Grad flüssig. Damit sich nicht zu viel von dem zugefüllten Gas gleich wieder erwärmt und verflüchtigt, werden die Tanks erst einmal heruntergekühlt.

Wie van Hooven erläutert, handelt es sich um einen Initialprozess. Wenn die FSRU erst laufe und ständig mit kaltem Flüssiggas gefüllt sei, werde ein Herunterkühlen in Rotterdam nicht mehr nötig sein.

Liegeplatz wird wieder ausgebaggert

Das passiert planmäßig in Rotterdam. Dazu verlässt das Schiff am Freitag, 23. Oktober, für einige Tage planmäßig den Anleger im Industriehafen Stade-Bützfleth. Die Zeit der Abwesenheit nutzt die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports für notwendige Baggerarbeiten an der Liegewanne. Die muss nämlich einen Tiefgang von bis zu 16,4 Metern haben, damit die FSRU auch bei Niedrigwasser nicht den Boden berührt und beweglich bleibt. Solche Baggerarbeiten sind regelmäßig fällig und werden routinemäßig wiederholt.

Die Energos Force, die dann zunächst mit einer kleinen Mindestmenge von minus 162 Grad kaltem LNG befüllt sein wird, soll rechtzeitig zurück sein, um Anfang November im nächsten Schritt den ersten LNG-Tanker in Stade löschen zu können. Über die nächsten Schritte danach will die DET kurzfristig informieren.

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