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Verkehrssicherheit

TDrei Tote – Horneburger Raserstrecke bekommt Schutzplanken verpasst

Die Arbeiter laden das Material für den Bau der Leitplanken an der L123 ab.

Die Arbeiter laden das Material für den Bau der Leitplanken an der L123 ab. Foto: Vasel

Die Landesbehörde verspricht sich von den Stahlplanken an der L123 mehr Verkehrssicherheit. Auf diese Einschränkungen müssen sich Autofahrer jetzt einstellen.

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Von Steffen Buchmann
Donnerstag, 10.04.2025, 09:55 Uhr

Horneburg. Für Autofahrer kommt es aktuell auf der L123 zwischen Horneburg und Issendorf zu Einschränkungen. Seit dem 7. April sind Arbeiter der Firma Saferoad aus Ludwigslust damit zugange, auf etwa zwei Kilometern der Landesstraße Schutzleitplanken zu installieren. Die Strecke ist voraussichtlich bis Mitte Mai halbseitig gesperrt.

Die Schutzplanken an der L123 seien schon länger geplant, sagt Geschäftsbereichsleiterin Friederike Wöbse von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Der ursprüngliche Zeitplan, die Planken direkt nach der Fahrbahnsanierung 2022/23 zu platzieren, sei wegen einer beschädigten Versorgungsleitung im Boden nicht haltbar gewesen. Die Samtgemeinden Horneburg und Harsefeld zogen deshalb den neuen Radweg entlang der Landesstraße vor.

Leitplanken sollen Verkehrssicherheit erhöhen

Die stahlverzinkten Planken werden auf der Fahrbahnseite des Radweges verbaut. Dafür werden alle zwei bis vier Meter 1,4 Meter lange Stahlpfosten gesetzt und einen Meter tief in den Boden gerammt, so ein Arbeiter der Firma Saferoad. Etwa 150.000 Euro sollen die neuen Schutzplanken kosten, sagt Wöbse.

Tödlicher Unfall: In Horneburg prallte ein Mann mit seinem Wagen im Januar 2022 an der L123 gegen einen Baum.

Tödlicher Unfall: In Horneburg prallte ein Mann mit seinem Wagen im Januar 2022 an der L123 gegen einen Baum. Foto: Vasel

Die Leitplanken werden auch die Fahrradfahrer auf dem im Herbst 2024 eingeweihten Radweg schützen, so Samtgemeindebürgermeister Knut Willenbockel kürzlich im Horneburger Fleckenrat. Im August 2019 war ein Rennradfahrer an der L123 an einem Waldstück von einem Pkw erfasst und getötet worden. Laut Polizeisprecher Rainer Bohmbach gab es seit 2019 zwischen Issendorf und Horneburg insgesamt 31 Verkehrsunfälle. „21 davon waren Wildunfälle“, so Bohmbach.

Er verweist auf die Lage am Rüstjer Forst. Fünf Unfälle ereigneten sich allein im Kreuzungsbereich von L123 und B73. Ein 68-jähriger Pkw-Fahrer kam im Januar 2022 in Issendorf von der Landesstraße ab. Der 68-Jährige kollidierte mit einem Baum und verstarb noch am Unfallort. 2020 starb eine 18-Jährige bei einem Baumunfall am Ortseingang. (sb/bv)

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