TDeinste geht mit breiter Brust in den Endspurt – Hagen mit letzter Chance
Der Deinster SV feiert einen überzeugenden Heimsieg gegen Sievern. Foto: Scholz
Deinstes motivierendes Rechenbeispiel im Abstiegskampf geht auf. Beim SSV Hagen lebt die Resthoffnung. Und ein Agathenburger Debütant demonstriert gleich seine Erfahrung.
Landkreis. Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den TSV Sievern hängte Deinstes Trainer Filippo Callerame ein Plakat in die Kabine. Es zeigte, wie viele Punkte in den vergangenen Jahren für den Klassenerhalt in der Bezirksliga Lüneburg 4 reichten. „Ich wollte den Jungs klarmachen, dass sie keine schlechte Saison spielen und sich nicht einreden, sie wären nicht Bezirksliga-tauglich“, erklärt Callerame.
Trainer Filippo Callerame: "Wir haben es in der eigenen Hand." Foto: Scholz
Tatsächlich hätten die aktuell 28 Punkte des Deinster SV in den vergangenen sechs Spielzeiten jeweils zum sicheren Klassenerhalt gereicht. In dieser Saison jedoch reicht es bisher nur für den vorletzten Platz, einen Abstiegsrang. „Diese Liga ist verrückt. Jeder kann jeden schlagen. Man kann sich nicht sicher sein“, sagt Callerame.
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Durch den wichtigen 4:1-Heimsieg am Sonntag gegen Sievern - war als Hinrunden-Tabellenführer noch das Maß aller Dinge - hat Deinste seine Chancen auf den Klassenerhalt deutlich verbessert. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den derzeit der FC Geestland belegt, ist auf zwei Punkte geschrumpft. An den letzten beiden Spieltagen trifft Deinste zu Hause auf den MTV Hammah (31. Mai) und in einem möglichen „Endspiel“ auswärts auf den direkten Konkurrenten Geestland (6. Juni). „Wir haben es jetzt in eigener Hand“, betont Callerame.
Erster Absteiger schon weit bei Planungen
Aufsteiger FC Oste/Oldendorf steht dagegen als erster Absteiger fest. „Insgesamt haben wir über die ganze Saison zu viele Fehler gemacht“, sagt Bernd Meyer, der schon vorzeitig den Trainerposten von Arne Hees übernommen hat. „Bitter“ dabei sei, so Meyer, dass die Mannschaft in den ersten vier Spielen unter ihm ebenbürtig oder „sogar besser“ gewesen sei.
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Es sprangen nur zwei Remis heraus. Vor der jetzigen Pleite, bei der O/O in der zweiten Halbzeit nicht Bezirksliga-tauglich gewesen sei, gab es die vielleicht Moral-brechende 1:2-Niederlage gegen RW Cuxhaven mit zwei Gegentoren in den letzten drei Minuten.
„Wir sind in den letzten Wochen aber schon zweigleisig gefahren“, sagt Meyer bezüglich der Planungen für die kommende Saison. Der Abgang von Stürmer Janosch Lüders zu A/O werde aufgefangen, die Defensive wird verstärkt und A-Junioren erweitern den Kader. „Ich denke, dass wir gut aufgestellt sind“, sagt Meyer über einen Neuangriff.
In der Kreisliga hofft der SSV Hagen auf den Endspurt
Der SSV Hagen verlor mit 2:3, nach zwei Führungen, gegen Lühe. Da sei mehr drin gewesen, sagt SSV-Trainer Mats Börger. Als Drittletzter ist Hagen nun auf Schützenhilfe angewiesen und muss seine beiden letzten Spiele gewinnen. „Die Resthoffnung ist da“, sagt Börger.

Der SSV Hagen muss die letzten zwei Spiele gewinnen und dabei auf die Schützenhilfe von Tabellenführer Bützfleth setzen. Foto: FuPa
Er ziehe den Hut vor Abstiegskonkurrent Bargstedt, dass die sich da noch so rausgekämpft haben. Der SSV habe sich auch ein wenig selbst in diese Bredouille gebracht, so Börger. Zum Verletzungspech gesellte sich eine nicht befriedigende Trainingsbeteiligung. Nun hat es Thomas Herl erwischt, der mit Achillessehnenriss lange ausfallen wird.
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Um den Klassenerhalts-Coup zu schaffen, muss Hagen als erstes in Hedendorf gewinnen. „Das wird nicht leicht“, so Börger. Die VSV stecken mit 33 Punkten auch noch drin im Abstiegskampf. Am letzten Spieltag spielt Bargstedt dann gegen Meisterschaftsfavorit Bützfleth, der ebenso nicht patzen darf. Hagen könnte sich dann mit einem Heimsieg gegen Bliedersdorf noch retten. Zumindest auf dem Papier ist noch alles drin für den SSV Hagen.
1. Kreisklasse: D/A IV patzt im Titelkampf
Es bleibt spannend im Titelkampf. Während der SV Agathenburg/Dollern die schwere Auswärtspartie in Jork gewann, Neuzugang Marc Kevin Biedermann traf in der Schlussminute zum 1:2, patzte D/A IV im Derby gegen den TSV Großenwörden nach einer 2:0-Führung. Jannis Beckmann hatte zweimal per Kopf nach Eckstößen getroffen, doch der TSV kam zurück und Oliver König schoss in der Nachspielzeit den Ausgleich.

Agathenburgs Neuzugang Marc Kevin Biedermann bringt für die letzten Partien Landesliga- und Bezirksligaerfahrung mit. Foto: Brunsch
„Letztlich ging das 2:2 in Ordnung“, gab D/A-Trainer Ole Schmidt zu. Vor dem Topspiel zwischen Agathenburg/Dollern und D/A an dem Wochenende nach Pfingsten liegt die Elf von Trainer Carsten Junge jetzt vier Zähler vor den Kehdingern, die allerdings noch ein Spiel mehr haben. Beide haben jetzt allerdings den Hauptverfolger verloren.
Beckdorf gegen Horneburg
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Da der FC Oste/Oldendorf in der Bezirksliga als Absteiger feststeht, kann die zweite Vertretung nicht mehr aufsteigen. Vier Punkte hinter dem Spitzenduo liegt die SG Freiburg/Oederquart, die sich immer mehr zu eines der besten Rückrundenteams mausert. Am Wochenende gewann die SG deutlich mit 3:0 in Harsefeld.
Eintracht Immenbeck II gewinnt Abstiegskrimi
Ein wahrer Abstiegskrimi entwickelte sich in Immenbeck, wo die Zweite die SV A/O IV empfing. Nur ein Sieg hätte die Gäste noch einmal heranbringen können. Nach einer halben Stunde stand es 3:0 für Immenbeck. 30 Minuten später hätte Vincent Hofs per Elfmeter ausgleichen können, doch Patrick Vieweger parierte und verhinderte das 3:3. Am Ende stand ein 5:3 und A/O dürfte für die 2. Kreisklasse planen bei jetzt sieben Punkten Rückstand zur Eintracht. Da auch der TSV Wiepenkathen II nach fünf Niederlagen in Folge mal wieder gewann, haben die Ahlerstedter bei nur noch drei Partien kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt. Wiepenkathen hatte den Positivlauf des SV Ottensen von acht Begegnungen ohne Niederlage beendet.
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