TEVB-Halt in Oerel: Bahnhofsumbau startet noch im Juli
Der Oereler Bahnhof wird in den kommenden Monaten umgestaltet. Die Landesnahverkehrsgesellschaft fördert die Maßnahme mit 75 Prozent der Kosten. Foto: Birgit Pape
Das Bahnhofsgelände in Oerel soll neu gestaltet werden. Die Arbeiten müssen schnell beginnen, da sonst eine hohe Fördersumme nicht ausbezahlt werden kann. Anwohner des Bahnhofes haben zudem andere Verkehrssorgen.
Landkreis Rotenburg. Seit Jahren möchte die Gemeinde Oerel das Bahnhofsgelände im Ortsteil Oerel-Bahnhof attraktiver und sicherer gestalten. Kürzlich wurde man sich nach längeren Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer einig und auch eine Förderzusage der Landesnahverkehrsgesellschaft (NLVG) liegt bereits vor. Der Haken: Die Fördergelder in Höhe von 75 Prozent der Baukosten fließen nur, wenn für das Projekt bereits Ende November eine Schlussrechnung vorliegt. Vier Firmen trauten sich zu, das Bauvorhaben bis dahin erledigt zu haben. Das günstigste Angebot in Höhe von 408.000 Euro legte das Bremervörder Unternehmen Jacobs Garten- und Landschaftsbau vor. Die höchste Angebotssumme der vier Firmen betrug 594.000 Euro. Somit erteilten die Mitglieder des Oereler Gemeinderates während ihrer Sitzung am Dienstagabend einstimmig der Firma Jacobs den Auftrag. Noch im Juli sollen die Arbeiten beginnen.
Das Gelände soll professionell entwässert werden. Zudem werden unter anderem ein Buswendeplatz, Parkplätze, ein neues Wartehäuschen und neue Beleuchtung entstehen. Alles wird barrierefrei gestaltet. „Wir freuen uns sehr, dass es jetzt endlich losgehen kann. Der neue Bahnhof wird die Gemeinde attraktiver machen“, ist Bürgermeister Marco Noetzelmann überzeugt.
Anwohner fordern Schallgutachten
Die Anwohner rund um den Bahnhof plagen seit langer Zeit ganz andere Sorgen. Im Bereich der K116 darf bereits in Höhe der Wohnhäuser 100 km/h schnell gefahren werden. Früher gab es dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h, die irgendwann aufgehoben worden sei. „Der Verkehr ist unwahrscheinlich laut, sodass die Gärten kaum noch genutzt werden können. Etliche Autos rasen hier lang. Diese hört man schon kilometerweit, wenn sie gerade auf die Kreisstraße einbiegen“, ärgerte sich am Dienstag ein Anwohner. Ein weiterer Anwohner forderte ein Schallgutachten, um den Lärm zu messen. Bürgermeister Marco Noetzelmann betonte, dass zunächst eine Verkehrszählung inklusive Geschwindigkeitsmessung geplant sei. Die Daten würden anschließend ausgewertet. „Womöglich gibt es danach dann eine Geschwindigkeitsbegrenzung“, hoffte Noetzelmann in Hinblick auf die Lärmbelästigung der Anwohner.
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