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TDas ist los in der Stader City: Neue Kneipe und Cannabis-Handel

Ralf Illmer (rechts) hat mit Charlie's Eck den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Unterstützt wird er von Benjamin Kleppek.

Ralf Illmer (rechts) hat mit Charlie's Eck den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Unterstützt wird er von Benjamin Kleppek. Foto: Stehr

Ein 64-Jähriger geht einen mutigen Schritt und eine Geschäftsfrau bleibt Stade treu, obwohl sie eine Ladenfläche aufgibt. Und das ist noch nicht alles aus der Altstadt.

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Von Lena Stehr
19.09.2026, 11:01 Uhr

Stade. Stade hat eine neue Kneipe. Charlie’s Eck in der Bahnhofstraße 10. Länger standen die Kellerräume unter dem Restaurant „Potato Kumpir and more“ leer. Zuletzt war dort der Feuerkelch. Vorher hießen die Kneipen Puppenkiste oder Bahnsteig 4. Auf jeden Fall sei hier schon seit 60 oder 70 Jahren immer eine Kneipe gewesen, sagt Ralf Illmer.

Später Schritt in die Selbstständigkeit

Der 64-jährige Inhaber von Charlie’s Eck hat mit der Eröffnung den späten Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Sein Border-Collie-Mischling Charlie war Namensgeber der Kneipe. In der Gastroszene sei Ralf Illmer bereits seit 30 Jahren aktiv, habe in vielen Lokalen gearbeitet, zuletzt in der Stadtschänke in Stade.

Ralf Illmer (links) und Benjamin Kleppek wollen Charlie's Eck als Kneipe mit bezahlbaren Preisen etablieren. Hund Charlie ist der Namensgeber.

Ralf Illmer (links) und Benjamin Kleppek wollen Charlie's Eck als Kneipe mit bezahlbaren Preisen etablieren. Hund Charlie ist der Namensgeber. Foto: Stehr

Mit Charlie‘s Eck möchte er allen Altersgruppen ein „bezahlbares Kneipenleben“ ermöglichen, sagt er. Ein frisch gezapftes 0,3-Liter-Bier kostet bei ihm 3,50 Euro. Die Flasche Bier gibt’s für 2,80 Euro. Unterstützung bekommt der Kneipier von Benjamin Kleppek.

Stade hat eine neue Kneipe in der Bahnhofstraße.

Stade hat eine neue Kneipe in der Bahnhofstraße. Foto: Stehr

Der 37-Jährige bezeichnet sich als Illmers „Ziehsohn“ und steht neben seinem Teilzeitjob im Einzelhandel hinterm Tresen in Charlies‘ Eck. Seit der Eröffnung Anfang September sei schon gut was los gewesen, sagt er. Zweimal in der Woche treffen sich auch Darts-Spieler hier.

Geöffnet ist die Kneipe aktuell montags bis mittwochs ab 12 Uhr sowie donnerstags bis samstags ab 16 Uhr. Jeden zweiten Sonntag im Monat findet ein Frühschoppen statt.

Cannabis-Club und eine besondere Übernahme

Im gleichen Gebäude, nur einen Steinwurf von Charlie’s Eck entfernt, gibt es noch einen neuen Laden. Hier hat sich Stades erster Cannabis Social Club, der Verein CSC Artisan Buds, angesiedelt.

In der Bahnhofstraße in Stade gibt es jetzt auch einen Cannabis Social Club.

In der Bahnhofstraße in Stade gibt es jetzt auch einen Cannabis Social Club. Foto: Stehr

Mitglieder ab 21 Jahren können über die Abgabestelle in der Bahnhofstraße bis zu 50 Gramm Cannabis pro Monat erhalten. Nähere Informationen dazu gibt es online unter www.csc-artisanbuds.de.

Auch in Stades Geschäftswelt tut sich was. Optiker Bode hat nach dem Tod von Optikermeisterin Sabine Placzek das Geschäft „Optik am Sande“ in der Holzstraße 25 übernommen - inklusive aller fünf Angestellten.

Carsten Bode (von links) mit Imke Lohse, Anett König, Katharina Bahr, Cheyenne Tiedemann und John Bode.

Carsten Bode (von links) mit Imke Lohse, Anett König, Katharina Bahr, Cheyenne Tiedemann und John Bode. Foto: Optiker Bode

„Dass Sabine Placzek selbst einmal bei Optiker Bode in Hamburg gearbeitet und sich später gewünscht hat, ihr Lebenswerk eines Tages in unsere Hände zu geben, berührt uns sehr“, sagt Carsten Bode. „Wir möchten das, was sie in Stade über 29 Jahre aufgebaut hat, mit großem Respekt weiterführen.“

„Das Geschäft war Sabines Baby“, sagt Witwer Peter Placzek, der seine Frau im Geschäft unterstützt hat. Ihr Tod vor einigen Wochen im Alter von nur 64 Jahren sei viel zu früh gewesen. Jetzt zu wissen, dass das Geschäft genau in die Hände kommt, die Sabine sich selbst dafür ausgesucht hätte, gebe ihm ein gutes Gefühl.

Geschäftsfrau bleibt Stade trotz Umzug treu

Ein gutes Gefühl hat auch Michelle Neugebauer alias Shelly. Die Inhaberin von Shell’s Concept Store in der Hökerstraße freut sich auf den Umzug ihres Modegeschäfts. Sie habe schon lange nach neuen Räumlichkeiten gesucht, in denen sie ihre Ideen umsetzen und Kundinnen und Kunden ein noch persönlicheres Einkaufserlebnis bieten könne, sagt sie.

Michelle Neugebauer richtet sich gerade ein neues Geschäft in der Hökerstraße ein. Die Räume, in denen vorher das Fotostudio von Angela Reidies war, standen länger leer.

Michelle Neugebauer richtet sich gerade ein neues Geschäft in der Hökerstraße ein. Die Räume, in denen vorher das Fotostudio von Angela Reidies war, standen länger leer. Foto: Stehr

Und warum in die Ferne schweifen? Shell’s Concept Store zieht genau gegenüber ein. In die schon länger leerstehenden Geschäftsräume, in denen sich früher das Fotostudio von Angela Reidies befand. „Hier zahle ich weniger Miete und kann mein neues Konzept optimal umsetzen. Dafür will ich auf jeden Fall in Stade bleiben“, sagt Shelly. Und das, obwohl sie wegen der Liebe erst kürzlich nach Kiel gezogen ist.

Michelle Neugebauer zieht mit dem Shell's Concept Store von der einen (rechts) auf die andere Seite der Hökerstraße.

Michelle Neugebauer zieht mit dem Shell's Concept Store von der einen (rechts) auf die andere Seite der Hökerstraße. Foto: Stehr

Obwohl sie ihre Mode auch online verkauft und theoretisch von überall arbeiten könnte, möchte sie das Geschäft nicht missen. „Der direkte Kontakt mit den Menschen ist immer noch das Schönste für mich“, sagt Shelly. Deshalb versuche sie, möglichst viel vor Ort zu sein. Sie engagiert sich auch weiterhin im Vorstand von Stade aktuell. Mitte November soll die Neueröffnung sein.

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